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Narrosophie 1 – Selbstliebe

Ich habe vor kurzem beschlossen, zentrale Einsichten der Narrosophie zu formulieren und bekannt zu machen. Ich bin auch von einigen guten Seelen gebeten worden, in die Geheimnisse des glücklichen Lebens einzuführen.

Auf unseren grossen Reisen der vergangenen fünf Jahre sind wir immer wieder – und immer häufiger – einem Feld von „lichtvollen Seelen“ begegnet. Erwachsene und Jugendliche orientieren sich neu, begeistern sich neu, entdecken das Lachen und die Lebensfreude, werden zu lichtvollen und schöpferischen Wesen. Wir haben solche Seelen und Organisationen oft in der „Neuen Welt“ gefunden: In Südamerika, in Kalifornien, auf Hawaii.

Ein Netzwerk solcher Menschen formiert sich auf dem Internet mit immer neuen technischen Möglichkeiten. Aber wir haben auch zahlreiche persönliche Begegnungen gehabt, tiefgehende, freudige, inspirierende, freundschaftliche Begegnungen.

Auf Facebook gibt es die Gruppe „Lightworkers of the World“. Ich postete kürzlich ein lustiges Foto von mir mit der Zeile: „Unheilbar glücklich – was könnt ihr mir raten?“ – und bekam eine Lawine von 350 sympathischen und ermunternden Kommentaren und „Gefällt mir“-Zeichen. Wunderbar. 40000 Leute in dieser Gruppe identifizieren sich mit dem Titel „Lichtarbeiter“.

Der Begriff des Lichts ist für Christina und mich in den letzten Jahren immer zentraler geworden. Ich bin mit der Findhorn-Gemeinschaft verbunden, einem „Zentrum des Lichts“. In der Schweiz leben wir oft in einem Feld, das von diesem Begriff geprägt ist.
Was bedeutet das philosophisch?
Wir assoziieren leichtes, freudiges Leben, das sich nicht mehr auf Probleme fokussiert, sondern auf Lösungen. Wir assoziieren Optimismus, Positivität.
Für mich stehen Lachen und Licht in enger Verbindung. Im Lachen werde ich in eine höhere, lichtvollere Dimension transportiert – eine Dimension die Spass macht, die in Richtung Katharsis geht (Reinigung der Seele). Sehr gerne und gut kann man auch über sich selbst lachen. Paradoxerweise führt das Lachen über sich selbst zu grösserer Selbst-Liebe, weil man sich selbst nicht mehr so ernst nimmt.

Nun fragen die kritischen Geister: Aber die Welt ist in katastrophalem Zustand. Wir müssen alles einsetzen, um die Umweltprobleme zu lösen, um die Armut zu beseitigen.
Leider treffe ich immer wieder Menschen, die weder arm sind noch krank, die aber in ihrer Seele eine Sinnlosigkeit erfahren, die ebenso schlimm wie äussere Armut ist. Es geht ja darum, was wir, die Menschen des Westens, tun können. Wir können einen Schritt in unser eigenes Licht hinein wagen, in unsere Glücks-Fähigkeit, in unsere Selbst-Liebe.
Der Zustand der Welt ist bei weitem nicht so katastrophal, wie es uns die Medien glauben machen. Oder wie wir es selbst glauben wollen, weil wir uns daran gewöhnt haben, negativ zu denken.

Die Narrosophie sagt demgegenüber, radikal wie sie ist: Die blosse Tatsache unserer Existenz ist ein wunderbares, sensationelles, erfrischendes, freudiges, überwältigendes, berauschendes Ereignis. Wir sollen und dürfen dieses Dasein jeden Tag feiern, jeden Tag und jede Minute geniessen! Dann verwandeln wir uns in neue Menschen, in lichtvolle Menschen, in Träger einer neuen Zeit, die von uns gemeinsam geschaffen wird.

Wir stehen noch am Anfang des Jahres 2015. Möge es uns –  und möge es mir – gelingen, immer kräftiger, zentrierter, leichtsinniger und licht-sinniger in diese positive Schwingung hineinzuwachsen, in den Schwung der Verbundenheit mit allen und mit allem – in den Schwung der Liebe. Das können wir am besten, wenn wir uns selbst liebhaben. Ein Meister des westlichen Mystik und Philosophie, Meister Eckehart, 14. Jhdt, hat das trefflich formuliert. Ich habe seine Werke bereits in meiner Jugend studiert und über ihn eine philosophische Arbeit geschrieben. Das folgende Zitat, mit dem ich abschliesse, entstammt dem wunderbaren Buch „Die Kunst des Liebens“ von Erich Fromm, das inzwischen gratis auf dem Internet zu haben ist. Hier ist es:
„Hast du dich selbst lieb, so hast du alle Menschen lieb wie dich selbst. Solange du einen einzigen Menschen weniger lieb hast als dich selbst, so hast du dich selbst nie wahrhaft lieb gewonnen…So steht es recht mit einem solchen Menschen, der sich selbst lieb hat und alle Menschen so lieb wie sich selbst, und mit dem ist es gar recht bestellt.“

Ein Beispiel einer lichtvollen Seele in Australien: Holley Sommerville Knott, 11 Jahre alt, am Uplift Festival in Byron Bay, Australien. Wir durften dort auch präsentieren…

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Ein Kommentar zu “Narrosophie 1 – Selbstliebe

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