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Rückblick auf das Event vom 29.12.

Rückblick auf das Event der inspirierten Älteren

  1. 12. 2018 in Ins, Schweiz

Motto für das Treffen: Wie werde ich zum Energie-Beweger?

Wir trafen uns im Chartres-Labyrinth des Schlössli Ins. Wir gingen, jeder für sich, schweigend ins Zentrum. Dort verwandelten wir uns in Energie-Beweger, begannen zu singen, und hüpften beschwingt wieder aus dem Labyrinth heraus.

Im Kursraum berichtete Rolando von seinem Buch-Projekt und betonte die Wichtigkeit der Pflege von Freundschaften.

In dem anschliessenden Sharing erzählten wir uns gegenseitig von unserem inneren Prozess auf dem Weg zum Energie-Beweger. Es war sehr bewegend und ermutigend!

Nach diesem sehr schönen und innigen Treffen sprachen wir auch über die Möglichkeit, lokale Gruppen von inspirierten Älteren zu gründen.

Rolando’s Rückblick:

Ein Text inspirierte uns besonders (aus dem Buch „From Age-ing to Sage-Ing“, von Zalman Schachter-Shalomi):

Ältere Initiationsriten trennen formell unsere Bindungen an die Ziele des mittleren Lebens und ersetzen sie durch die Freiheit und die grösseren Themen der Ältesten. In einer Zeremonie, an der Familie und Freunde teilnehmen, feiern die Japaner zum Beispiel ihren 60. Geburtstag, indem sie spezielle rote Gewänder tragen, die ihren neuen Status als Älteste verkünden. Die Kleidung weist auf Befreiung von sozialen Verpflichtungen und auf die Rückkehr zur Unschuld und Freiheit der Kindheit hin. 

In der jüdischen Tradition gibt es eine Zeremonie, um die Hochzeit des letzten Kindes zu feiern. Die Zelebranten bilden einen Kreis um die Mutter, die in der Mitte auf einem thronartigen Stuhl sitzt. Dann setzen sie ihr eine goldene Papierkrone auf und tanzen um sie herum. Sie singen triumphierend: „Spielt, Musiker, spielt, und macht einen fröhlichen Klang! Tanze, Tante und Onkel, tanze um Mama herum, die ihre Arbeit beendet hat. Der/die jüngste ist verheiratet, ja, der/die jüngste ist verheiratet!“ Diese freudige Zeremonie erkennt an, dass die Geburts- und Erziehungszeit einer Frau erfolgreich abgeschlossen ist, dass sie Respekt verdient für diese Leistung und den Beginn ihrer Weisheitsjahre. Wenn wir Lebenspassagen wie in diesen beiden Beispielen ritualisieren, stärken wir öffentlich unser Engagement, auf neue Weise zu wachsen.

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Event 29. 12. in Ins

Meine Sammlung zum Inspirierten Älterwerden befindet sich hier.

Event 29.12. 2018

Das Event findet statt! Hier ein Video zur Inspiration, im Labyrinth von Rolando spontan gedreht. Weitere inspirierte Menschen sind willkommen!

Einladung zum Thema „Das Jetzt kennt kein Alter“! – und trotzdem: Ein Jahr geht zu Ende, ein Neues beginnt.

Erfrischende Erfahrung im Labyrinth mit Reflexion zum Jahresausklang und Inspiration für das Neue Jahr.

Inspirierte Ältere kommen zusammen!
Ab 50 bist du qualifiziert!

Termin: Samstag, 29. 12. 2081, 14 bis 17 Uhr

Orte: Rosenhofpark und Bärwolfhaus, Schlösslin Ins, 3232 Ins

Wir treffen uns kurz vor 14 Uhr im Eingangsbereich des Rosenhofs (Kirchrain 25 in Ins). Das wunderbare Labyrinth im Park entspricht exakt dem Labyrinth der Kathedrale in Chartres.
Anschliessend spazieren wir zum Bärwolfhaus, ca 200 m entfernt.
Dort werde ich musikalische und philosophische Anregungen geben.
Danach tauschen wir uns im Kreis aus.

Beitrag: 30.- Fr/ Bei zwei Personen, gemeinsam 50.- Fr.
Frühbucher-Rabatt bis zum 20. 12. 2018: 5 Fr. pro Person.
Anmeldeschluss: 27. 12. 2018

Bitte anmelden per Mail oder Telefon 079 654 5901; das Event findet ab 6 TeilnehmerInnen statt.

Ca. jede halbe Stunde gibt es einen Zug von/ nach Bern. Fussweg vom Bahnhof Ins zum Schlössli: Ca. 12 Minuten

Hier findest du das Exposé meines entstehenden Buches, incl. ein Video von mir.

Weitere Infos auf http://www.rolandojoy.net

Dieses Mail geht auch an Freunde, die wegen der Entfernung wohl nicht kommen können. Aber sie können jetzt und später auf der Webseite rolandojoy nachschauen, welche Inspirationen wo und wie herumschwirren :-), und vielleicht ein Video betrachten.

Nächster Termin für ein inspiriertes Treffen zum Thema Dritter Frühling: Save the Date: 06. 04. 2019. Ausserdem gibt es eine Lesung aus meinem Buch im Generationenhaus in Bern im April 2019. Infos werden folgen!

Rolando

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Bildschirmfoto 2018-12-12 um 20.01.40

 

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Exposé meines Buches

Inspiriertes Älterwerden – Das Jetzt kennt kein Alter

  1. Video
  2. Text

Exposé

Mein Buch ist eine Inspiration und ein Arbeitsbuch.

Ich praktiziere seit dem Jahr 2015 die Kunst des inspirierten Älterwerdens. Ich habe Gesprächskreise gegründet, die auch heute noch weiter zusammenkommen. Ich habe quicklebendige Ältere interviewt und bringe diese Gespräche in meinem Buch. Ich habe grundlegende Literatur studiert und fasse sie zusammen.

Mein Buch enthält zahlreiche Tipps, Übungen und Erfahrungsberichte.

Ich bringe mich auch persönlich ein, denn in einem Kreis von inspirierten Älteren wird die Kunst gepflegt, von sich selbst in der Ich-Form zu berichten.

Im Zentrum meiner Arbeit steht die Idee des „Ältesten“ – eines älteren Menschen, der eine gewisse Weisheit entwickelt hat und dadurch positiv und inspirierend auf seine Mitmenschen wirkt. Eines Menschen, der bewusst und freudig sein Leben geniesst und gestaltet.

Das Altwerden hat bei uns im Westen den Nimbus des Abgestandenen und Nutzlosen. Diesen Nimbus will ich umkehren und die positive Seite des Alterns betonen. Wir können die Welt inspirieren!

Wir haben als ältere Menschen mehr Zeit, müssen nicht mehr schreiende Kinder beruhigen, brauchen uns nicht dem Stress des Berufes aussetzen.

Vielmehr dürfen wir tun, was uns Spass macht: Reisen, Musizieren, Enkel verwöhnen, Bücher schreiben, Lachen, Singen, Tanzen, Gestalten, Malen, Gärten pflegen, Häuser umbauen, Zelte aufstellen.

Neuere Forschungen besagen, dass Altern umkehrbar ist. Sie weisen darauf hin, dass Altern zu einem grossen Teil ein mentaler Prozess ist, eine sich selbst erfüllende Prophezeiung mit der Botschaft: Sicher werde ich jetzt immer schwächer, ich verliere meinen Schwung, ich werde nicht mehr gebraucht, ich sollte mich zurückziehen.

Wenn wir diese Prophezeiung umkehren, dann werden wir jünger! Das erlebe ich an mir selbst, und das habe ich im Gespräch mit vielen inspirierten Älteren gehört.

Der Untertitel „Das Jetzt kennt kein Alter“ steht im Zusammenhang mit der jahrhundete-alten Weisheit, dass es am meisten Freude macht, im gegenwärtigen Moment zu leben. Es macht nicht nur Freude, sondern es ermöglicht grosse Lebens-Fülle. Als ältere Menschen haben wir mehr Möglichkeiten, diese Fülle zu verwirklichen.

Ich schreibe auch über folgende Themen:

Der Bewusstseinsprozess des Älterwerdens

Ältere Menschen als Botschafter des Glücks

Auseinandersetzung mit Sterben und Tod

Vermächtnis für die Nachwelt

Lebensrückblick und Projekte

Belebung der Sozialkontakte und der Familie

Wir können mit Gleichaltrigen einen vertrauensvollen Gesprächskreis gründen. In dem Buch gebe ich Tipps dazu, und in der Zukunft werde ich Kurse zu diesem Thema anbieten.

Das Buch ist auch für Jüngere geeignet, denn Inspiration tut allen gut.

Mach dich also auf ins Land der Inspiration, der Lebensfreude, der genussvollen Anwesenheit im Augenblick!

Erfinde dich neu; nimm dir Zeit! Geniesse die Stille, das Nichts-Tun, die Freundschaften und Beziehungen!

Entdecke neue oder alte Potenziale und experimentiere damit!

Liebe dich selbst so wie du bist!

Betagt sein wird vertagt 

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Zwischenbericht Älterwerden

Zwischenbericht Inspiriertes Älterwerden

Im Jahr 2011 habe ich Folgendes geschrieben:

Die neue Zeit ist die Zeit des Jubels, des immerwährenden Jubelns, der Lebensfreude und Erfüllung. Diese Zeit naht sich in kräftigem Tempo, und sie ist schon da. Es ist die Zeit der nächsten Stufe der menschlichen Entwicklung. Sie beginnt beim Einzelnen, setzt sich fort in der Familie und Gemeinschaft, realisiert sich im Staat und breitet sich schliesslich auf dem gesamten Planeten aus.

Es ist die Zeit der ungezwungenen Herzenskultur. Jeder Mensch hört auf sich selber, lernt bei sich selber, wird zum sonnigen, zum befreiten Menschen. Die Religion der neuen Zeit ist eine Nicht- Religion, denn sie basiert auf dieser Freiheit jedes einzelnen. Somit ist auch keine Kirche, sind keine Rituale mehr nötig und möglich. Die neue Religiosität ist spürbar und verwirklicht sich in der Begegnung zwischen den Menschen, in der Einsamkeit der Natur, in den sozialen Gestaltungen.

Die Gesellschaft ist Ausdruck dieser Religion der Freiheit; ihre Einrichtungen – der Zins, das Kapital, die Schulen, die Politik – drücken den Geist der Freiheit und Liebe aus.

Heute, im Jahr 2018, gilt dies für mich immer noch in voller Fülle. Das Feld ist stärker geworden; immer mehr Menschen wachen auf, entdecken ihre eigene Freude, ihre Fähigkeit zum Glücklichsein.

Mein Projekt „Inspiriertes Älterwerden“ setzt meine Visionen von damals fort. Ich verfolge die Idee, dass ältere Menschen sich selbst ermächtigen zu Botschaftern des Glücks, dass sie sich zusammentun, dass sie in der Gesellschaft eine neue, inspirierende Aufgabe übernehmen.

Ich habe mit dem Projekt vor einigen Jahren begonnen; ich habe Interviews mit aufgeweckten Altersgenossen geführt. Diese Menschen zeigen, dass inspiriertes Älterwerden möglich ist. Dass es möglich ist, sich neu zu erfinden und die älteren Jahre sozusagen triumphierend zu gestalten.

Meine Leser und meine Kursteilnehmer sollen Menschen sein, die ebenfalls diese Vision einer neuen Zeit sehen, und die sich aktiv auf den Weg machen wollen.

Einer meiner philosophischen Inspiratoren, Werner Zimmermann, hat einmal gesagt: „Ich fordere das Höchste“.

Ich gehe einen Schritt weiter und sage: Ich lebe das Höchste.

Ich nehme damit auch Bezug auf Interviews, die mit Sterbenden in den letzten Jahrzehnten geführt worden sind. Ein weltweit beachtetes Buch stammt von Bronnie Ware: Fünf Dinge, die Sterbende am meisten bereuen. Nummer eins dieser Themen war: „Ich wollte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben –  und nicht das Leben, das andere von mir erwarteten.“

Gerade hier liegt der Punkt! Deshalb erlaube ich mir, ein jubelndes Leben zu leben. Mit der roten Nase auf die Strasse zu gehen, andere zum Jubeln zu verführen, Life-Videos zu posten, mit steigender Begeisterung und ungehemmter Lust.

Das fünfte Versäumnis: „Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein.“

Dann sag ich: So ein Spass! Wonderfull! Geniesse, geniesse!

Du findest das aktuelle Manuskript plus einige ungeordnete Inspirationen hier: https://rolandojoy.net/die-narro-sophische-ausbildung/IMG_6236

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Inspiriertes Älterwerden

Inspiriertes Älterwerden

Betagt sein wird vertagt 

Ich werde langsam älter, ich gebe es zu. Mit Jahrgang 1948 bewege ich mich in eine Region, die man als „etwas älter“ bezeichnen darf. „Betagt sein“ habe ich vertagt.

Meinen 70. Geburtstag im September 2018 habe ich mit einem grossen Fest gefeiert. Die Inspirationen blühen und ich zelebriere mein Leben.

Mit dem Thema des inspirierten Älterwerdens befasse ich mich seit einigen Jahren. Seither organisiere ich Zusammenkünfte, lese entsprechende Bücher und tausche mich mit Freunden und Freundinnen aus.

Was ich von inspirierten Altersgenossen höre, ist etwa Folgendes:

„Ich bin ein Glückskind, und ich bin dankbar“.

„Ich lebe viel intensiver, da meine Lebensspanne kürzer wird“.

„Ich geniesse meine neue Freiheit“.

Ich habe die Idee des „Inspirierten Älterwerdens“ in unserem Paradiesesgarten verbreitet. In diesem Garten gibt es seit jeher eine schöne Konzentration von ungewöhnlichen älteren Menschen: Ein 95-Jähriger spielt noch ziemlich gut Tischtennis, ein 75-Jähriger jongliert gekonnt, und ältere Damen tänzeln in der Disco.

Aber wir haben auch behinderte Alte, die im Rollstuhl durchs Gelände rollen und uns anlächeln. Es gibt in diesem Biotop zahlreiche Familien, kleine Kinder, PhilosophInnen, gewöhnliche Menschen – ein buntes Gewimmel von bis zu 1500 Leuten an einem Sommer-Sonntag.

Im Zentrum meiner Arbeit steht die Idee des „Ältesten“ – eines älteren Menschen, der Weisheit entwickelt hat und dadurch positiv und inspirierend auf seine Mitmenschen wirkt. Eines Menschen, der bewusst und freudig sein Leben geniesst und gestaltet.

Das Altwerden hat bei uns im Westen den Nimbus des Abgestandenen und Nutzlosen. Diesen Nimbus will ich umkehren und die positive Seite des Alterns betonen. Wir können die Welt inspirieren!

Wir haben als ältere Menschen mehr Zeit, müssen nicht mehr schreiende Kinder beruhigen, brauchen uns nicht dem Stress des Berufes aussetzen.

Vielmehr dürfen wir tun, was uns Spass macht: Reisen, Musizieren, Enkel verwöhnen, Bücher schreiben, Lachen, Singen, Tanzen, Gestalten, Malen, Garten pflegen, Häuser umbauen, Jurten aufstellen.

Neuere Forschungen besagen, dass Altern umkehrbar ist. Sie weisen darauf hin, dass Altern zu einem grossen Teil ein mentaler Prozess ist, eine sich selbst erfüllende Prophezeiung: Sicher werde ich jetzt immer schwächer, ich verliere meinen Schwung, ich werde nicht mehr gebraucht, ich sollte mich zurückziehen.

Wenn wir diese Prophezeiung umkehren, dann werden wir jünger! Das erlebe ich an mir selbst, und das habe ich im Gespräch mit vielen inspirierten Ältesten gehört.

In den USA schrieb Rabbi Zalman Schachter-Shalomi 1997 sein revolutionäres Buch „From Age-ing to Sage-ing“ (vom Alt-Werden zum Weise-Werden) und löste damit eine wahre Volksbewegung der älteren Generation aus. Es entstanden Institute für Weiterbildung in den verschiedenen Bereichen des Älterwerdens. Eine Autorin schrieb Bücher über die richtige Art, der Welt sein Vermächtnis zu hinterlassen, andere Autoren befassten sich mit der Gesundheit. Das steckte mich an.

Im Anschluss daran interviewte ich verschiedene Freunde über ihre Erfahrungen mit dem Älterwerden, und war sehr bewegt. Was für ein Reichtum, was für eine Positivität:

•Eine 77-jährige Dame machte mit 75 noch eine neue Ausbildung und  praktiziert das Gelernte bereits.

•Ein 75-jähriger Herr behält mit Jonglieren seine Leichtigkeit und stärkt seine Gesundheit.

•Eine Frau ist nach dem Tod ihres Mannes zu ganz neuen Ufern aufgebrochen.

Viele meiner Gesprächspartner betonten, dass sie als alte Menschen noch nie so viel Freiheit hatten wie heute.

Sicher können wir auch im deutschen Sprachraum eine „Volksbewegung der inspirierten Ältesten“ auslösen!

Das wird wunderbar, und es wird heilend wirken.

Besser noch am Lebensabend aufwachen

  als durchschlafen.

                  (Hinrich)

Ausgewählte Antworten auf die Frage: Was erlebst du mit steigendem Alter neu? Wie gehst du damit um?

„Je älter ich werde, desto frecher werde ich. Ich bin weniger scheu, ich ziehe mich nicht gleich zurück, ich habe nicht so Angst vor Ablehnung. Ich liebe mich mehr. Das ist schon sehr inspirierend. Ich habe gewisse Entscheidungen getroffen – z.B. vorwiegend das zu machen, wozu ich Lust habe. Ich habe wirklich mehr Raum unter den Flügeln, ich habe mehr Luft. Nach und nach sind alle diese Verpflichtungen weggefallen.

Die Lebensverpflichtungen haben mich sehr eingeengt und einen inneren Druck erzeugt, und sie fallen jetzt weg. Nun kann sich der Reichtum ausdrücken. Das ist sehr inspirierend.“

„Ich erlebe eine neue Lebensfreude im Alter – eine Erweiterung in jeder Hinsicht. Auch der Körper reagiert darauf: Er wird gesünder, beweglicher. Natürlich wird er auch älter, und da gibt’s auch Einschränkungen, die sich melden. Wenn ich mich aber viel geistig und körperlich bewege, dann wirkt sich das sehr günstig auf den Körper aus. Meine Gesundheit ist viel besser geworden. Ich fühle mich jünger und gesünder als in meiner Jugend und führe es darauf zurück dass ich 100 % Verantwortung übernommen habe für mein Leben. Für alle Themen, die in meinem Leben sind. Das ging nicht einfach nur so. Es steckt viel Arbeit, viel Disziplin, viel Weiterbildung dahinter, so dass sich das Ganze dann wandeln konnte.

Eigentlich kann es jeder selber schaffen. Man kann sich alle Hilfen holen. Heute gibt es so viele wunderbare Hilfen. Ich habe relativ jung schon mit Psychotherapie begonnen, weil ich eine schwierige Ausgangssituation aus der Jugend hatte. Ich habe mich dann weiter interessiert, denn alles hat sich ja sehr verändert. Es gibt so viele gute Therapiemöglichkeiten, da bin ich immer weiter gegangen. 

Ich war verheiratet, ich habe zwei Söhne. Nach der Trennung habe ich begonnen, mich aktiv für spirituelle Themen zu interessieren. Philosophische Themen haben mich schon immer angezogen, z.B. auch C.G. Jung. Die Spiritualität war neu für mich. Den Durchbruch habe ich in den 90er-Jahren gemacht mit Jack Spezzano.“

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Was ist Avant-Garde?

Was ist Avant-Garde?

Ein älterer Herr im Café in Chiang Mai stellte heute morgen fest, dass in Thailand die Avant-Garde fehle. Dieser Herr aus Holland ist Musiker, Produzent und vieles mehr.

Ich kann ihm Recht geben. Es fehlen die Museen für moderne Kunst und die intellektuellen Diskussionen.

Dafür gibt es hier viel Hingabe, devotionales Singen der Mönche, Verehrung und vieles mehr.

Wir haben letztes Jahr in Bilbao, Spanien, das Guggenheim-Museum für moderne Kunst besucht. Dort gab es haufenweise Avant-Garde. Oft interpretierten die Künstler ihre Kunst in spirituellem Vokabular. Allerdings machte die Kunst auf uns eher einen pessimistischen, oft sogar niederdrückenden Eindruck. Wir kamen sozusagen platt heraus. Wir fühlten uns nicht gehoben, sondern niedergewalzt. Das war also Avant-Garde.

Was ist also wirklich Avant-Garde? Auf Englisch sagt man „Cutting Edge“ (gemäss Google „Innovativ, auf dem neuesten Stand“). Ist dieser oder jener Philosoph noch immer Cutting Edge? Hat er immer noch die Nase vorn, sozusagen, wie die Avant-Garde? Ist er oder sie noch führend, hat er uns noch was Neues zu sagen?

Gehen wir mal davon aus, dass Eckhart Tolle für bestimmte Leute „Cutting Edge“ ist. Eckhart hat mal so köstlich auf Youtube ausgedrückt, dass die Leute ihn häufig fragen: Hast du nicht was Neues? Du hast doch schon vor 10 Jahren gesagt, dass es erleuchtend ist, im Jetzt zu leben.

Aber eben: Er sagt nichts Neues. Im Jetzt zu leben ist einfach cool. Das spürt man, wenn man ihn sieht.

Die echten – oder unechten?- Avant-Gardisten wollen das nicht wahrhaben. Sie denken oft, dass eine Sache um so avantgardistischer ist, je sinnloser sie ist. Oder je engagierter, leidenschaftlicher und kämpferischer sie ist.

Mein Gesprächspartner von heute morgen sagte mir, dass er sich immer schnell langweile auf seinen Reisen. Deswegen wird er bald nach Laos und dann nach Japan weiter ziehen. Es ist ihm in Asien oft langweilig, weil es – wie bei Tolle – nichts Neues gibt. Seit Jahrtausenden meditieren die, pflegen die Ehrfurcht und die Dankbarkeit. Wie langweilig!

Gehen wir noch eine Stufe weiter. Christina und ich studieren seit Jahrzehnten die für uns „echte Avantgarde“. Das sind die spirituellen Lehrer wie Chopra, Tolle, Walsch, Hoppe. Das ist das Lachen, das uns in den genussvollen, herrlichen Augenblick bringt. Das ist die bedingungslose Liebe.

Und wir bekommen täglich aus dem weltweiten Netz ca. 5 Angebote von Inspiratoren, die uns anregen wollen, unsere Konditionierungen zu verlassen und ganz in die Fülle zu gehen.

Dann sagen wir häufig: Das wissen wir alles schon, und das praktizieren wir täglich. Wo ist also das grundsätzlich Neue?

Ich wiederhole mich mit Tolle: Das braucht es nicht. Die Zeit bleibt stehen, wir brauchen keine Lehrer oder Lehren, wir brauchen keine Veränderung, wir sind tief berührt wenn die thailändischen Mönche singen, wir geniessen die Überraschungen, wir kreieren ohne zu kreieren, wir erleben uns selbst als Schöpfer.

St. Germain – alias Geoffrey Hoppe – hat es kürzlich wunderbar auf den Punkt gebracht, als er über den Schöpfer sprach. (www.crimsoncirlce.com) Er sagte, der Schöpfer habe keinen Plan gehabt. Die Schöpfung sei aus einem kreativen Lach-Anfall entstanden. Hahahahahahaha! Klingt gut! Avant-Garde! Cutting Edge! Lachen wir!