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Hand auf’s Herz 10 – Co-Creation

Unser letzter Blog zum Thema „Hand auf’s Herz – Lache“! Kreieren wir!

Das Thema ist in konkreativer Weise zwischen uns entstanden. Wir erzählen von unseren Ideen, Prozessen und Visionen.

Wir haben das Audio in unserem Camper „Womi“ auf dem Standplatz bei Cartagena/ Spanien aufgenommen.

Wir sind stolz auf diese gemeinsame Co-Creation! 10 Folgen auf dieser Reise! Wir kreieren immer wieder mal gemeinsame Projekte und wissen auch bereits, welche Projekte wir 2022 gemeinsam gestalten wollen.

Im besten Fall entsteht in einer Co-Creation eine höhere Ebene, eine gegenseitige Inspiration – und sehr viel Freude!

Zusammen im Flow sein, sagt Christina am Schluss. Das können wir auch auf grössere Zusammenhänge anwenden – auf Gemeinschaften, regionale Netzwerke, gemeinsames Singen. Bis zu Städten und Staaten und schliesslich die ganze Welt. Die Welt als eine gemeinsame liebevolle Kreation! Das wird ganz gross!

Himmlische Co-Creation
Tiefer Frieden erfüllt mein Sein
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Hand auf’s Herz 8 – Der Tanz der Resonanz

Christina und ich hatten eine wunderbare Resonanz-Woche. In unserer Beziehung folgten wir den feinen Signalen. Christina sprach über ihre Visionen und Ziele, und ihre Resonanz darauf. Wir sprachen auch über die Resonanz in der Musik. Auch die Zeremonien von Christina haben viel mit Resonanz zu tun. Auf unserem Ausflug in die Berge waren wir so richtig im Flow. Auch die Resonanz der spanischen Kultur und der spanischen Sonne kam zur Sprache. Wir drehten das folgende Facebook-Live-Video.

Resonanz zwischen Christina und Rolando beim Anblick des Himmels

Christina’s Zeremonien: http://www.sagja.jetzt

Rolando’s Philosophie-Blog

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Hand auf’s Herz 5 – Wir sind dankbar

In dieser unserer Woche der Dankbarkeit sind uns schöne dankbare Momente geschenkt worden.

Die ersten drei Worte meines Mantras lauten: „Ich bin dankbar“. Siehe dazu mein Thema Vermächtnis. Ich sage mir dieses Mantra seit 24 Jahren…

Zweitens haben wir einen Song wieder entdeckt, den wir beim Vollmond-Singen letzten Herbst mit unseren Freunden in Ulmiz gesungen haben. Wie schön! Das Lied „Gracias a la Vida“ wurde von Mitsängerinnen reingebracht. Christina filmte das Feuer und den Mond. Herzerwärmend!

Drittens haben wir beide unser persönliches Statement, unsere persönliche Dankbarkeit, in jeweils einem Live-Video kundgetan. Du findest diese Aufnahmen weiter unten.

Hier ist die Aufnahme vom Vollmondsingen in Ulmiz. Singe mit!

Pachamama, Padre Sol, Gracias a la vida, gracias a l’amor, / Amor, amor, amor amor amor/ Amor, amor, amor! – Gracias, gracias a la vida, gracias!

Mutter Erde, Vater Himmel, Danke an das Leben, Danke an die Liebe!

Unsere persönlichen Videos

Auf einem Ausflug in die Berge mit unserem Camper entdeckten wir einen wunderbaren Aussichts-Platz. Wir sprachen über unser Thema der Dankbarkeit. Es entstand die Idee, dass jeder von uns einfach seine Dankbarkeit ausdrückt. Christina schlug vor, jeweils ein Live-Video zu machen. Um 16.30 schien die Sonne noch so schön. Unabhängig voneinander begaben wir uns an einsame Plätze und nahmen unsere Videos auf. Vielleicht willst auch du dir Gedanken machen zu der Frage, wofür du dankbar bist? Mit oder ohne Video oder Tagebuch oder Dialog oder Selbstgespräch oder Schweigen…

Wir drückten auch unsere gegenseitige Dankbarkeit aus…

Christina’s Video https://www.facebook.com/1460564805/videos/449174863348144/

Rolando’s Video

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Hand auf’s Herz 3 – Mitgefühl

Christina und ich haben spontan über das Mitgefühl improvisiert. Wir praktizieren es auch.

Wir sassen abends auf unserer Terrasse in Altea/ Spanien. Christina filmte in die Nacht hinaus, und das Gespräch entwickelte sich. Wir spürten, dass in diesen Tagen das Mitgefühl sehr wichtig ist.

Gestern spielten wir Petanque am Strand. Auf einer Bank sass ein alter Herr mit einem Einkaufswagen und einer Zeitung. Es sah nicht glücklich aus. Manchmal verfolgte er unser Spiel. Wir hatten keinen Blickkontakt.

Ich nahm mir vor, in mindestens einmal anzulächeln. Es gelang, und er lächelte zurück. Wie schön.

Als wir aufgehört hatten um ca 17 Uhr, stand auch er auf. Er ging langsam die Rampe hoch, hatte einen Stock zur Stütze dabei.

Es gab weitere Gelegenheiten für Mitgefühl. Z.B. ein Covid-Fall in unserer Verwandtschaft in der Schweiz. Christina hat eine Sprachnachricht geschickt und eine ausführliche Schilderung des Falles erhalten. Wir halten die Daumen!

Hier also unser Facebook-Live-Video:

Wir wünschen allen von Herzen einen guten Jahreswechsel und ein erfülltes Jahr 2022!

Ein lustiger spiritueller Lehrer hat kürzlich gesagt: Unsicherheit ist eine Gelegenheit zum Wachstum. Und er hat uns geraten, dass wir uns gegenseitig ein noch unsichereres Jahr wünschen sollen. Ich tu das nicht, nein nein!

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Spiritualität wird normal 3

Im dritten Video plaudert Christina über die Normalität der Spiritualität. Wir sitzen in einer Bar des Hafens von Valle Gran Rey. Christina lässt sich von den Bildern des Hafens inspirieren. Die bunten Boote am Strand sind für das Meer bestimmt. So sind auch wir Menschen dafür bestimmt, in See zu stechen, unser Potenzial auszuschöpfen.

„Wir sind gelandet in einer Zeit, da sich der Mensch in die Spiritualität hinein entwickelt“, sagt sie. Sie spricht davon, dass wir nun die Ebene des reinen Verstandesdenkens hinter uns lassen dürfen, um zu fühlen, um das Geistige zu verstehen.

Christina wandert durch den Hafen, betrachtet die Natur und die Menschen. Sie will Fussspuren hinterlassen mit ihrer Freude und Begeisterung. Es gelingt ihr!


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Du findest häufigere Infos über unsere philosophischen Reiseabenteuer unter Freudige Spiritualität.

Du bist auch in der Facebook-Gruppe Freudige Spiritualität herzlich willkommen!

Vernetzen wir uns! Wenn du gerne und gut schreibst, sende uns einen Text.

Einige unserer bisherigen Bücher:

– Rolando Schutzbach: Inspiriertes Älterwerden, Bern 2019
– Christina Fleur de Lys: Das Leela-Prinzip, Bern 2010

Sehr viel mehr mirakulöse Inspirationen findest du auf dieser Seite, rolandojoy.net.

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Gomera Street Band with inspiring Alex

Another beautiful song, thank you so much!

Ein weiteres wunderbares Lied – herzlichen Dank!


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Februar 2020

Die Texte und Videos werden folgende Elemente enthalten:

– Philosophische Texte über das neue Bewusstsein
– Inspirierte Beiträge von Christina
– Spirituelle und philosophische Erlebnisse auf unseren Reisen
– Links zu Webseiten und Filmen für LeserInnen, die weiter inspiriert werden und sich auch selbst aktiv einbringen wollen
– Praktische Tipps und Anregungen für ein inspiriertes Leben und für eine freudige Paarbeziehung
– Vorstellung von Politikern, Philosophen und spirituellen Lehrern, die das Neue repräsentieren und verwirklichen bzw. verwirklicht haben.

Meine/unsere bisherigen Bücher:

– Roland Schutzbach: Inspiriertes Älterwerden, Bern 2019
– Christina Fleur de Lys: Das Leela-Prinzip, Bern 2010

Sehr viel mehr findest du auf den Seiten von rolandojoy.net

Buddha

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Warten – mit der Gomera Street Band

Warten kann ich auch ganz gut Ende Januar 2020

Ich bin noch ganz erfüllt vom Abend mit der Gomera Street Band. Habe mir alle Videos angeschaut und auch ein wenig mit gespielt. Ich wurde an dem Abend immer mehr in die Band integriert, vor allem dank Erno dem Akkordeonisten. Es gab viele poetische Songs, z.B. der über das Warten…Warten kann ich auch ganz gut. Hihihi…ich kann ja manchmal nicht so gut warten, aber beim Singen glaubte ich selber daran… Wir hatten ein gutes Gespräch mit Tom, dem schwungvollen und mitreissenden Sänger, und sprachen gar über die Soziale Plastik. Diese Bamd ist ein einmaliges Biotop, ein soziales und musikalisches Wunder sozusagen.

Man kann so etwas nicht machen, es hat sich von selbst gemacht, wie das folgende Zitat der Band zeigt:

A band by chance (Eine zufällige Band) „Es war im Jahre 2003, als sich ein paar Musiker auf der Playa von La Gomera auf den kanarischen Inseln zufällig kennenlernten, Instrumente waren zufällig auch dabei, das Repertoire – Lieder aus den 60ern bis heute – war allen aus früheren Straßenmusikerzeiten zufällig bekannt … schon wurde gejammt. Abends traf man sich nicht mehr ganz so zufällig an der Uferpromenade. Es wurde gesungen und gespielt und dem Publikum, das zufällig vorbei kam, gefiel’s. Seither hat sich die Gomera Streetband zu einem internationalen Pool von etwa 35 Musikern aus zig Nationen entwickelt, der auch ganz gern mal woanders Halt macht …“

Besonders beeindruckt hat mich der alte Herr, der im Rollstuhl am Rand sitzt und immer begeistert mitsingt. Dieser Mann war früher Mitglied der Band, er spielte Querflöte. Vor elf Jahren hatte er in Gomera einen Fahrrad-Unfall. Nun kann er nicht mehr spielen – aber singen! Ich denke, er ist oft mit dabei und wird als Mitglied der Gruppe geehrt. So schön! Das ist Heimat!

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La Gomera, ein Bewusstseins-Pilz

Es ist wunderbar hier! Die Sonne scheint fast ständig mit sommerlichen Temperaturen, und auch am Abend können wir noch ohne weiteres draussen sitzen.

Wir sind am 14. 1. 2020 im legendären „Valle Gran Rey“ gelandet und haben uns sofort wohl gefühlt. Kein Massentourismus, sondern ziemlich individuelle Seelen aus vielen Ländern, oft mit deutschsprachigem Flair, geben sich ein Stelldichein. Die Gomera-Bewohner sind offen, und wir haben bei einer Party mit Live-Musik schon lustig mit ihnen getanzt.

Es gibt hier so eine Art Community, und das gefällt uns. Zwei herausragende Phänomene: Die Zeitschrift „Der Valle-Bote“ (www.vallebote.de), und der Club 432 hertz.

Den Valle-Boten gibt es schon seit Jahrzehnten. Er zeichnet sich durch einen „abgedrehten“ Stil aus, humorvoll, jajaja, spricht von Trotteltouristen, hahaha, die es ja hier angeblich nicht gibt.

Alles ist klein hier, die Insider kennen sich und feiern miteinander.

Vor 10 Jahren, 2010, habe ich auf unserer ersten Indien-Reise in Goa mit einem inspirierten Freund den Ausdruck „Consciousness Mushroom“ geprägt – Bewusstseins-Pilz. Vieles deutet darauf hin, dass wir es hier wieder mal mit so einem Pilz zu tun haben – man könnte auch von einem „inspiriertes Feld“ sprechen. Jedenfalls gibt der Valle-Bote tüchtig Gas in dieser Richtung. Ich habe mit der Redaktion Kontakt aufgenommen und mein Buch „Inspiriertes Älterwerden“ angeboten. Möglicherweise laden wir bald zu einem Gesprächskreis zu diesem Thema ein, dann hätten unsere Altersgenossen sicher noch mehr zu lachen.

Im Valle-Boten habe ich auch einen Artikel über einen Mann namens Martin gelesen, der vor vielen Jahren mit einem Esel Zementsäcke transportierte. Später betrieb er 16 Jahre lang eine Esels-Farm auf La Palma, die von Mönchen des Dalai Lama besucht wurde und zu einem spirituelle Zentrum erblühte.

Kürzlich kehrte er ins Valle zurück und gründete einen Club in einer ehemaligen Diskothek. Dort tummeln sich bunte Mitglieder zu Organic Dance, Open Stage und mehr. Wir wurden eingeladen und waren schon zwei Mal dort. Man trinkt keinen Alkohol, und alles funktioniert auf Spendenbasis. Gitarren, Mikrophone, Anlage – dies und mehr ist vorhanden.

Wir gaben unseren Einstand beim Open Stage mit einigen unserer Vollmond-Lieder, und unser poetisches spanisches Lied „Hay que lindo“ wurde gut und mitsingend aufgenommen.

Soweit ich weiss, funktioniert der Club 432 nur über WhatsApp. Es sind ca. 70 Mitglieder, und nur die fünf Administratoren können posten. Das ist sehr angenehm! So erfahren wir das Wesentliche – heute mit einem Wochenprogramm, bei dem an allen Abenden ausser Dienstag was Spannendes läuft – von Yoga und Jam-Session zu Frauenkreisen und Ecstatic Dance.

Hier zum Mitsingen unser spanisches Lied im Club mit folgendem Text:

Hay que lindo, que lindo es

Sin pensar recibir 

Hasta entiendo del amor

que’es el nectar de vivir

O wie schön, wie schön ist es

zu empfangen, ohne zu denken,

bis ich verstehe, dass die Liebe

der Nektar des Lebens ist.

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Pai, Thailand – ein wunderbarer Ort

Seit vier Wochen geniessen wir Pai, den bunten Ort im Norden Thailands. Wir spazieren durch den Nacht-Markt, schildern unser Gasthaus im Grünen, steigen zum weissen Buddha empor und kommentieren das Geschehen.

Zitate über Thailand:

Zitate aus der Webseite „Leben in Thailand – Thailändische Lebensphilosophie“

Von Ex-Premierminister Kukrit Pramoj (PM vom 17.03.1975-12.01.1976) stammt folgendes Zitat: „Der Lebensstil der Thai ist geschmackvoll, verwöhnt von einer gütigen, schwelgenden Natur, geprägt von anpassungsfähigen moralischen Werten und einer heiteren Gelassenheit gegenüber den Problemen des Lebens… Für einen Thai besteht das Leben im Grunde in einer einzigen langen Entspannungsphase.”

Der Begriff sabai steht für „angenehm”, „gemütlich” oder „bequem”. Das ganze Leben sollte sabai sein. Statt „Wie geht’s?” fragt man ungefähr „Du fühlst dich doch wohl, oder?” (sabai dii rù). Die Antwort darauf ist dann wieder sabai dii „wohlfühlen-gut”.

Sanuk bedeutet „Spaß haben”. Alles, was man tun kann, wird danach beurteilt, ob es Spaß bringt. Was nicht sanuk ist, unterlässt man, wann immer es geht. Manchmal muss man Dinge tun, die nicht sanuk sind – dann aber geht es um die Frage, wie man das Unvermeidliche mit etwas sanuk würzen und damit angenehmer machen kann.

Die Menschen geben ihr Äußerstes, um persönliche Konflikte garnicht erst aufkommen zu lassen. Bereits das Erkennen lassen von Ärger und Wut wird als gefährlich für die soziale Harmonie angesehen, bedeutet Rohheit, Ignoranz und Unreife.

Dem sprichwörtlichen Thailändischen Lächeln begegnet man in Thailand auf Schritt und Tritt. Es erweckt den Eindruck, dass es in Thailand nur glückliche, zufriedene und vor allem freundliche Menschen gibt.

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Lebendiges Arambol

Lebens-Künstler, Visionäre und tanzende Figuren

Nach vier Jahren geniessen wir 2015 erstmals wieder Arambol in Goa: Das Mekka der Künstler, kulturell Kreativen, Aussteiger und Realitäts-Erfinder. Wie fühlen wir uns heute? Ist der Charme noch vorhanden? Gab es einen Niedergang? Lohnt sich ein Besuch?

Ausserordentlich an diesem kleinen Ort im Norden von Goa ist die Ansammlung von Künstlern. Auf Schritt und Tritt Musiker, Jongleure, Feuer-Künstler, Tänzerinnen, Maler. Dazu kommt ein grosses Angebot an Yoga, Meditation, Vorträgen, Tanz-Unterricht, Ayurveda-Heilung, Musik-Unterricht. All dies ist konzentriert in einem Dorf mit sehr bescheidener Infrastruktur. Es gibt keine grossen Hotels, keinen Club Med, kein Überangebot für Touristen. Manchmal ist der Ort überlastet, und die Abfallbeseitigung ist ein Problem. An den Wochenenden tummeln sich grosse Gruppen von indischen Touristen am Strand. Sie spielen Cricket, plantschen im Wasser, haben ihren Spass.

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Viele unabhängige Geister haben den Weg nach Arambol gefunden. Manche sind Künstler des Lebens, die ausserhalb des Mainstreams die Fülle geniessen. Diese Insider kommen jedes Jahr und  verbringen jeweils drei bis sechs Monate an ihrem Lieblings-Ort.
Viele von ihnen arbeiten hart: Sie betreiben eine Tanz-Schule, treten professionell als Musiker oder Künstler auf, organisieren den Karneval, moderieren Abende mit offenem Mikrofon oder engagieren sich auf andere Weise. Ich gebe ihnen den Ehrentitel „Arambol-Lebens-Künstler“.

Dieses Video zeigt die Tänzerin Jiva bei einer Aufführung. Möglicherweise nur für Facebook-User sichtbar…

Einer davon ist Nico. Wir lernten ihn vor fünf Jahren bei unserem ersten Aufenthalt kennen. Ich drehte damals einen Film über „Glückseligkeit in Arambol“, und Nico öffnete mir die Türen zu zahlreichen Freunden, die ich interviewen durfte. Ich besuchte Jiva und Ying im „Temple of Dance“, ich sprach mit dem Poeten und Philosophen Prana, ich lernte den indischen Philosophen und Ayurveda-Arzt Dr. Jolly kennen.
Nico ist Dichter, Rhythmiker und Animator. Vor kurzem hat er sein erstes Buch mit Gedichten herausgebracht: Die Haltung der Dankbarkeit. Er animiert seit vielen Jahren das Open Stage in Dylan’s Café und motiviert Anfänger und Fortgeschrittene, ihr Bestes zu geben. Gitarristen, Sänger, Dichter, Philosophen, Geiger und Schubert-Interpreten übergeben nach jeweils ca. 10 Minuten das Mikrofon an den nächsten Darsteller. Nico stellt die Leute vor. Manchmal bringt er Leute auf die Bühne, die noch nie zuvor aufgetreten sind.
Seit 14 Jahren verbringt der Mann aus Boston jeden Winter in seinem Om sweet Om – immer engagiert, immer visionär, immer leidenschaftlich.

Spontane Jam-Session in Dylans Café:

Das Publikum in Arambol lässt manchmal den Atem anhalten: Die längsten Rastas der Welt, wilde Kerle auf grossen Maschinen (Royal Enfield), weibliche Schönheiten aus aller Welt in phantasievollen Kostümen. Inder, Russen, Schweden, Deutsche, Amerikaner, Libanesen, Holländer, Thailänder, Schweizer und viele andere Nationalitäten tragen zur Buntheit des Ortes bei.
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Jeden Abend konzentriert sich an einer bestimmten Stelle das Strandes das Gewimmel von Leuten zur Sunset-Celebration. Das war vor fünf Jahren so, und es ist heute noch so. Ich schildere hier nur einen Aspekt der Feier: Den Sing-Kreis. Auf einigen klapprigen Liegen versammeln sich 20 bis 30 Leute zum Singen. Anbho aus Schweden verfügt über ein grosses Repertoire an Bajahns, Mantras und Sing-Along-Songs. Er ist das Zentrum des Kreises. Seit über zwei Monaten kommt er täglich und leitet die Gruppe ca. zwei Stunden lang. Weitere Instrumentalisten bereichern den Kreis: Eine Gitarre, ein Djembe, meine Irische Flöte, und Rhythmus-Instrumente. Zwischen den Strophen werden oft instrumentale Solos zum Besten gegeben. DSC08150

Häufig kommt auch Nico dazu mit seinen Rhythmus-Instrumenten. Er stellt sich in die Mitte und rezitiert einige seiner Gedichte zum Klang der Gitarren, Flöten und Trommeln. Kürzlich standen etwa 10 Inder im Dunkeln ausserhalb des Kreises, und er motivierte sie, auch zu tanzen und zu singen. Sie taten es! Der ganze Kreis und die Umstehenden gerieten ins Schwingen zu seinem Gedicht „Dies ist der Tag“.

Hier ist die erste Strophe:

Dies ist der Tag, den Staub abzuschütteln,
Dies ist der Tag, an dem du sagst, ich muss
Dies ist der Tag, von dem du geträumt hast,
Dies ist der Tag, an dem du ja zur Liebe sagst.

Nico berichtet in seinem Buch, dass er „dieses Gedicht auf der ganzen Welt mit dem Publikum singt“.

Das taten wir, und alle sangen aus voller Brust „Dies ist der Tag“; Nico ergänzte den Rest der Zeile. Wir glaubten es! Es war der Tag der Befreiung, und heute wiederholt dieser Tag! Glauben Sie mir!

Das Gedicht wurde gefühlte Wirklichkeit für diese Gruppe von etwa 35 Personen.
Wenn Sie diesen Text lesen: Singen sie, trommeln Sie, tanzen Sie, und vor allem: Leben sie!

Ich könnte ewig weiter erzählen von all den Musik-Abenden, Tanzvorführungen, vom speziellen Karneval, von den vielen unabhängigen Geistern. Von Ying, der Thailänderin, die den Temple of Dance leitet und jedes Jahr gigantische Vorführungen organisiert. Von Jiva, der russischen, anmutigen, leidenschaftlichen Tänzerin. Vom Trommel-Kreis bei Sonnenuntergang. Vom guten und billigen Essen. Vom Staub, vom Abfall, von suchenden Seelen. Von heissen Tagen und manchmal trübem Wasser. Vom Süsswasser-See und vom heiligen Hügel.

Unter dem Aspekt der Suche nach dem verlorenen Paradies ist Arambol ein Fund. Denn dort wird nicht gesucht, sondern gefunden. Es wird gefeiert. Die erhöhte Schwingung ist überall spürbar. Es ist ein Organismus, inspiriert von unten nach oben von den Arambol-Lebens-Künstlern. Kein Guru, keine Organisation, sondern spontanes Gestalten und Geben. Das macht Freude.

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So kann ich denn die Ausgangs-Fragen beantworten: Wir fühlen uns sehr wohl. Kein Niedergang. Der Charme ist vorhanden. Ein Besuch lohnt sich – für Lebens-Künstler.

Wer noch Lust hat auf weitere Texte – hier ist einer aus dem Jahr 2010

Video bei Sonnenuntergang mit dem Stelzen-Künstler:

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Einige Fotos, z.T. aus früheren Jahren:

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