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Ein Kapitel aus Welt-Philosophie –
Verschiedene Autoren haben vom „neuen Menschen“ gesprochen, andere vom „menschlichen Menschen“. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sei ein anderes, inspirierteres Menschenbild vor Augen haben. Uns allen, den Visionären der neuen Zeit, ist klar, dass sich unser Selbstverständnis bereits sehr gewandelt hat und weiter in atemberaubendem Tempo wandelt.
Beginnen wir mit den einfachen Einsichten.
Der ganzheitliche Mensch ist in sich konsistent, klar und heiter. Wir müssen nicht mehr die Sorge haben, dass dieser Mensch an einem Tag so, am anderen aber völlig anders ist, dass er/sie von Stimmungen beherrscht wird bzw. sich diesen Stimmungen unterwirft.
Der ganzheitliche Mensch hat nicht verschiedene Abteilungen in seinem Kopf und Herzen, die miteinander nichts zu tun haben und deren er sich nicht bewusst ist. Vielmehr ist er eins, mit sich selbst eins und nach aussen eins.
Wir haben vielleicht schon mal erlebt, bei uns und bei anderen, dass in einem Menschen solche Trennungen auftreten. In einem drastischen Fall können wir von Schizophrenie sprechen, und wir können lächelnd konstatieren, dass unsere Gesellschaft und Geschichte von solchen Schizophrenien geprägt ist, die sich auf den Einzelnen auswirken.
Als Beispiel nehme ich die Zigarettenwerbung, die einerseits Zigaretten verkaufen will und andererseits darauf hinweist, dass Rauchen töten kann. Hahahaha!
Es wimmelt von solchen Zwiespältigkeiten, und deswegen ist es auf den ersten Blick nicht einfach, ein ganzheitlicher Mensch zu werden.
Von Krishnamurti stammt der bemerkenswerte Ausspruch: „Es ist kein Zeichen von Gesundheit, sich in einer kranken Gesellschaft anzupassen.“
Ich will gar nicht so weit gehen, unsere Gesellschaft als krank zu bezeichnen, da ich lieber Lösungen als Probleme habe. Vielmehr sehe ich viel Gesundes und Gutes, das sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat, und ich will diese Elemente stärken, so dass das weniger Gute allmählich verschwindet.
Schon Lao-Tse hat, dem Sinne nach, gesagt, dass die Weisheit beim Einzelnen beginnt, sich in seiner Familie etabliert, dann in der Gemeinschaft und schliesslich in der Gesellschaft ausbreitet. Wenn wir also schön zentriert und mit viel Freude vorgehen wollen, dann genügt es völlig, wenn jeder von uns zu einem ganzheitlichen Menschen wird. Diese Ganzheitlichkeit strahlt dann aus auf das Umfeld, und mit der Zeit werden die weiteren Felder erfasst.
Es kann sogar hinderlich sein, wenn man sich zu schnell auf gesellschaftliche Reformen stürzt, ohne selbst die inneren Schritte gemacht zu haben.
„Die Revolution frisst ihre Kinder“ – das haben wir in der Geschichte erfahren. Da folgen wir erst mal gemütlich dem selben Lao-tse, der als eine zentrale Einsicht das „Tun des Nicht-Tun“ formuliert und gelebt hat.
Wie wir gehört haben, hätte er seine Weisheit gar nicht der Welt geschenkt, wenn ihn nicht eine Grenzwächter darum gebeten hätte, als er China verlassen wollte, um zu sterben. Auf Bitten des Grenzwächters schrieb er seine 81 Verse, und das war alles, was er schrieb – mit einer Wirkung über die Jahrtausende!
Wenn du also, lieber Leser, lieber Leserin, zu einem ganzheitlichen Menschen wirst oder bereits einer bist, dann dürfen wir dies gehörig feiern, und es ist gar nicht mehr nötig für die Heilung der Gesellschaft. Denn deine Heilung ist die Heilung der Gesellschaft.
Wir wissen aus der Quantenphysik und aus dem Konstruktivismus, dass für jeden nur seine eigene Welt Realität hat. Wenn also die eigene Realität ganzheitlich ist, dann ist auch die äussere Realität ganzheitlich.
Obwohl dies so ist, hat der ganzheitliche Mensch doch eine Wirkung nach aussen, und natürlich darf er auch Reformen oder gesellschaftliche Inspirationen in die Wege leiten, so lange er/sie in dieser Ganzheitlichkeit bleibt.Und natürlich darf er überhaupt alles, er darf auch Fehler machen und daraus lernen oder nicht lernen.
Welt-Philosophie ist daher einererseits eine Philosophie für die Welt, und andererseits ist sie völlig individuell. Es gibt keine Regeln, keine Moral, keine religiösen gemeinsamen Vorstellungen, sondern nur die völlige Freiheit.

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