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Dulce de Leche

Glücks-Begegnung am Meer

„Merengue, Merengue, Merengue!“ tönt es schon von weitem am Strand von Progreso. „Merengue!“ (Schneller und lauter werdend) „Merengue, Merengue, Merengue“! Der Mann kommt näher. So laut und schnell hat noch keiner seine Ware angepriesen. Was wird daraus?
Vorhin, als wir am Strand entlang schlenderten, wurden wir bereits alle 20 Sekunden angesprochen von den Bediensteten der Bars und Restaurants. Beim 15. Mal teilte ich einem netten Herrn mit, er sei somit Nummer 15, und nein, wir wollten noch immer nichts essen oder trinken.

Nun kommt also der Merengue-Herr des Wegs. Ich sitze allein auf einem Plastik-Stuhl, niemand ist sonst hier, und Christina tummelt sich im Wasser.
Der Herr bleibt vor mir stehen. Ein Auge ist ständig geschlossen.
„Wir sollten doch glücklich sein“, sagt er. „Mit einer süssen Merengue würden Sie noch glücklicher, und Sie würden auch mich noch glücklicher machen.“
„Ich nehme keine Süssigkeiten“, sage ich.
„Ich habe auch Dulce de Leche, das enthält fast keinen Zucker“, entgegnet er.
All seine Habe befindet sich auf einem grossen Tablett, das er auf dem Kopf balanciert. Dazu hat er eine Art Klapptisch dabei, den er nun aufstellt, um das Tablett darauf zu positionieren.
Aber es scheint ihm auch um die Philosophie des Glücks zu gehen.
„Wissen Sie, ich bin glücklich“, sagt er, „ich bin wirklich glücklich. Ich brauche nicht mehr als was ich habe. Gott ist auf meiner Seite. Wir sind einerseits so klein, wir sind bedeutungslos, die Erde ist ein winziger Punkt im All. Und andererseits sind wir Götter auf Erden, wir sind Ebenbilder Gottes.
Es wird gesagt, dass der Papst der Stellvertreter Gottes auf der Erde sei, sozusagen Gott auf Erden. Aber das macht keinen Sinn. Jeder von uns ist ein Gott auf der Erde.“

Er zitiert die Bibel und weist darauf hin, dass in den „Sprüchen“ viel Weisheit zu finden sei – auch über das Lachen. „Das Lachen stärkt die Seele und den Körper“, zitiert er.

Zum zweiten Mal begegne ich einem „armen“, glücklichen Menschen am Meer. Die Situation erinnert an unsere Begegnung mit Hanna am Strand von Arambol, Goa, im Jahr 2010. Hanna hatte einige Tücher über ihrem Arm und versuchte, sie zu verkaufen. Auch sie erzählte uns unaufgefordert von ihren Glücksgefühlen.

Inzwischen habe ich mich entschlosssen, ein Dulce de Leche zu kaufen. Das macht ihn sichtlich glücklich. Christina ist inzwischen dazu gekommen, und unser Verkäufer berichtet uns nun von seiner politischen Philosophie:
„Russland ist keine Weltmacht mehr, Grossbritannien ist keine Weltmacht mehr. Bleiben nur die USA, aber sie werden von niemandem geliebt. Ich denke, die USA werden sich mit dem Vatikan zuammentun.“
Der Mann hat sich viele Gedanken gemacht. Es wird mir nicht klar, ob er Christ oder Freigeist ist.
Wir haben heute einen Tagesausflug von Merida an die Nordküste von Yucatan, Mexico, unternommen. Ein hübsches Hotel liegt direkt am Strand, mit einer Terrasse über dem Meer, wunderbar. Hier werden wir nächste Woche ein paar Tage verbringen – wenn das Wetter gut ist. Denn in den letzten Tagen hat es häufig geregnet, und die Temperatur ist etwas gesunken.
Wenn wir zurück kommen, werden wir vielleicht noch weitere philsophische Gespräche mit unserem Strandverkäufer führen! Und Dulce de Leche geniessen – die Süsse des Lebens!

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Jumping – Auf dem Sprung – casí volando

Wir sind auf dem Sprung nach Kalifornien – we will jump to California tomorrow – estamos volando por California mañana.

Route: Los Angeles, Laguna Beach, Los Angeles, San Francisco, Santa Rosa

Und viele Improvisationen dazwischen – y muchas improvisaciones en la ruta – and lots of improvisations.

Highpoints: At a congress in Los Angeles on 8th November we will learn from Bruce Lipton and Gregg Braden.

At Laguna Beach we will meet laughter yoga master Jeffrey Briar, and we will play piano together 🙂

In Santa Rosa we will meet Steve Bhaerman, the word artist and laughter philosopher http://www.wakeuplaughing.com

Happy travels to us! Glückliche und sichere Reise wünschen wir uns! Feliz viaje con muchas aventuras a nosotros, los mensajeros de la alegría de la cuarción cuántica!

Photo: With our wonderful friends in Spain, Oct. 2013

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Kleine narrosophische Fotosammlung

Dies ist eine kleine Sammlung der wunderbar künstlerisch verzierten narrosophischen Fotos für mein narrosophisches Büchlein.
A little collection of foolosophical artwork
Una pequeña colección de arte graciosófica

Fotos: Christina Fleur de Lys
Das Künstlerteam:
Que Zhinin/ Carmen Páez/ Mario Ramos
Cuenca, Eduador

IMG_0869 IMG_0868 IMG_0866 - Arbeitskopie 2 IMG_0865 IMG_0864 IMG_0863 IMG_0862 IMG_0861 - Arbeitskopie 2 IMG_0860 Bildschirmfoto 2013-06-12 um 17.32.54

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In Memoriam

In Memoriam

Der folgende Text ist inspiriert von den Gedanken meines Vaters. „Zufällig“ stiess ich auf seine Aufzeichnungen; wunderbar, was er geschrieben und gedacht hat!
Ich poste und kommentiere einen Text mit dem Titel „Das kommende Jahrhundert“.
Er entstammt einer Sammlung aus seinen Tagebüchern, die er in Sütterlin-Schrift (der alten deutschen Schreibschrift) verfasst hat. Diese Texte wurden von einem heldenhaften Familienmitglied vor gut 10 Jahren auf den Computer übertragen und sind somit nun für uns alle lesbar.
Mein Vater wurde 1908 geboren und starb bereits 1966. Vielleicht erzähle ich ein ander Mal von seiner Krankheit und seinem Tod; ich war damals 17.
Die meisten Texte entstammen den Jahren 1929 – 1933. Ich vermute aber, dass der Text über das kommende Jahrhundert später entstanden ist, denn Marzell bezieht sich bereits auf den Existentialismus, der in den 40-er Jahren entstand.
Seine Erkenntnisse in Bezug auf die neue Physik sind absolut aktuell bzw. werden immer aktueller.

Ich zitiere und kommentiere einige Stellen. Du findest den ganzen Text dann im Anhang als Scan.

„Lange Zeit hat die Naturwissenschaft geglaubt, die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind. Die neue Phsyik zeigt, dass der Mensch durch die Beobachtung der Dinge diese auch verändert. Erst vor kurzem hat der englische Physiker Eddington etwa folgenden Vergleich gezogen: Er sagte, die Naturwissenschaftler hätten im Sand am Strand des Meeres unbekannte Fussspuren entdeckt und diese Fussspuren aufs gründlichste untersucht. Nunmehr aber seien sie darauf gekommen, dass diese fremden und geheimnisvollen Spuren nichts anderes als ihre eigenen waren. Auch die Heisenberg‘schen Forschungsergebnisse zeigen, dass die Naturwissenschaft hier vor einer undurchdringlichen Wand steht, vor der alle Mess- und Beobachtungskünste versagen. Gewiss ist es ein faustisches Drängen, zu erkennen, was die Welt im Innersten zusammenhält; aber auf diesem Gebiet scheint nun tatsächlich ein Punkt erreicht zu sein, den wir nicht zu überschreiten vermögen. Wir begegnen nur immer wieder uns selber“ (S. 26 bzw. 5)

Marzell hat diese Zusammenhänge damals untersucht und durchschaut. Er sah, dass die Naturwissenschaft am Ende ist – bzw. an einem Neubeginn. Und dieser Neubeginn sagt uns, dass wir nicht mehr auf das Messen und Wägen vertrauen sollen und können, wie dies noch Galilei gefordert hat. Wenn wir weiterhin mechanistisch denken, dann stehen wir vor einer Wand und kommen nicht weiter.
Die neue Wissenschaft ist intuitiv, sie ist auf dem Fühlen begründet. Die meisten Wissenschaftler haben das noch nicht gemerkt, auch nach 60 Jahren nicht. Aber das macht gar nichts. Hauptsache, ich begreife und lebe es!

An einer anderen Stelle schreibt er Folgendes über das Glücklichsein:
„Ausser der schöpferischen Leistung gibt es aber auch noch andere Glücksgefühle: das Bewusstsein der eigenen Kraft, die Begeisterung für eine als gross erkannte Sache, Ekstase, Verzückung. Besonders die beiden letztgenannten Gefühle der Ekstase und Verzückung sind für uns heute fast unerreichbar geworden. Und doch vermitteln sie nach den Aussagen mittelalterlicher Mystiker die höchste Seligkeit, deren ein Mensch teilhaftig werden kann. Als einen unzulänglichen Versuch kann man auch den Rausch eines Rock’n Roll-Abends, den Alkohol- oder Morphium-Rausch ansehen. Vielleicht würde es sich aber doch lohnen, dass wir wieder lernen, uns in echte Ekstase und Verzückung zu versetzen…“

Ekstase und Verzückung sind heutzutage verdächtig. Sie werden mit Kontrollverlust assoziiert, mit Sektenunwesen und fürchterlichen Gurus.
Dahinter steht die Angst, sich selbst zu verlieren – weil man sich ja noch nicht gefunden hat 🙂
Aber Seligkeit ist die Essenz des Lebens. Wir sind hier, um glückselig zu sein, um zu geniessen, um zu feiern. Gott will das so 🙂
Darum geht es in der neuen Zeit, darum geht es im „kommenden Zeitalter“!
Es erfüllt mich mit Freude, dass mein Vater bereits diese Vision hatte.
Sind wir in dieser Hinsicht weiter nach 60 Jahren?
Ich glaube schon! Ganz sicher sind wir das! Jeder einzelne ist weiter, nicht wahr? Näher an der Seligkeit, näher an der Ekstase und Verzückung!
Wie könnte es anders sein?

Kommentar zur Lesbarkeit: Die unten folgenden Scans sind hier im Blog nicht gut lesbar. Du kannst sie aber herunterladen/ vergrössern, dann geht’s einwandfrei!
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Das narroso-phische Büchlein

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In seinem Büchlein fasst Roland Schutzbach schmunzelnd seine Narrosophie – eine unernste Weltphilosophie – zusammen. Sie kündet von der Begeisterung für das Leben, vom Lachen, vom Überschreiten aller Grenzen, von einem neuen Menschenbild und der Inspiration der Menschheit.
Das Büchlein ist mit inspirierten Kunstwerken ausgestattet. Fotos aus dem Leben des Narrosophenpaars Roland Schutzbach und Christina Fleur de Lys wurden von einem ekuadorianischen Künstlerteam herrlich verziert.
Das narrosophische Büchlein ist Vorläufer des internationalen Buches „Die Koalition der Freude“.
Die Beiträge und Spenden der Leser werden für die weitere Arbeit an diesem Werk verwendet.
Der narrosophische Stil ist ein lachender Stil voller Assoziationen, mit hymnischen Teilen und Visionen.

Aktuelle Infos zum aktuellen Projekt „Die Koalition der Freude“ auf dem Link „about“.
Das Büchlein zum Herunterladen sowie spannende Links dazu auf dem Link „Narrosophie“.

…..

Das Büchlein ist für Freunde gedacht, die sich wirklich interessieren. Bestellung mit Förderbeitrag ab 20 Fr. (oder gratis) an Förderverein für Weltphilosophie, Raiffeisenbank Bielersee, 3232 Ins, PC 25-5389-7,
IBAN: CH46 8083 3000 0075 4850 6
Clearing: 80833

Umfang 68 Seiten – mit acht farbigen Abbildungen.

Wer wirklich interessiert ist und das Geld nicht gerade senden kann, kriegt mein Büchlein auch gratis…bitte einfach zurückmelden bis Mitte Mai.

Erläuterung von Roland:

Auf unserer Reise durch Südamerika erlebten wir zahlreiche neue narrosophische Inspirationen. Wir wurden ein Teil des dortigen lachenden Netzwerks, wir gaben Kurse und nahmen an heiteren Kursen teil. Wir wurden unzählige Male eingeladen und genossen eine wunderbare Gastfreundschaft.
Diese Erlebnisse haben mich wieder zur Narrosophie zurückgebracht, die in den letzten Jahren ein wenig in den Hintergrund getreten war. Ich hatte mich als philosophischer Autor versucht – mit Erfolg. Aber die Narrosophie ist anders, bunter, grenzenloser.
Ein Höhepunkt war die Begegnung mit unserem alten guten Freund Que Zhinin in Cuenca, Ecuador. Mit seinem Künstlerteam verzierte er unsere Fotos, so dass sie nun doppelt narrosophisch herauskommen :-). Das ist eine wunderbare, für mich begeisternde Perspektive der Verbindung des Lachens mit der Kunst.
Das narrosophische Büchlein ist die versprochene und geplante „Limited Edition“ meines grösseren Werkes, das in der nächsten Zeit entstehen wird. Es gibt einen Vorgeschmack und ist für diejenigen Menschen bestimmt, die sich wirklich interessieren und diese Philosophie unterstützen.
Das Büchlein wird in den Sommermonaten 2013 herauskommen. Es ist wie gesagt für Freunde gedacht, da es persönliche Teile enthält. Daher sollte es auch nicht verliehen werden.

Blick in die Zukunft

Ein Wort hab ich mal gehört: Wenn du in die richtige Richtung gehst, dann geh einfach weiter.
So werde ich‘s halten.
Im Jahr 2012 habe ich mir vorgenommen, in den kommenden Jahren mein Resumee zu ziehen, meine Erkenntnisse zusammenzufassen und gleichzeitig neue Abenteuer des Reisens, des Geistes und der Arbeit zu erleben. Ich nahm mir vor, ein weiteres Buch zu schreiben. Hier liegt es vor, das narrosophische Büchlein. Es ist gedacht als Inspiration, als Momentaufnahme, und als Zwischenstufe zu weiteren Taten.
Christina und ich werden weiterhin reisen. Jeden Winter. So sieht es jetzt aus. Südamerika hat uns verzaubert.
Wie das nächste Buch, das nächste Event, der nächste Schritt aussehen wird, ist noch nicht wirklich klar.
Bei mir treibt sich seit einigen Monaten ein Konzept für einen „narrosophischen Bildband“ herum.10 Dieses dreisprachige Werk (Deutsch, Spanisch, Englisch) soll in Kooperation mit Menschen aus aller Welt entstehen. Viele heitere, künstlerische Fotos im Stil der Fotos dieses Büchleins könnten die Menschheit inspirieren!
Die Idee dieses Buches wird in unsere zukünftigen Reisen einbezogen werden. Das bedeutet, dass wir auf den Reisen entsprechende Fotos schiessen, dass wir Interviews machen, dass wir mit diesem Thema professionell unterwegs sind.
Christina hat Ideen in ähnlicher Richtung. Wir werden noch darüber lachen und das Neueste auf unseren Webseiten veröffentlichen!
Wir wurden in Südamerika speziell ermutigt, unsere Inspirations-Arbeit fortzusetzen. Dort ist eine so grosse Offenheit, die Heiterkeit ist spürbar. Dort liegt die Zukunft!
Eine weitere Idee wäre, meine Texte zu einem grösseren Buch zusammenzustellen. Ich habe genügend inspirierende Texte, nicht nur in meinen Blogs, sondern an vielen Orten! Das wäre aber wahrscheinlich nur auf Deutsch möglich.
Ich ermutige dich, liebe Leserin, lieber Leser, mir ein Feedback zu geben. Vor allem interessiert mich deine Meinung in Bezug auf diese Ideen.

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Argentinien-Höheflüge – fünf Sterne!

Höhenflüge in Argentinien

Diese Wochen in Argentinien waren ein Höhenflug! Zahlreiche Einladungen, Pressekonferenzen, Besuch der Wasserfälle von Iguazu, ein Seminar voller Inspirationen – unglaublich!

Hier ist der Zusammenhang:
Auf unserer ersten Indienreise lernten wir in Goa ein Paar aus Argentinien/Spanien kennen: Gumersindo und Maria. Sie wohnten in der selben Pension wie wir, direkt über dem Meer in Arambol. Als sie von unseren Tätigkeiten erfuhren, zeigten sie sich begeistert.
Sie sind katholische Kirchenleute und doch keine Kirchenleute; eigentlich sind sie Mystiker. Sie haben einen eigenen Radiosender, „DeOrienteaOccidente“, und widmen sich in ihren Kursen den Verbindungen und der Einheit zwischen den Religionen.
Auf der Terrasse des „Blue Fin“ in Goa wurden wir von ihnen mit Video interviewt über das Lachen, die Quantenphysik und alles was dazugehört.
Sie luden uns nach Spanien ein, in die Nähe von Santiago de Compostela im Nordwesten, und auch nach Argentinien, denn sie wohnen an beiden Orten.
Wir schafften es nicht, sie in Spanien zu besuchen. Sie waren so begeistert vom Lachen, dass Gumersindo einen extra Blog auf seiner Webseite brachte. Das war im Februar 2010.
Nachdem wir es endlich geschafft hatten, nach Südamerika zu kommen, kontaktierten wir sie im Januar 2013. Und sie wiederholten ihre Einladung mit dem Angebot, einen Kurs zu organisieren. Sie leben im Osten Argentiniens, am Rio Uruguay, etwa 900 km nördlich von Buenos Aires.
Als sie uns ihre Adresse angaben, staunten wir: Es war die Adresse eines Hotels ACA. Auf der Google Karte sah das Dorf Santo Tomé wie ein einsames Dörfchen im Nirgendwo aus.
Der Kurs sollte in der Stadt Corrientes, ca. 500 km entfernt, stattfinden.

Ende Januar landeten wir in Ecuador. Wir hatten einen Rückflug von Quito nach Europa gebucht und wussten noch nicht einmal, ob wir die weite Reise nach Chile und Argentinien machen wollten/ konnten.
Da kam eine weitere Einladung nach Santiago de Chile, von einer bekannten Lach-Lehrerin, für ein Seminar in dieser Stadt, und so entschieden wir uns für einen Flug, den wir unter etwas abenteuerlichen und überraschenden Umständen auch buchen konnten: Ecuador – Santiago und zurück. Den Weg nach Ost-Argentinien wollten wir per Bus bewältigen.
Die Entfernungen in Südamerika sind riesig – immer gleich tausende von Kilometern. So ein Spass!

Bei einem Skype-Telefon erklärte uns Gumersindo strahlend, dass der Kurs schon organisiert sei. Ausserdem seien wir eine Woche lang eingeladen. Darüberhinaus wollten uns unsere Freunde zu den Iguazu-Wasserfällen bringen, und vieles mehr.

In Mendoza wurde mir beim Abendessen in einem Strassenrestaurant mein wertvoller kleiner Rucksack geklaut. Er enthielt mein iPad, Kredit- und Maestro-Karte, ca. 250 EUR Bargeld, mein Handy und noch einiges mehr.
Wir konnten gerade noch das Kreditkarteninstitut per Skype informieren, dann mussten wir schon zur Busstation: Nachtbus nach Cordoba. Der Schock sass uns in den Knochen; wir konnten schlecht schlafen, obwohl wir den Superduperluxus-Bus mit Schlafliegen gewählt hatten.
Nach einer Nacht in Córdoba kamen wir am Sonntag, 3. März, frühmorgens 06:30 Uhr bei strömendem Regen an einer Tankstelle im Niemandsland an. Da war schon Gumersindo zusammen mit einem Freund, Marcelo. Wir fuhren zum Hotel und trafen uns zu einem Kaffee im Essaal.

Marcelo und Myriam sind Fernsehjournalisten und Freunde von Gumersindo und Maria. Sie fragten uns für ein Interview am Nachmittag, und wir sagten zu. Hier ist das Interview:

Am nächsten Tag luden uns Maria und Gumersindo zu einer Fahrt nach Brasilien ein. Sie hatten ein Mietauto bestellt. Wir überquerten den Rio Uruguay und verbrachten einige Stunden am Fluss und in einem hübschen Städtchen. Die beiden waren schon von der Lebensfreude angesteckt. Wir verpassten ihnen rote Nasen und sangen unser schönes „Di que sí“- Lied mit ihnen. Sag ja!

Die beiden sind ein heiteres und spirituell inspiriertes Paar. Er war früher katholischer Priester, u.a. in Santo Tomé. Dann erschien Maria auf der Bildfläche, eine Heilerin mit Reiki und mit jesuitischem Hintergrund.
Ein vorgesetzter Geistlicher bat Gumersindo, die Aktivitäten von Maria zu beobachten und zu begleiten. So entstand die Beziehung, und einige Zeit später beschlossen sie zu heiraten. Gumersindo legte sein Priesteramt nieder.
Die beiden verstehen sich als Mystiker und haben eine „mystische Organisation“ mitbegründet (www.gicem.org), mit Mitgliedern aus verschiedenen Religionen. Sie haben viele Bücher geschrieben und reisen durch die Welt mit ihren Kursen und Vorträgen. Im Zentrum steht unter anderem das „christliche Reiki“.

Am Abend genossen wir wiederum das Hotel, denn am nächsten Morgen sollte die Reise zu den gigantischen Wasserfällen starten.
Um 05:30 Uhr erwartete uns ein Mietwagen. Wir fuhren nach Posadas, der nächstgelegenen Stadt im Norden.
Dort erwartete uns in seiner prachtvollen Villa Raoul zum Frühstück. Raoul ist der Präsident des Fernsehsenders „TV12“, ein einflussreicher Mann.
Es war das erste persönliche Treffen auch für Maria und Gumersindo.
Es wurde bald klar, das auch Raoul ein „Religiöser“ ist. Er hegt grosse Hochachtung für die Arbeit unserer beiden Freunde, und er will die Spiritualität noch mehr im Fernsehen verbreiten.
Raoul war auch ein Gönner unserer Reise: Er hatte einen bequemen privaten Renault-Kleinbus für unsere Reise nach Iguazu zur Verfügung gestellt – zwei Tage, ca. 400 km. Er bezahtle die luxuriösen Hotel-Übernachtungen in Iguazu und Posadas, und seine Assistentin Erika organisierte eine Pressekonferenz mit uns in Posadas für den Donnerstag.
Unsere erste Pressekonferenz, olé!
Als er von der Lachtherapie hörte, zeigte er sich sehr interessiert und gar bewegt. Wir hatten sofort einen Draht miteinander. Es war sehr schön, und wir lachten ein wenig spontan zusammen.
Auf der Reise nach Iguazu besuchten wir die jesuitische Mission „San Ignazio Mini“.
Unser Führer Erik begeisterte uns!
Hier eine Zusammenfassung seiner Berichte:
Der Jesuitenorden – der jüngste aller Orden – und wurdeca. 1500 von Ignazio von Loyola gegründet. Die Jesuiten kamen nach Südamerika, um die Eingeborenen – in diesem Fall die Guaraní – zu bekehren und zu inspirieren.
Es gab in dieser Gegend und in Paraguay ca. 30 Missions-Dörfer, und sie waren alle nach dem selben Muster aufgebaut: Drei oder vier Missionare und ca. 3000 bis 4000 Eingeborene. Die Indianer lebten in grossen langgestreckten Steinhäusern; in jedem dieser Häuser gab es ca. 10 Familien, und jedes Haus hatte einen Koordinator.
Der Plan dieser Dörfer ist überall gleich: Ein grosser Platz in der Mitte. Auf einer Seite der „Tempel“, an den Seiten die gemeinsamen Gebäude und der Friedhof. Neben dem Tempel befand sich das Kloster, dahinter der Garten.
Erik schilderte uns das Leben in diesen Dörfern. Die Musik spielte eine grosse Rolle, denn die Eingeborenen liebten die Musik.
Die Indianer kamen freiwillig und wurden zu nichts gezwungen.
Drei Tage pro Woche arbeitete ein Mann für seine Familie, und weitere drei Tage für die Gemeinschaft.
Ich habe später den Film „Mission“, mit Robert de Niro, gesehen, und war von diesem Leben sehr beeindruckt. Offensichtlich war es gelungen, im 17. Jahrhundert lebendige, heitere und blühende Gemeinschaften fernab der Zivilisation zu gründen und zu erhalten.
Im Film wird gezeigt, wie die politischen Mächte und die Kirche die Jesuiten mit Waffengewalt vertreiben. Sie wurden ohne ersichtlichen Grund aus vielen Ländern verjagt, und zurück blieben die Ruinen, die wir besichtigten.
Bei Gelegenheit will ich mich etwas mehr in dieses Thema vertiefen. Ich war beeindruckt und bewegt von Eriks Schilderungen und sagte am Schluss zu Christina: „Ich glaube, das war für mich wichtiger und lebendiger als ein Besuch in Machu Picchu“.
Die Geschichte der Jesuiten ist überall spürbar, und auch die Religiosität. Das Volk glaubt noch an Gott, und daraus entsteht eine schöne Positivität. Auch unser Fahrer war religiös inspiriert. Gumersindo ist ein „heiliger Mann“ und wird mit grossem Respekt behandelt; Maria ebenso.
Die Verehrung, die uns beiden zuteil wurde, ist eine grosse Ehre. Das Lachen wurde in den Kontext der mystischen Spiritualität gestellt. So ist es recht 🙂

Die Wasserfälle von Iguazu waren gigantisch, das Hotel war First Class – aber ich lasse die Schilderung erst mal weg.

Am nächsten Morgen fanden wir uns in unserem schönen Hotel vor vier Fernsehkameras: Christina, Gumersindo und ich auf einem Sofa draussen, beim Swimmingpool. Es waren nette Presseleute. Wir wussten nicht einmal genau, welchen Zweck die Pressekonferenz hatte, denn unser Kurs würde ja in Corrientes, 400 km entfernt, stattfinden.
Es ging auch um Mystik. Gumersindo machte die Einleitung, dann kam ich dran, schliesslich Christina. Wir erzählten unsere Geschichten über das Lachen und die Quantenphysik – man kennt sie ja. Aber noch nie hat man deswegen eine Pressekonferenz organisiert!
Anschliessend fragte uns ein Radioreporter für ein Live-Interview. Diese Interviews haben wir gefilmt und aufs Netz gestellt, hier sind sie:

Das Lustigste war der Lachanfall, der uns überkam, als ich vom „Lachen über sich selbst“ erzählte. Schau das Video an! Leider hörst du nicht die Fragen des Reporters und auch nicht sein Lachen und das Lachen des Teams im Studio; das hörte nur ich am Telefon…

Die Idee ist entstanden, dass wir zurückkommen und eine Lachtrainer-Ausbildung durchführen, wie wir das in der Schweiz jahrelang gemacht haben.
Ausserdem haben wir bei unseren kreativen Lachanfällen mit Gumersindo und Maria die Idee der Lachzone hervorgeholt, und über die Lachzone haben wir auch im Fernsehen berichtet.
Es handelt sich um eine mit Kreide gekennzeichnete Zone in einer Stadt, die dem Lachen gewidmet ist. Wir haben solche Zonen bereits mit unseren Lachstudenten in Bern eingerichtet, mit grossem Erfolg. Man stellt sich drumherum mit der Gruppe und animiert jeden, der die Zone durchquert, zum Lachen.

Zusammenfassung:

Ein solches Verwöhnprogramm, ein solchem Empfang, so viel Liebe und Grosszügigkeit sind uns noch nie geboten worden. Es war ein Fest!
Das scheint mir ein guter Grund, zurückzukehren – so Gott es will 🙂

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Ich lebe

Ich lebe, und das ist ein lebendiges Gefühl. Mein Körper vibriert, meine Seele ist anwesend, ich bin da.
Als ich nach dem Frühstück gemütlich mit Christina auf dem Sofa sitze, spüre ich es: Das Da-Sein, das Dasein als beseligende Tatsache. Ich nehme es mit in den Tag, ich geniesse es: Ich lebe.

Ein gegenwärtiger Meister, Prem Rawat, bringt dieses Lebendig-Sein wunderbar auf den Punkt in seiner Rede „The Great Reminder“ http://www.youtube.com/watch?v=yMoES8LAShM

In etwas mehr als zwei Minuten erklärt er in diesem Video, was es heisst, zu leben:

Die grosse Gedächtnisstütze

„Der Atem erinnert mich die ganze Zeit an etwas wirklich Wunderbares, das sich ereignet. Und dieses Wunderbare, das sich ereignet, ist meine Existenz. Meine Möglichkeit, zufrieden zu sein. Meine Möglichkeit, erfüllt zu sein. Und ich werde erinnert, Tag und Nacht – nicht auf widerliche Art, nicht widerlich, nicht mit einem Hammer auf den Kopf – sondern in der süssesten und sanftesten Weise: Erinnere dich, erinnere dich, erinnere dich: Du bist lebendig.
Keine Erklärungen mehr! Keine Erklärungen mehr ab jetzt! Keine Predigten mehr! Keine Verkündigungen mehr! Keine Bücher mehr! Kein Blitz und Donner mehr ab jetzt! Kein Schlagen auf den Kopf, keine Tests mehr – sondern nur eine Gedächtnisstütze: Du bist lebendig. Du bist lebendig. Weisst du, was das bedeutet?
Ich weiss es. Ich weiss es, ich weiss, was es bedeutet, lebendig zu sein, zu leben. Es bedeutet alles.
All meine Träume sind Wirklichkeit geworden. Ich träume noch von anderen Dingen, aber alle meine Träume sind Wirklichkeit geworden. Denn ich lebe, denn ich bin lebendig – denn ich existiere.

Prem Rawat

Dies ist die Realität des No-Mind: Wir können das mentale Denken transzendieren in eine Wirklichkeit der freudigen Anwesenheit. Dann sind keine Erklärungen mehr nötig, keine Bücher, kein Meister. Die Erfüllung ist spürbar, und zwar nicht aufgrund eines Erfolges oder Erlebnisses, sondern einfach aufgrund der Tatsache, dass wir am Leben sind.

Prem stellt das in Beziehung zum Atem. Seine Worte zielen auf das Allereinfachste, und Allerwichtigste: Wir sind uns bewusst, dass wir leben, und wir freuen uns darüber. Da ist auch keine Rede von Gott, von einer Theologie. Diese Dinge stehen an zweiter Stelle, wir dürfen sie anerkennen, wenn wir wollen.

Ich bin sehr froh, dass ich weiss, was es bedeutet, lebendig zu sein. Dass ich jeden Augenblick geniessen kann als etwas Wunderbares.

Am schönsten ist die Stelle, an der er sagt: Alle meine Träume sind Wirklichkeit geworden.

Was bedeutet das? Es bedeutet, dass schon allein die Tatsache, dass ich auf der Erde leben darf, die Erfüllung all meiner Träume ist. Im Grunde fallen dann die Träume und Wünsche weg.
Er sagt es auch so: Meine Träume sind Wirklichkeit, ….denn ich lebe.

Judihui! Feiern wir! Leben wir! Geniessen wir! Lachen wir!

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Politische Assoziationen

Welt-Philosophie behinhaltet alles und doch nichts. Sie überschreitet lächelnd die Grenzen des bisherigen Denkens, indem sie sich jenseits des Denkens begibt. Sie ist nichts Neues, aber sie formuliert sich neuer, klarer, und mit mehr Genuss als es bisher geschehen ist.

Ich habe vieles gelesen aus dem Bereich der „Neuen Wissenschaft“, der neuen Politik und neuen Philosophie. Vieles wiederholt sich: Hanspeter Dürr, ein bekannter deutscher Physiker, betont die Wichtigkeit einer Verbindung von Wissenschaft und Spiritualität. Das haben vor ihm oder gleichzeitig mit ihm schon so viele gesagt: Deepak Chopra und die ganze Liga der „Evolutionary Leaders“ wie Gregg Braden, Bruce Lipton und wie sie alle heissen.

Wer sich interessiert, kann im Internet und auf Youtube wunderbare inspirierende Filme sehen – wie z.B. Hanspeter Dürr in einem Interview mit dem Schweizer Kanal „Sternstunde Philosophie“.

Dort erzählt er, dass er als junger Mann im Nachkriegsdeutschland, mit 16 Jahren, diesen ungeheuren Schuldvorwürfen ausgeliefert war, die aus der ganzen Welt auf ihn einstürmten. Er entschloss sich zu einem naturwissenschaftlichen Studium und ging in die USA. Er bewunderte seinen Doktorvater, Teller, der ein Schüler von Heisenberg war. Als er erfuhr, dass Teller am Bau der Bombe beteiligt war, erlitt allerdings diese Bewunderung einen Riss: Wie kann man mit der objektiven Wissenschaft solche Projekte verfolgen?

Dieses Beispiel zeigt, dass wir ruhig alles fröhlich in Frage stellen können. Dürr bezeichnet die Aussagen der damaligen US-Regierung als Lügen.
Wir stellen also die Wissenschaft in Frage – nicht nur weil sie Bomben baut, sondern weil sie manipuliert und einfach nicht stimmt.

Das sagt Dürr, der hochintelligente Wissenschaftler. Mit der Quantenphysik, die wir seit fast einem Jahrhundert kennen, haben sich sämtliche Parameter der Wissenschaft verändert. Nichts ist mehr logisch, und wir erfahren, dass unsere Gefühle der eigentliche Gradmesser sind. So ein Spass!
Dürr wurde Wissenschaftler, weil er Objektivität wollte. Heute ist er ein Wissenschaftler der subjektiven Gefühle, der Spiritualität, der Visionen.

Ich habe viele solche Geschichten von Wissenschaftlern zur Kenntnis genommen. Meistens bleiben diese Gelehrten trotz allem Gelehrte. Sie sprechen zwar von Intuition, von Gefühl, von Verschmelzung – aber sie bleiben doch mental.

Bei den Indern ist es meist anders. Sie kommen aus einer Kultur der Hingabe und der Verschmelzung; für sie ist das Göttliche selbstverständlich.

Wir Westler aber haben generell den Glauben verloren, und das ist ein wenig tragisch. Wir können den Glauben u.a. lachend wieder gewinnen. Dann hat er allerdings eine Leichtigkeit, die er in den meisten traditionellen Kulturen nicht hatte. Dann sind wir nicht mehr „tief gläubig“, sondern „hoch inspiriert“, begeistert, be-geistet. Dann lösen wir uns vom Mentalen, lachen über das Mentale, tänzeln und geniessen die wunderbare Welt.

Gestern habe ich mich mit Evo Morales, dem Präsidenten von Bolivien, befasst. Morales ist der erste indigene Präsident in diesem Land. Er repräsentiert 70 % Indios und ist eine Integrationsfigur. Er das Land seit seiner Wahl 2006 zur Ruhe gebracht, und er versucht, die Völker des Südens „zu Protagonisten ihrer eigenen Entwicklung“ zu machen.
Unter anderem wurde er von der Vollversammlung der Vereinten Nationen als „Welt-Held von Mutter Erde“ geehrt (http://www.laht.com/article.asp?ArticleId=342574&CategoryId=14919).
In dem Zeitungsartikel heisst es, dass sich Morales u.a. dafür engagiert hat, dass die UNO den „Internationalen Tag von Mutter Erde“ eingerichtete.
Das Motiv der Mutter Erde hängt zusammen mit der indigenen Tradition von „Pachamama“, der Erdenmutter.

Morales hat den Einfluss der Amerikaner und anderer westlicher Mächte in Bolivien zurückgedrängt und die Gasvorkommen verstaatlicht. Er will, dass die Reichtümer des Landes den Bolivianern zugutekommen. Dies auf dem Hintergrund der Tatsache, dass die Spanier jahrhundertelang die Indios unter unwürdigen Bedingungen in die Bergwerke geschickt haben.

Morales ist also Repräsentant einer „dritten Kraft“ – einer Kraft, von der wir schon lange reden und die wir uns wünschen.
Die sogenannte dritte Welt emanzipiert sich, findet eine neue/alte Identität, macht sich unabhängig.

Brasilien ist im wirtschaftlichen Feld führend und heute ein gleichwertiger Partner der USA.  Europa strauchelt von einer Krise in die andere, während Indien und China wirtschaftlich aufwärts stürmen.

Es gibt einen faszinierenden Film auf Youtube von Peter Scholl-Latour: Das Ende der weissen Weltherrschaft: http://www.youtube.com/watch?v=g3grnq2rCfU
Dort wird im zweiten Kapitel auch Bolivien als Beispiel gezeigt. Scholl-Latour ist für seinen Film um die halbe bzw. ganze Welt gereist. Er zeigt die Zusammenhänge und belegt das Ende der weissen Weltherrschaft. Da ist es wirklich Zeit für eine Welt-Philosophie!  Eine Philosophie der Herzens fern von Ausbeutung, eine Philosophie der liebevollen Transzendenz und der lachenden Verbundenheit.

Ich werde diese Philosophie in Südamerika mit mir tragen. Ich will sie teilen mit den Menschen. Ich denke daran, einen Vortrag „Welt-Philosophie und die Zukunft von Bolivien“ der bolivianischen Regierung anzubieten.
Denn obwohl es als sinnvoll erscheint, dass die Bolivianer sich nun ernsthaft auf sich selbst stellen und den westlichen Einfluss ablehnen, so kann es doch in der weiteren Zukunft wiederum eine gute Idee sein, sich auch von dieser Parteinahme zu lösen und sich zu versöhnen mit den „Menschen, die guten Willens sind“, im Sinne einer neuen Weltkultur der Brüderlichkeit.

Und später gibt es dann einen Vortrag „Welt-Philosophie und die Zukunft der Schweiz“. Das wird lustig und sicher inspirierend!

Und natürlich auch einen Vortrag „Welt-Philosophie und die Zukunft des Geländes T.“. Das wird am Allerlustigsten!

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Was macht mein Buch-Projekt?

Vor einigen Monaten startete ich voller Enthusiasmus mein neues Buchprojekt „Die Lösung von fast allem“.
Ich schrieb und schrieb – vom lachenden Gott, von intuitiven Lösungen, von inspirierenden Erlebnissen in Findhorn, von der Fülle des Lebens, von fast allem.
Im Sommer kam mein Schreiben etwas ins Stocken, weil das Leben so lebendig und voll und reich war.
Es ist, wie ich dargelegt habe, kein wirklich ernsthaftes Projekt – obwohl ich es als mein Lebenswerk bezeichne.
Da aber mein Lebenswerk gerade in der Leichtigkeit liegt, werde ich mich logischerweise auch nirgends ernsthaft auf Ernsthaftigkeit einlassen.

Es ist also ein spielerisches Projekt, und daraus folgt, dass sich auch der Titel und die Ausrichtung ändern darf, dass überhaupt alles der Fall sein darf.

Der Titel lautet inzwischen „Welt-Philosophie“, und das macht ebenso viel Spass wie der Lösungs-Titel. Hoffentlich ist dieser Ansatz ein wenig philosophischer, aber die Grundhaltung ist doch gleich geblieben.

Jetzt, da unsere Reise nach Südamerika bevorsteht, beschäftigt mich die Reise. Möglicherweise werden Reiseblogs entstehen, da ich die Eindrücke in den Ländern nicht einfach beiseite schieben will. Südamerika ist etwas Neues, ein grosses Abenteuer, und dieses Abenteuer soll in die Welt-Philosophie einfliessen.

Trotz allem habe ich den roten Faden nicht verloren. Ich will die Reiseerlebnisse in den Zusammenhang der Welt-Philosophie stellen.

Ich habe kürzlich realisiert, dass meine Erlebnisse in Indien und Bali langfristig stärker auf mich gewirkt haben als ich ursprünglich gedacht hatte. Ich habe all diese Erlebnisse schon in Blogs oder in meinem Buch „The Age of Laughter“ beschrieben, aber sie sind noch nicht an einem Ort für den Leser – und auch für mich selbst – gesammelt.

Ich bringe ein paar kleine Beispiele:

  • Die Begegnung mit der armen Strassenverkäuferin Hanna am Strand in Goa, die von sich aus erzählte, wie glücklich sie sei, und dieses Glück auch ausstrahlte.
  • Die Gespräche mit Prana, dem wilden Musiker und Krishna-Anhänger. Er erklärte mir, dass Gott als Person existiere. Wir seien ein Strahl der Sonne, aber nicht die Sonne selbst.
  • Die Gespräche mit dem Ayurveda-Arzt und Philosophen Dr. Jolly, der mir von dem indischen Philosophen Shankara erzählte, und von der Glückseligkeit, die dadurch entsteht, dass wir wissen, dass wir ein Teil von Gott sind.
  • Die Begegnung mit der balinesischen Kultur, die fast nur aus hingebungsvollen und freudigen Opfern besteht, und deren Kunst mitreissend und leidenschaftlich ist.

Ich muss nun nicht wieder nach Indien fahren, um ähnliche Erlebnisse zu haben. Sie haben sich bei mir installiert, und mein Weltbild hat sich bereichert.

Allerdings habe ich Lust, wieder hinzureisen, weil der Aufenthalt so inspirierend und paradiesisch war, und das liebe ich natürlich.

Was es in Südamerika zu lernen gibt, weiss ich noch nicht. Vielleicht ziehe ich mich eine Weile zurück, um zu schreiben. Vielleicht werde ich tief berührt von den Menschen. Aber die Reise wird mich sicher der Welt-Philosophie näher bringen, denn ich werde mehr von der Welt gesehen und gespürt haben.

Insofern ist mein Buch-Projekt auf dem besten Weg. Die Form ist noch nicht klar, aber Inhalte gibt es in Fülle.

Es geht um eine Summa, eine Zusammenfassung der philosophischen Strömungen, die in die Richtung auf ein „neues Menschsein“ zeigen. Ich kann das nur tun, weil ich nicht ganz ernsthaft bin, und weil ich an keiner Stelle glaube, man könne irgend etwas verbindlich formulieren. „Wissenschaftliche Objektivität“ gibt es nicht. Sie ist eine Illusion, wie nun auf allen Ebenen nachgewiesen wurde. Dafür bin ich voller subjektiver Objektivität, wenn Sie wissen, was ich meine.
Meine Sichtweise ist relevant, weil sie aus einem reichen glücklichen narrosophischen erfahrenen inspirierten sich nicht so wichtig nehmenden Leben stammen – also aus einer göttlichen Quelle 🙂

An diesem schönen Abend in unserer Villa Kunterbunt in unserem Schweizer Paradies bin ich voll glücklich, zufrieden und friedlich, und ich habe alles erreicht – Buchprojekt hin oder her!
Dieser Text ist ein Teil des Manuskripts, s.o.