Veröffentlicht in Inspiration, joy, Liebe, Music, Spiritualität

Optimistischer Englisch-Unterricht

School at Home für Kinder und Erwachsene

Du findest hier zwei Lieder zum Mitsingen und Englisch lernen/ wiederholen: „I have a dream“ – und „Imagine“ von John Lennon.

In den beiden Videos erkläre ich mehr; und vor allem kannst du mitsingen- auch wiederholt!

Wenn du weitere Lieder – meist Englisch – zum Mitsingen suchst, dann gehe bitte auf unsere Playlist, die wir im letzten Jahr zusammen gestellt haben.

 

 

Viel Singen, Lachen, Meditieren, Schweigen, viel Liebe schenken, den Augenblick geniessen – all dies stärkt unser Immunsystem, wie zahlreiche Forschungsberichte zeigen. Auf Anfrage schicke ich sie…


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Die Krönungs-Initiative

Corona bedeutet Krone

Mach mit, pflege dein Lächeln – und feiere den weltweiten Tag der Stille und Freude am 25. März 2020 mit uns!

Die Krönungs-Initiative besteht aus drei Teilen: 

  • Wir schöpfen das Potenzial von Atemmasken mit einem Smilie voll aus.
  • Wir feiern den 25. März als einen weltweiten Tag der Stille und Freude.
  • Christinas Text über das Lächeln vertieft die Philosophie.

Wir bringen Hinweise auf zahlreiche Quellen und ermutigen dazu, diese Krise als Chance zur Besinnung und zur Aktivierung der heiteren Gelassenheit zu nutzen.

Wir verbreiten die Initiative in den sozialen Medien, auf WhatsApp und anderen Kanälen. Teilt sie gerne übermütig und zuversichtlich! So können wir ein phantasievolles Gegengewicht zur herrschenden Stimmung entstehen schaffen und inspirierend wirken.

Corona bedeutet Krone. Wir freuen uns, die Krönungs-Initiative zu starten, welche die gegenwärtige Situation auch als eine Chance ansieht.

Die Initiative geht von Dr. Rolando Schutzbach und Christina Fleur de Lys, Schweiz, aus.

Hier ist Rolando’s Video vom 9.3. 2020:

Alle Infos befinden sich auf www.rolandojoy.net

Mit dem Link CoronaKrönung gibt es vertiefte Infos, Zitate und Inspirationen

Mit dem Link Persönliche Krönung findest du mein Tagebuch und konkrete Tipps und Inspirationen für Freunde

1. Teile die lächelnde Maske 

Teile die Maske so wie es dir von Herzen kommt! In echt, virtuell oder auf deinem eigenen Weg! Bastle deine eigene Maske, mache ein Foto, teile es auf dem Internet und verschicke das Foto zusammen mit dem Text! Gehe damit in die Öffentlichkeit!
Zaubere jederzeit ein Lächeln in dein Gesicht und zeige es!  

Ein Zitat von Robert Betz: „Was bewirkt das Virus in unserem Leben? – Es isoliert viele Menschen, um zu sich selbst zu finden, sich auf das Wesentliche des Lebens zu konzentrieren und es wieder wertschätzen zu lernen.“

Wie sähe es aus, wenn auch in Europa Masken zur Pflicht würden? Wie sähe dann das Strassenbild aus, wie ginge es in den Supermärkten zu? – Und: Wie würde es wirken, wenn die Menschen ein Smilie auf ihrer Maske hätten? Wie schön wäre das doch! Eine Symbol-Handlung der besten Art!

Die Stoiker sprechen von der „premeditatio malorum“. (Vor-Meditation des Schlimmen). Man stellt sich das Schlimme vor, das möglicherweise eintreten wird. Und dann stellt man sich vor, dass man auch in der schlimmen Situation die heitere Gelassenheit bewahren wird.

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2. Der Tag der Stille, der Monat der Stille und des Lächelns

Der balinesische „Tag der Stille“, der Nyepi, wird jedes Jahr als höchster Feiertag in Bali gefeiert. Ein Text aus Wikipedia:

„Nyepi ist der balinesische „Tag der Stille“, des Fastens und der Meditation. Er ist der höchste hinduistische Feiertag und ein allgemeiner Feiertag in ganz Indonesien. Nyepi wird nicht nur auf Bali gefeiert, sondern teilweise auch in anderen Teilen Indonesiens…

Nyepi wird gefeiert am Tag nach Neumond während der Tag-und-Nacht-Gleiche im Frühling (Nyepi 2020 am 25. März).

Nyepi beginnt um 6 Uhr morgens, und dauert bis 6 Uhr morgens des folgenden Tages. In diesen 24 Stunden müssen folgende Regeln streng beachtet werden:

  • Amati lelanguan (keine Festivitäten): absolute Stille, Fasten, keine Vergnügungen jeglicher Art
  • Amati lelungan (Reiseverbot): die Häuser dürfen nicht verlassen werden
  • Amati karya (Arbeitsverbot): es darf nicht gearbeitet werden
  • Amati geni (Feuerverbot): kein Feuer, kein Licht
  • Der gläubige Balinese verbringt den Tag in Meditation (Tapa/Yoga brata).“

Die Assoziation liegt nahe: Corona ist eine Art Nyepi für die ganze Welt. Ob wir wollen oder nicht, werden wir einige der obigen Regeln einhalten. Meditation, Lächeln und Humor tragen dann zur inneren Ruhe bei! 

So gesehen kann diese Situation eine grosse Chance sein!

Wie wäre es, wenn wir den balinesischen Nyepi vom 25. März zum „Globalen Nyepi“, zum Tag der Stille ausrufen und auch so praktizieren würden? 

Wir teilen Lächeln, Humor, Dankbarkeit und Mitgefühl!

Wir können bereits jetzt die Dankbarkeit meditieren. Siehe Meditationen mit Deepak Chopra und Oprah Winfrey auf Youtube: https://youtu.be/JfygUqZxRpQ

3. Noch können wir ohne Maske lächeln! 

Christina Fleur de Lys

Schau in dich, lächle dir zu, dann strahlst du es aus wo immer du bist! Es reicht, dir selber zuzulächeln. Was heisst: Du dir? 

Das sind ja zwei! Bring sie zusammen!  Lächeln ist der kürzeste Weg, sich mit jemandem zu verbinden. Sei eins in dir. In dir ist die göttliche Quelle, sie ist in allem was lebt. So segeln wir Segler auf dem Meer aller Möglichkeiten! 

Wir segeln mit dem Wind, wir segeln gegen den Wind, wir haben flatternde Segel, wir haben prall gefüllte Segel die uns rasch ans Ziel bringen.

„Spiritualität wird normal“ heisst das Ziel. Die Welten müssen sich nicht erst finden, die sichtbaren und die unsichtbaren Welten sind bereits eins. Mit einem Lächeln bringe ich diese Welten in mir zusammen, auch wenn ab und zu die Kluft grösser wird; ein Lächeln zu mir, ein Lächeln zu dir! 

Ein Lächeln als Zeichen der Weisheit, ein Lächeln im Wissen darum, dass das was ist, was scheinbar ist, nicht alles ist.

Ein Lachen, welches Ignoranz in Mitgefühl verzaubert, Distanz in Nähe verwandelt und die Furcht wie eine Seifenblase platzen lässt. 

Lasst uns dieses Lächeln mit und ohne Maske als eine Welle im Meer der Möglichkeiten in Bewegung bringen.

Hinter der Maske bestimmt die innere Haltung die Wahrnehmung und beeinflusst die Befindlichkeit!

Schenke dir ein sanftes Lächeln der Selbstliebe, der Nächstenliebe und des Mitgefühls!

Diese Haltung zeigt sich auf der Maske!

Die Maske wirkt!    

Noch können wir ohne Maske lächeln! 

….

Dr. Rolando Schutzbach und Christina Fleur de Lys

www.rolandojoy.net

Bitte macht Übersetzungen in möglichst viele Sprachen/ stellt Kontakte zu Multiplikatoren her oder schreibt ihnen selbst/ Pflegt das Lächeln, bastelt heitere Masken, versendet Fotos!

Wir sind auch dankbar für Spenden für die Weiterführung der krönenden Initiative. Es gibt viel zu tun! Als Gegengabe schicke ich dir gerne eines unserer Bücher. Z.B. „Inspiriertes Älterwerden“ von Rolando, 20 Fr.

Förderverein für Welt-Philosophie/ Roland Schutzbach:

Raiffeisenbank Bielersee, CH 3232 Ins

Ch46 8083 3000 0075 4850 6

Clearing: 80833

PC 25-5389-7


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Du findest die neuesten Infos über unser Projekt „Krönungs-Initiative“ hier

In der Facebook-Gruppe Freudige Spiritualität setzen wir das Thema fort.

Deine Einträge und Inspirationen in diesem Gästebuch sind willkommen!

Schreibe direkt an uns: joyacademy(at)me.com

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Spiritualität wird normal 5 – Lächeln wir!

In diesem Video lächle ich und erläutere die Philosophie des Lächelns. 😊 Im zweiten Teil berichte ich vom Schweizer Philosophen Zimmermann, der bereits vor 100 Jahren die Bedeutung der Lebensfreude betont hat. Viel Freude damit!

Hier zwei Links zum Gelände in Thielle:

Die offizielle Seite: http://www.die-neue-zeit.ch

Rolando’s inspirierte Seite: http://www.thiellosophie.net

Unten folgt der Text für Freunde, die lieber lesen als ein Video betrachten…


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Du findest häufigere Infos über unsere philosophischen Reiseabenteuer unter Freudige Spiritualität.

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Einige unserer bisherigen Bücher:

– Rolando Schutzbach: Inspiriertes Älterwerden, Bern 2019
– Christina Fleur de Lys: Das Leela-Prinzip, Bern 2010

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Text des Videos:

Lächeln ist eine erfreuliche geistige Disziplin. Es gibt verschiedene Möglichkeiten:
  1. Das Lächeln für dich allein. Du kannst z.B. beim Autofahren lächeln. Oder nach dem Aufwachen. Du zauberst einfach ein Lächeln in dein Gesicht. Wenn du das tust, merkst du gleich, dass sich etwas in deinem Körper und deiner Seele ändert. Die Freude des Lächelns breitet sich in dir aus, sanft, aber spürbar. Du kannst das trainieren und mehrmals am Tag praktizieren
  2. Das Lächeln unterwegs. Lächle wenn du unterwegs bist. Das kannst du auch für dich alleine tun. Du kannst auch Menschen anlächeln, die dir begegnen. Manche werden zurück lächeln, wenn sie auch gerade freudig in der Gegenwart sind. Lächeln ist ein Zeichen von Gegenwärtigkeit. Von freudiger Gegenwärtigkeit.
Freudige Spiritualität ist eine einfache Sache: Ein Bewusstsein der Gegenwärtigkeit, und die Freude darüber. 
Ich erzähle ein wenig von einem Meister dieser Art von Spiritualität: Von Werner Zimmermann.
Er hat z.B. gesagt:
„Ich stehe auf dem Kopf und zapple mit den Beinen“.
Wenn das keine Freuden-Kundgebung ist!
Zimmermann ist der geistige Vater des Naturisten-Geländes Thielle am Neuenburger See, das 1937 gegründet wurde und heute noch den philosophischen Geist der Gründerzeit atmet.
Er war ein strahlender Revolutionär und hat schon vor hundert Jahren sehr viele Ideen des westlichen Denkens auf den Kopf gestellt. Ich habe vor einigen Jahren ein Büchlein über ihn geschrieben und konzentriere mich hier auf den Aspekt der Lebensfreude und des Lichts.
1893 in Lyss bei Bern geboren, schrieb er bereits nach seiner ersten grossen Reise nach USA, mit 28 Jahren, sein grundlegendes Werk „Lichtwärts“. 
Darin geht es um pädagogische Neuerungen, um die Freiwirtschaft, um die Transzendierung der traditionellen Religion, um die freie Liebe, und um die Lebensfreude.
Zimmermann war ein grosser Reisender; er hat vier Weltreisen und viele andere Reisen gemacht, war jahrelang unterwegs und hat darüber zahlreiche Bücher geschrieben. 
Er war nicht nur ein wunderbarer Optimist und Visionär, er war auch ein zäher Kerl, der möglichst viele hohe Berge bestiegen hat: Z.B. den Popocatepetl, mit 5400 m Höhe, in Mexico, den Mount Shasta in Kalifornien, und den Fujijama, den heiligen Berg Japans, mit fast 3800 m.
Diese Besteigung will ich euch etwas näher schildern, denn sie passt zum Thema „Licht“, zum Thema Synchronizität und zum Thema Mut.
1953, auf seiner 3. Weltreise, war Zimmermann wieder einmal im Japan, seinem Lieblings-Land, unterwegs. Er hielt Vorträge an verschiedenen Universitäten. Das war 8 Jahre nach dem Ende des Weltkriegs. Im August 1945 hatten die Amerikaner zwei Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen, und daraufhin hatten die Japaner kapituliert. 
Der Schweizer Künstler GEN hatte sein Kunstwerk „Lichtfunke“ an Zimmermann in Japan gesendet mit der Bitte, es als symbolische Friedenshandlung in den Krater des Fujijama zu werfen.
Zimmermann beschloss daraufhin, den Fuji an seinem 60. Geburtstag, dem 21. Juni, zu besteigen, und den Auftrag auszuführen.
An einem Vortrag an der Universität Waseda erwähnte Zimmermann diesen Plan. Tags darauf erschien ein Bericht in einer grossen Tageszeitung darüber.
Im Juni waren die Schutzhütten am Hang des Fuji noch geschlossen, ausser der Schutzhütte 6, die renoviert wurde.
Als Zimmermann mit seinen Begleitern am Fuss des Berges ankam, erwarteten ihn dort einige Leute von der Presse, die mitkommen wollten. Das hatte auch Vorteile, denn sie konnten ihn mit ihrem Auto bis auf 2200 m Höhe mitnehmen. Von dort stiegen alle zur Schutzhütte 6 auf. Die Wirtin wollte ihn noch von seinem Vorhaben abhalten, aber das bewirkte nichts.
Um Mitternacht begann der Aufstieg mit Taschenlampen, z.T. bei Sturm und Regen. Auf 3200 m brachen die Begleiter von Zimmermann eine Schutzhütte auf, um Feuer zu machen. Die meisten Mitwanderer entschlossen sich, dort zu bleiben, und so hatte Zimmermann für das letzte Stück noch zwei Begleiter, es waren Studenten.
Um 6 Uhr früh erreichten sie den Krater-Rand, und Zimmermann warf den Lichtfunken in den tosenden Sturm. Der Auftrag war erfüllt!
Der Artikel am nächsten Tag in der grössten Tageszeitung machte Zimmermann mit einem Schlag berühmt. Für die Japaner war es wichtig, nach der Niederlage im Krieg lichtvoll ermuntert zu werden. Das Künstler GEN hatte ihm schon geschrieben, dass man in Japan die Symbolkraft des Kunstwerks und dieser Handlung verstehen würde.
Ich würde mal sagen, Zimmermann war ein Held! 
Wir müssen ja nicht gerade Helden sein, und ich z.B. habe gar keinen Ehrgeiz, solche Berge zu besteigen. Es genügt schon, wenn wir lächeln, und uns der Schönheit des Lebens bewusst sind!
In Thielle wird noch heute ein Kultur des Lächelns und der Freundschaft gepflegt, das ist spürbar. Und wir alle können diese Kultur ebenfalls pflegen und damit weiter verbreiten.
In diesem Sinne: Geniessen wir die freudige Spiritualität!
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Spiritualität wird normal 4 – Vernünftige Texte

Ich hab in den letzten Wochen einige meiner vernünftigen Texte gesammelt. Narrosophische, visionäre, lustige Texte aus der Vergangenheit und Zukunft. Aus einem hab ich sogar ein Video gemacht, s.u.

Es ist vernünftig, in einer übervernünftigen Welt die Freude und die Erfüllung zu betonen und zu leben, sie auszudrücken und hinauszuposaunen.

Feiern wir!

Gerne veröffentliche ich einige dieser Texte in einer geeigneten Zeitschrift. Wenn du einen Tipp hast – schreibe mir!

Hier sind die Texte als pdf:

Best of Rolando***


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Spiritualität wird normal 3

Im dritten Video plaudert Christina über die Normalität der Spiritualität. Wir sitzen in einer Bar des Hafens von Valle Gran Rey. Christina lässt sich von den Bildern des Hafens inspirieren. Die bunten Boote am Strand sind für das Meer bestimmt. So sind auch wir Menschen dafür bestimmt, in See zu stechen, unser Potenzial auszuschöpfen.

„Wir sind gelandet in einer Zeit, da sich der Mensch in die Spiritualität hinein entwickelt“, sagt sie. Sie spricht davon, dass wir nun die Ebene des reinen Verstandesdenkens hinter uns lassen dürfen, um zu fühlen, um das Geistige zu verstehen.

Christina wandert durch den Hafen, betrachtet die Natur und die Menschen. Sie will Fussspuren hinterlassen mit ihrer Freude und Begeisterung. Es gelingt ihr!


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Purple Gerhard, Gomera Street Band

Begegnung mit Gerhard Purple Rauscher

Ich habe Gerhard Rauscher bereits in einem Blog erwähnt. Gerhard ist ein Mitglied der Gomera Street Band; seit einem Fahrrad-Unfall vor 11 Jahren ist er im Rollstuhl unterwegs. Seine Freunde nennen ihn Purple.

Er spielte damals Querflöte und andere Instrumente. Heute singt er mit bei den Auftritten der Band – und er singt nicht nur mit, er singt auch Solo! Mein Video belegt es; da singt er „Stand by me“, und das Publikum singt und schwing mit.

Ich berichte genauer:

Am Samstag, 8.2. 2020, pilgerten wir wieder zur Playa, um unsere geliebte Gomera Street Band zu sehen.

Gegen Ende des Abends kam Purple in seinem Rollstuhl in die Mitte; er hatte ein Mikrofon und einen Lautsprecher.

Christina und ich sassen hinter der Band und konnten nicht gut hören.

Das Lied „Stand by me“ hat für uns eine besondere Bedeutung, denn es war das erste Lied, das wir bei unserer Ankunft in Spanien im Jahr 2005 von einem Strassenmusiker hörten (David, der auch heute noch strassenmusikalisch unterwegs ist). Es war und ist unser symbolisches Lied für die gegenseitige Solidarität.

Als nun Gerhard mit Unterstützung der Band und des Publikums dieses Lied intonierte, folgte ich meinem Impuls und filmte den letzten Teil. Gerhard summt dort so lieblich, und das Publikum ebenso.

Das hat mich sehr berührt, denn für ihn hat wohl die Solidarität eine besondere Bedeutung. Das war Community pur!

Am nächsten Morgen fragte ich mich, ob ich wohl dieses Video veröffentlichen dürfe. Ich hatte Gerhard bisher nicht persönlich kennen gelernt.

Um ca. 11.30 – es war Sonntag – schlug Christina vor, zum Sonntags-Markt zu wandern, denn dort trifft sich das bunte Feld, es gibt Musik und schöne Dinge.

Wen sehen wir auf dem Weg, an der Kreuzung hinter Borbalan? Das ist Gerhard! Ich springe über die Strasse, stelle mich vor. Er kennt mich vom Sehen und Hören, denn bereits mehrere Male habe ich mit meiner von selbst wohltönenden Cassotto-Melodika in der Band mit kreiert.

Ich erzähle von dem Video und frage ihn, ob er einverstanden ist, ihn zu publizieren. Er ist es. Christina kommt dazu. Wir erzählen ihm, dass wir von seinem Unfall schon gehört haben.

„Es ist das Beste, was mir passieren konnte!“ sagt er.

„Ja wirklich, das war nötig!“ Wir sind ein wenig baff, aber kommentieren nicht.

Wir fachsimpeln über WhatsApp, und ich biete ihm an, diese coole App bei ihm auf dem Smartphone zu installieren. Da er auch gerade auf dem Weg zum Markt ist, verabreden wir uns fürs Café dort oben. „Wahrscheinlich bist du schneller als wir“, scherze ich. Und in der Tat: Seine Geschwindigkeit mit dem elektrischen Rollstuhl ist 6,1 km/h.

Ich warte auf ihn im Café und schlage vor, dass wir uns in eine stille Ecke verziehen, hinten dran, sonst hören wir nichts wegen der schon laufenden Live-Musik. Ich zeige ihm das Video, und besonders gefällt ihm, wie die Leute mitsingen. Das mit dem WhatsApp funktioniert leider wegen Strom-Knappheit nicht. Aber Gerhard erzählt mir noch ein bisschen:

Er war damals mit dem Fahrrad unterwegs von El Guro zur Gomera Street Band, die es ja bereits seit 2003 gibt. Der schwerverletzte Mann wurde mit einem Helikopter nach Teneriffa geflogen. Er war halb im Koma und nahm fast nichts wahr. Dort konnte man ihm nicht helfen, und seine Freunde auf Gomera und in Erlangen, seiner Heimatstadt, traten in Aktion. In Erlangen wurde ein Benefizkonzert organisiert, es kamen 12000 Euro zusammen, die für einen Spezial-Rückflug nötig waren. In Deutschland wurde er sozusagen wieder zusammengeflickt; es dauerte Jahre, bis er wieder sprechen konnte.

Er erzählte von Erfahrungen mit seinen Pflegern und Pflegerinnen, von denen er sich teilweise wieder trennte, wenn die Chemie nicht stimmte.

Er kommt jeden Winter für einige Wochen nach Valle Gran Rey, um mit seinen Freunden von der Gomera Street Band zu musizieren und das freie Leben zu geniessen.

Die Pfleger und Pflegerinnen auf Gomera hieven ihn beispielsweise nachts ins Bett – etwa 100 kg nach eigener Aussage. Und sie sind so nett, dies auch noch nach 23 Uhr zu tun, wenn er nach dem Song „Stand by me“ oder anderen Liedern um diese Zeit nach Hause kommt.

Ein strahlender Mann, ich sag es euch! Einer der sein Schicksal gepackt hat, voller Dankbarkeit und Positivität. „Ich bin dankbar, ich bin dankbar! Es genügt doch, wenn wir nett, freundlich und wohlwollend sind!“ Wenn das nicht Spiritualität ist!

Im Café beim Markt geht inzwischen die Post ab, denn jeder kann dort auftreten, musizieren, oder was auch immer. Nach einer halben Stunde erscheint dort Gerhard; ein Mikrofon und ein Lautsprecher sind vorhanden, und er singt für die Gemeinde. Wie schön!

Lieber Purple, die Begegnung mit dir hat mich sehr berührt, und ich wünsche dir von Herzen weiterhin viele Menschen, die verstehen, was „stand by me“ bedeutet.

Wir werden uns sicher noch mal sehen in den nächsten Tagen, und dann werden wir fragen: What’s up? Oder WhatsApp? Oder singen wir zusammen auf der Strasse? Meine Ukulele und Melodika kann ich bringen…

Fotos: Horst Piegeler

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Das begeisternde „She’s got it – Venus“ der Band vom selben Abend:


Weitere Blogs und Filme über La Gomera findest du hier

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Spiritualität wird normal 2

In diesem Live-Video vom 8. Februar stelle ich am Anfang einige philosophische Fragen. Ich schildere einige Aspekte der weltweiten Bewusstseins-Bewegung – z.B. die Stimmvolk-Bewegung in der Schweiz, und die Inspirationen von Deepak Chopra.

Im zweiten Teil berichte ich vom inspirierten Leben auf La Gomera, von der Freiheit, von der Gomera Street Band, von der Konkreativität und der sozialen Kunst.

Am Schluss singe ich noch ein Lied und fordere zum Mit-Feiern auf…