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Das narroso-phische Büchlein

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In seinem Büchlein fasst Roland Schutzbach schmunzelnd seine Narrosophie – eine unernste Weltphilosophie – zusammen. Sie kündet von der Begeisterung für das Leben, vom Lachen, vom Überschreiten aller Grenzen, von einem neuen Menschenbild und der Inspiration der Menschheit.
Das Büchlein ist mit inspirierten Kunstwerken ausgestattet. Fotos aus dem Leben des Narrosophenpaars Roland Schutzbach und Christina Fleur de Lys wurden von einem ekuadorianischen Künstlerteam herrlich verziert.
Das narrosophische Büchlein ist Vorläufer des internationalen Buches „Die Koalition der Freude“.
Die Beiträge und Spenden der Leser werden für die weitere Arbeit an diesem Werk verwendet.
Der narrosophische Stil ist ein lachender Stil voller Assoziationen, mit hymnischen Teilen und Visionen.

Aktuelle Infos zum aktuellen Projekt „Die Koalition der Freude“ auf dem Link „about“.
Das Büchlein zum Herunterladen sowie spannende Links dazu auf dem Link „Narrosophie“.

…..

Das Büchlein ist für Freunde gedacht, die sich wirklich interessieren. Bestellung mit Förderbeitrag ab 20 Fr. (oder gratis) an Förderverein für Weltphilosophie, Raiffeisenbank Bielersee, 3232 Ins, PC 25-5389-7,
IBAN: CH46 8083 3000 0075 4850 6
Clearing: 80833

Umfang 68 Seiten – mit acht farbigen Abbildungen.

Wer wirklich interessiert ist und das Geld nicht gerade senden kann, kriegt mein Büchlein auch gratis…bitte einfach zurückmelden bis Mitte Mai.

Erläuterung von Roland:

Auf unserer Reise durch Südamerika erlebten wir zahlreiche neue narrosophische Inspirationen. Wir wurden ein Teil des dortigen lachenden Netzwerks, wir gaben Kurse und nahmen an heiteren Kursen teil. Wir wurden unzählige Male eingeladen und genossen eine wunderbare Gastfreundschaft.
Diese Erlebnisse haben mich wieder zur Narrosophie zurückgebracht, die in den letzten Jahren ein wenig in den Hintergrund getreten war. Ich hatte mich als philosophischer Autor versucht – mit Erfolg. Aber die Narrosophie ist anders, bunter, grenzenloser.
Ein Höhepunkt war die Begegnung mit unserem alten guten Freund Que Zhinin in Cuenca, Ecuador. Mit seinem Künstlerteam verzierte er unsere Fotos, so dass sie nun doppelt narrosophisch herauskommen :-). Das ist eine wunderbare, für mich begeisternde Perspektive der Verbindung des Lachens mit der Kunst.
Das narrosophische Büchlein ist die versprochene und geplante „Limited Edition“ meines grösseren Werkes, das in der nächsten Zeit entstehen wird. Es gibt einen Vorgeschmack und ist für diejenigen Menschen bestimmt, die sich wirklich interessieren und diese Philosophie unterstützen.
Das Büchlein wird in den Sommermonaten 2013 herauskommen. Es ist wie gesagt für Freunde gedacht, da es persönliche Teile enthält. Daher sollte es auch nicht verliehen werden.

Blick in die Zukunft

Ein Wort hab ich mal gehört: Wenn du in die richtige Richtung gehst, dann geh einfach weiter.
So werde ich‘s halten.
Im Jahr 2012 habe ich mir vorgenommen, in den kommenden Jahren mein Resumee zu ziehen, meine Erkenntnisse zusammenzufassen und gleichzeitig neue Abenteuer des Reisens, des Geistes und der Arbeit zu erleben. Ich nahm mir vor, ein weiteres Buch zu schreiben. Hier liegt es vor, das narrosophische Büchlein. Es ist gedacht als Inspiration, als Momentaufnahme, und als Zwischenstufe zu weiteren Taten.
Christina und ich werden weiterhin reisen. Jeden Winter. So sieht es jetzt aus. Südamerika hat uns verzaubert.
Wie das nächste Buch, das nächste Event, der nächste Schritt aussehen wird, ist noch nicht wirklich klar.
Bei mir treibt sich seit einigen Monaten ein Konzept für einen „narrosophischen Bildband“ herum.10 Dieses dreisprachige Werk (Deutsch, Spanisch, Englisch) soll in Kooperation mit Menschen aus aller Welt entstehen. Viele heitere, künstlerische Fotos im Stil der Fotos dieses Büchleins könnten die Menschheit inspirieren!
Die Idee dieses Buches wird in unsere zukünftigen Reisen einbezogen werden. Das bedeutet, dass wir auf den Reisen entsprechende Fotos schiessen, dass wir Interviews machen, dass wir mit diesem Thema professionell unterwegs sind.
Christina hat Ideen in ähnlicher Richtung. Wir werden noch darüber lachen und das Neueste auf unseren Webseiten veröffentlichen!
Wir wurden in Südamerika speziell ermutigt, unsere Inspirations-Arbeit fortzusetzen. Dort ist eine so grosse Offenheit, die Heiterkeit ist spürbar. Dort liegt die Zukunft!
Eine weitere Idee wäre, meine Texte zu einem grösseren Buch zusammenzustellen. Ich habe genügend inspirierende Texte, nicht nur in meinen Blogs, sondern an vielen Orten! Das wäre aber wahrscheinlich nur auf Deutsch möglich.
Ich ermutige dich, liebe Leserin, lieber Leser, mir ein Feedback zu geben. Vor allem interessiert mich deine Meinung in Bezug auf diese Ideen.

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Argentinien-Höheflüge – fünf Sterne!

Höhenflüge in Argentinien

Diese Wochen in Argentinien waren ein Höhenflug! Zahlreiche Einladungen, Pressekonferenzen, Besuch der Wasserfälle von Iguazu, ein Seminar voller Inspirationen – unglaublich!

Hier ist der Zusammenhang:
Auf unserer ersten Indienreise lernten wir in Goa ein Paar aus Argentinien/Spanien kennen: Gumersindo und Maria. Sie wohnten in der selben Pension wie wir, direkt über dem Meer in Arambol. Als sie von unseren Tätigkeiten erfuhren, zeigten sie sich begeistert.
Sie sind katholische Kirchenleute und doch keine Kirchenleute; eigentlich sind sie Mystiker. Sie haben einen eigenen Radiosender, „DeOrienteaOccidente“, und widmen sich in ihren Kursen den Verbindungen und der Einheit zwischen den Religionen.
Auf der Terrasse des „Blue Fin“ in Goa wurden wir von ihnen mit Video interviewt über das Lachen, die Quantenphysik und alles was dazugehört.
Sie luden uns nach Spanien ein, in die Nähe von Santiago de Compostela im Nordwesten, und auch nach Argentinien, denn sie wohnen an beiden Orten.
Wir schafften es nicht, sie in Spanien zu besuchen. Sie waren so begeistert vom Lachen, dass Gumersindo einen extra Blog auf seiner Webseite brachte. Das war im Februar 2010.
Nachdem wir es endlich geschafft hatten, nach Südamerika zu kommen, kontaktierten wir sie im Januar 2013. Und sie wiederholten ihre Einladung mit dem Angebot, einen Kurs zu organisieren. Sie leben im Osten Argentiniens, am Rio Uruguay, etwa 900 km nördlich von Buenos Aires.
Als sie uns ihre Adresse angaben, staunten wir: Es war die Adresse eines Hotels ACA. Auf der Google Karte sah das Dorf Santo Tomé wie ein einsames Dörfchen im Nirgendwo aus.
Der Kurs sollte in der Stadt Corrientes, ca. 500 km entfernt, stattfinden.

Ende Januar landeten wir in Ecuador. Wir hatten einen Rückflug von Quito nach Europa gebucht und wussten noch nicht einmal, ob wir die weite Reise nach Chile und Argentinien machen wollten/ konnten.
Da kam eine weitere Einladung nach Santiago de Chile, von einer bekannten Lach-Lehrerin, für ein Seminar in dieser Stadt, und so entschieden wir uns für einen Flug, den wir unter etwas abenteuerlichen und überraschenden Umständen auch buchen konnten: Ecuador – Santiago und zurück. Den Weg nach Ost-Argentinien wollten wir per Bus bewältigen.
Die Entfernungen in Südamerika sind riesig – immer gleich tausende von Kilometern. So ein Spass!

Bei einem Skype-Telefon erklärte uns Gumersindo strahlend, dass der Kurs schon organisiert sei. Ausserdem seien wir eine Woche lang eingeladen. Darüberhinaus wollten uns unsere Freunde zu den Iguazu-Wasserfällen bringen, und vieles mehr.

In Mendoza wurde mir beim Abendessen in einem Strassenrestaurant mein wertvoller kleiner Rucksack geklaut. Er enthielt mein iPad, Kredit- und Maestro-Karte, ca. 250 EUR Bargeld, mein Handy und noch einiges mehr.
Wir konnten gerade noch das Kreditkarteninstitut per Skype informieren, dann mussten wir schon zur Busstation: Nachtbus nach Cordoba. Der Schock sass uns in den Knochen; wir konnten schlecht schlafen, obwohl wir den Superduperluxus-Bus mit Schlafliegen gewählt hatten.
Nach einer Nacht in Córdoba kamen wir am Sonntag, 3. März, frühmorgens 06:30 Uhr bei strömendem Regen an einer Tankstelle im Niemandsland an. Da war schon Gumersindo zusammen mit einem Freund, Marcelo. Wir fuhren zum Hotel und trafen uns zu einem Kaffee im Essaal.

Marcelo und Myriam sind Fernsehjournalisten und Freunde von Gumersindo und Maria. Sie fragten uns für ein Interview am Nachmittag, und wir sagten zu. Hier ist das Interview:

Am nächsten Tag luden uns Maria und Gumersindo zu einer Fahrt nach Brasilien ein. Sie hatten ein Mietauto bestellt. Wir überquerten den Rio Uruguay und verbrachten einige Stunden am Fluss und in einem hübschen Städtchen. Die beiden waren schon von der Lebensfreude angesteckt. Wir verpassten ihnen rote Nasen und sangen unser schönes „Di que sí“- Lied mit ihnen. Sag ja!

Die beiden sind ein heiteres und spirituell inspiriertes Paar. Er war früher katholischer Priester, u.a. in Santo Tomé. Dann erschien Maria auf der Bildfläche, eine Heilerin mit Reiki und mit jesuitischem Hintergrund.
Ein vorgesetzter Geistlicher bat Gumersindo, die Aktivitäten von Maria zu beobachten und zu begleiten. So entstand die Beziehung, und einige Zeit später beschlossen sie zu heiraten. Gumersindo legte sein Priesteramt nieder.
Die beiden verstehen sich als Mystiker und haben eine „mystische Organisation“ mitbegründet (www.gicem.org), mit Mitgliedern aus verschiedenen Religionen. Sie haben viele Bücher geschrieben und reisen durch die Welt mit ihren Kursen und Vorträgen. Im Zentrum steht unter anderem das „christliche Reiki“.

Am Abend genossen wir wiederum das Hotel, denn am nächsten Morgen sollte die Reise zu den gigantischen Wasserfällen starten.
Um 05:30 Uhr erwartete uns ein Mietwagen. Wir fuhren nach Posadas, der nächstgelegenen Stadt im Norden.
Dort erwartete uns in seiner prachtvollen Villa Raoul zum Frühstück. Raoul ist der Präsident des Fernsehsenders „TV12“, ein einflussreicher Mann.
Es war das erste persönliche Treffen auch für Maria und Gumersindo.
Es wurde bald klar, das auch Raoul ein „Religiöser“ ist. Er hegt grosse Hochachtung für die Arbeit unserer beiden Freunde, und er will die Spiritualität noch mehr im Fernsehen verbreiten.
Raoul war auch ein Gönner unserer Reise: Er hatte einen bequemen privaten Renault-Kleinbus für unsere Reise nach Iguazu zur Verfügung gestellt – zwei Tage, ca. 400 km. Er bezahtle die luxuriösen Hotel-Übernachtungen in Iguazu und Posadas, und seine Assistentin Erika organisierte eine Pressekonferenz mit uns in Posadas für den Donnerstag.
Unsere erste Pressekonferenz, olé!
Als er von der Lachtherapie hörte, zeigte er sich sehr interessiert und gar bewegt. Wir hatten sofort einen Draht miteinander. Es war sehr schön, und wir lachten ein wenig spontan zusammen.
Auf der Reise nach Iguazu besuchten wir die jesuitische Mission „San Ignazio Mini“.
Unser Führer Erik begeisterte uns!
Hier eine Zusammenfassung seiner Berichte:
Der Jesuitenorden – der jüngste aller Orden – und wurdeca. 1500 von Ignazio von Loyola gegründet. Die Jesuiten kamen nach Südamerika, um die Eingeborenen – in diesem Fall die Guaraní – zu bekehren und zu inspirieren.
Es gab in dieser Gegend und in Paraguay ca. 30 Missions-Dörfer, und sie waren alle nach dem selben Muster aufgebaut: Drei oder vier Missionare und ca. 3000 bis 4000 Eingeborene. Die Indianer lebten in grossen langgestreckten Steinhäusern; in jedem dieser Häuser gab es ca. 10 Familien, und jedes Haus hatte einen Koordinator.
Der Plan dieser Dörfer ist überall gleich: Ein grosser Platz in der Mitte. Auf einer Seite der „Tempel“, an den Seiten die gemeinsamen Gebäude und der Friedhof. Neben dem Tempel befand sich das Kloster, dahinter der Garten.
Erik schilderte uns das Leben in diesen Dörfern. Die Musik spielte eine grosse Rolle, denn die Eingeborenen liebten die Musik.
Die Indianer kamen freiwillig und wurden zu nichts gezwungen.
Drei Tage pro Woche arbeitete ein Mann für seine Familie, und weitere drei Tage für die Gemeinschaft.
Ich habe später den Film „Mission“, mit Robert de Niro, gesehen, und war von diesem Leben sehr beeindruckt. Offensichtlich war es gelungen, im 17. Jahrhundert lebendige, heitere und blühende Gemeinschaften fernab der Zivilisation zu gründen und zu erhalten.
Im Film wird gezeigt, wie die politischen Mächte und die Kirche die Jesuiten mit Waffengewalt vertreiben. Sie wurden ohne ersichtlichen Grund aus vielen Ländern verjagt, und zurück blieben die Ruinen, die wir besichtigten.
Bei Gelegenheit will ich mich etwas mehr in dieses Thema vertiefen. Ich war beeindruckt und bewegt von Eriks Schilderungen und sagte am Schluss zu Christina: „Ich glaube, das war für mich wichtiger und lebendiger als ein Besuch in Machu Picchu“.
Die Geschichte der Jesuiten ist überall spürbar, und auch die Religiosität. Das Volk glaubt noch an Gott, und daraus entsteht eine schöne Positivität. Auch unser Fahrer war religiös inspiriert. Gumersindo ist ein „heiliger Mann“ und wird mit grossem Respekt behandelt; Maria ebenso.
Die Verehrung, die uns beiden zuteil wurde, ist eine grosse Ehre. Das Lachen wurde in den Kontext der mystischen Spiritualität gestellt. So ist es recht 🙂

Die Wasserfälle von Iguazu waren gigantisch, das Hotel war First Class – aber ich lasse die Schilderung erst mal weg.

Am nächsten Morgen fanden wir uns in unserem schönen Hotel vor vier Fernsehkameras: Christina, Gumersindo und ich auf einem Sofa draussen, beim Swimmingpool. Es waren nette Presseleute. Wir wussten nicht einmal genau, welchen Zweck die Pressekonferenz hatte, denn unser Kurs würde ja in Corrientes, 400 km entfernt, stattfinden.
Es ging auch um Mystik. Gumersindo machte die Einleitung, dann kam ich dran, schliesslich Christina. Wir erzählten unsere Geschichten über das Lachen und die Quantenphysik – man kennt sie ja. Aber noch nie hat man deswegen eine Pressekonferenz organisiert!
Anschliessend fragte uns ein Radioreporter für ein Live-Interview. Diese Interviews haben wir gefilmt und aufs Netz gestellt, hier sind sie:

Das Lustigste war der Lachanfall, der uns überkam, als ich vom „Lachen über sich selbst“ erzählte. Schau das Video an! Leider hörst du nicht die Fragen des Reporters und auch nicht sein Lachen und das Lachen des Teams im Studio; das hörte nur ich am Telefon…

Die Idee ist entstanden, dass wir zurückkommen und eine Lachtrainer-Ausbildung durchführen, wie wir das in der Schweiz jahrelang gemacht haben.
Ausserdem haben wir bei unseren kreativen Lachanfällen mit Gumersindo und Maria die Idee der Lachzone hervorgeholt, und über die Lachzone haben wir auch im Fernsehen berichtet.
Es handelt sich um eine mit Kreide gekennzeichnete Zone in einer Stadt, die dem Lachen gewidmet ist. Wir haben solche Zonen bereits mit unseren Lachstudenten in Bern eingerichtet, mit grossem Erfolg. Man stellt sich drumherum mit der Gruppe und animiert jeden, der die Zone durchquert, zum Lachen.

Zusammenfassung:

Ein solches Verwöhnprogramm, ein solchem Empfang, so viel Liebe und Grosszügigkeit sind uns noch nie geboten worden. Es war ein Fest!
Das scheint mir ein guter Grund, zurückzukehren – so Gott es will 🙂

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Südamerika-Assoziationen

Ein Narrosoph in der neuen Welt

Südamerika: Ein gigantischer Kontinent mit riesigen Entfernungen, gewaltiger Natur, leidvoller Geschichte und neuen Visionen.
Was hat hier die Narrosophie verloren, wie offen sind die Menschen? Sind sie heiter, sind sie bitter?

Im Flugzeug erzählte mir ein älterer Herr, ein Zimmermann, dass er nach Ecuador zurückfliegt, um einen Arbeitsplatz in seiner Heimat zu finden. In Spanien gibt es keine Arbeit mehr – Ecuador aber ist im Aufbruch. Er ist voll des Lobes für den gegenwärtigen Präsidenten Rafael Correa, der mit seinen Reformen Beschäftigung gebracht hat und für mehr soziale Sicherheit und bessere Erziehung sorgt.
Europa ist out – Südamerika ist in. So ist das.

Am Flughafen Quito wurde uns ein herrlicher narrosophischer Empfang bereitet. Ich hatte meine Lachkönigs-Krone aufgesetzt; Christina trug die rote Eulenspiegel-Brille. Bereits von der Rolltreppe aus winkte uns eine unbekannte Schöne mit lustigem Hirsch-Geweih begeistert zu. Fast zwei Stunden später gelangten wir zum Ausgang, und dort empfing uns eine kostümierte Gruppe mit viel Lachen und Spass. Sie erzählten, dass sie während der zwei Stunden alle Herauskommenen mit viel Hallo begrüsst hätten – es sei wunderbar gewesen.

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Wir wurden schön untergebracht und gaben zwei Wochen später unseren Tages-Workshop „Glücklichsein ist eine Quantenaktivität“ (s. http://www.supotential.net)

Hier sind die fröhlichen Botschaften an die Welt (Englisch und Spanisch):

Mensajes al mundo

Die Meinungen über die Politik von Präsident Correa sind sehr widersprüchlich. Eine deutsche Familie vermag nur Negatives zu melden. Er habe einen Teil des Amazonas-Gebiets an die Chinesen verkauft, um mit diesem Geld seine Reformen zu finanzieren. Er habe sich verfassungsmässig zugesichert, dass er immer wieder gewählt werden könne, und so werde er zum Diktator.
Ich habe in einem früheren Blog geschrieben, dass ich es gut fände, wenn bewährte Präsidenten oder gar König längere Zeit regieren könnten, damit sie ihre Reformen nachhaltig verwirklichen können, und ich habe Beispiele für solche „guten Präsidenten“ gebracht (Julius Nyerere von Tansania und andere).
Aber diese Familie interpretiert Correa nur negativ.
Eine Schweizerin erzählt uns, er habe seine Schulreform von einem Tag auf den anderen aus Geldmangel gestoppt und die Schülerzahl von 16 auf 25 hochgesetzt.

Zu allem Überfluss bekomme ich eine weltweite Petition der Avaaz gegen Correa zugeschickt, in welcher es unter anderem heisst: Im Herzen Ecuadors versucht ein gigantischer Ölkonzern, ein unberührtes Regenwaldgebiet in ein Ölfeld zu verwandeln. Doch die Mitglieder des Kichwa-Stammes in Sani Isla leisten tapferen Widerstand und haben jetzt um unsere Hilfe gebeten, um ihre Heimat zu retten.

Correa ist der Adressat dieser Petition und wird verantwortlich gemacht.
Ich unterschreibe das. Aber ich glaube nur die Hälfte dessen, was da erzählt wird. Ich finde es aber gut, wenn Correa spürt, dass die internationale Gemeinschaft ihm auf die Finger schaut und bei Bedarf Millionen von Menschen aktiviert. Das kann möglicherweise verhindern, dass er sich von der Macht verführen lässt.

Eine Ecuadorianerin erzählte uns von Vizepräsident Moreno. „Er ist wirklich ein guter Mann“, berichtete sie begeistert. „Er hat die Initiative für Lebenfreude in Ecuador gestartet. Er ist ein intergrer Mann, während Correa unberechenbar ist. Moreno ist im Rollstuhl, aber leider kandidiert er bei den jetzigen Wahlen nicht mehr. Er hat keine Lust mehr auf Politik.“

Mir scheint aber, dass das Volk Rafael Correa liebt. Er zeigt sich volksnah, besucht die Provinzen, hat den USA den Meister gezeigt. Ich schreibe diese Zeilen am Vortag der nationalen Wahlen vom 17. 2. 2013.

Es gibt spannende Gesetze, zum Beispiel die Wahlpflicht. Die Ecuadorianer müssen an dem Ort wählen, an dem sie gemeldet sind. Daher gibt es grosse Reisebewegungen am Wahlsonntag. Wer nicht wählt, erhält eine Geldstrafe und weitere Sanktionen; er kann kein Bankkonto mehr eröffnen oder andere Geschäfte machen. (Die Wahlpflicht existiert in vielen Ländern, u.a. in Australien, wo wir uns bereits darüber wunderten.)
Was aber noch schöner ist: Am gesamten Wahl-Wochendende, von Freitag mittag bis Montag mittag, wird in den Restaurants und Cafés kein Alkohol ausgeschenkt! Die Wahlen sind heilig…
Während des Jahres ist jeder Sonntag auf diese Weise alkoholfrei. Das gefällt mir; es trägt zum Bewusstsein bei, dass der Sonntag ein heiliger Tag ist. Und es erinnert mich an die gesegneten Städte in Indien, in denen es weder Fleisch noch Alkohol gibt.

Ich bin immer auf der Suche nach Erleuchteten und Glücklichen. Sind sie im Regenwald zu finden? Christina hat unsere Fahr in den "Oriente" bereits schön beschrieben. Dort, in den Quellgebieten des Amazonas, wohnen die Kichwas, die in der Avaaz-Petition erwähnt sind. Sie sind in der Stadt Tena allgegenwärtig mit Statuen im Park und Kultur-Veranstaltungen. Sie sprechen ihre eigene Sprache und leben an den Windungen der Flüsse.

Mich interessiert u.a. das Wundermittel Ayahuasca. Ein junger Freund in Tena, Gerd aus Holland, berichtet uns davon. "Ayahuasca wird von den Schamanen eingenommen. Du hast Visionen wie bei LSD. Ich will das miterleben! Übermorgen gehe ich den Dschungel. Dort wird ein Schamane mit uns ein Ritual mit Ayahuasca durchführen."
Gerd ist ein spiritueller Sucher. Er hat Wirtschaft studiert und plötzlich gesehen, dass das keinen Sinn macht. Er will sich weiterentwickeln, sucht neue Dimensionen.
Ich berichte ihm von der Narrosophie und von der lachenden Einsicht, dass wir bereits erleuchtet sind. Er ist fasziniert, aber will es vielleicht nicht glauben (da ist er nicht allein, hihihi). Das Ritual kostet $ 100.

In der Indianer-Lodge Runa Huasi, direkt am grossen Fluss Napo gelegen, lernen wir einen jungen Kichwa kennen. Wir fragen Elder nach den Gepflogenheiten seines Stamms und nach den Schamanen. "Die Schamanen nehmen Ayahuasca, um zu heilen, und das macht sie hellsichtig. Sie sehen das Problem beim Patienten und können es mit ihrem erweiterten Bewusstsein heilen. Sie brauchen meistens keine Medizin."
Das ist interessant! Ich habe als junger Mann die bewusstseinserweiternde Wirkung von LSD erfahren und kann mir vorstellen, von was er spricht.
Elder ist 18. Er will beim Stamm bleiben, das ist sein Leben.
Die Kichwas sind Christen, und es gibt eine kleine Kirche im nächsten Dorf.

Wir hören später, dass die Kichwas ein stolzes Volk seien. Sie konnten von den Spaniern nicht kolonisiert werden, weil ihre Gebiete unzugänglich waren. Die Strasse nach Tena existiert erst seit sechs Jahren; sie führt über einen 4000 m hohen Pass.
Die Indianer eigneten sich nicht als Sklaven. In Gefangenschaft starben sie einfach, und deswegen wurden Schwarze aus Afrika geholt.
Die Informationen kommen aus dem Feld, von unseren ekuadoriansichen Freunden. Sie erzählen uns, dass die Hochland-Indios ihren Widerstand aufgegeben haben un oft bedrückt wirken und zu Boden blicken.
Auf der Busfahrt zurück aus dem Regenwald habe ich einen anderen Eindruck: Die jungen Mitfahrer, wahrscheinlich überwiegend Kichwas, blicken sehr düster drein. Der Heiterkeitsquotient HQ ist sicher nicht höher als in Europa. Seltsam, wo sie doch stolz und selbstbewusst sein sollen!

In jener Indianer-Lodge hatten wir eine spannende Begegnung mit einer chilenischen Familie. Paul, Cecilia und ihre vier Kinder waren mit uns zusammen am Abend die einzigen Gäste, und wir kamen ins Gespräch.
Wir unterhielten uns herrlich über das Lachen und die Quantenphysik, und Paul berichtete uns von seiner Architektur. "Es ist eine Architektur der Gefühle", sagte er.
"Ich habe 13 Jahre in der Schweiz gelebt und an der ETH Zürich studiert. Ich bin Auslandsschweizer. Aber in Europa gibt es viel zu wenig Gefühl. Die moderne, gepriesene Architektur von Le Corbusier, Bauhaus usw. – das ist alles intellektuell."
Er berichtete, dass er einmal eine spontane Rede an ca. 20 Freunde in der Schweiz gehalten habe. Er habe ihnen vorgehalten, dass sie kalt, intellektuell und individualistisch seien. "Und wisst ihr was? Sie haben mir recht gegeben!"
Seine Frau Cecila äusserte sich noch kritischer über die Schweizer. Sie hat auch sechs Jahre dort gelebt.
Als ich in dem Gespräch von Gott spreche, sagt sie begeistert: "Du bist der erste Europäer, der von Gott redet! In all den Jahren in der Schweiz habe ich Gott nie erwähnen hören. Die Europäer haben Gott totgesagt und vergessen! Ich finde das so traurig! Sie müssen ja nicht einer Kirche angehören, aber ich spüre so wenig Dankbarkeit dem Leben gegenüber." So ist das!
Wir sprechen über die verschiedene Ausprägung der christlichen Religion. Unser Freunde finden, dass die Kirche in Südamerika viel freier und positiver sei als in Europa. Das liege zum Teil an den Jesuiten, die mit ihrer Kontemplation und Begeisterung eine andere Stimmung in die Religionsausübung gebracht hätten.
Christina und Cecilia freunden sich sofort an. Wir sind zum Essen in Santiago eingeladen…
Leider häufen sich z.T. die kritischen Meinungen über die Europäer. Meine ekuadorianische Zahnärztin beschreibt ihren deutschen Mann, indem sie die Hände beim Kopf zu einem Quadrat formt – ein Quadratschädel sozusagen. Einer, der nur rechtwinklig denkt, der keine Flexibilität hat, keine Gefühle zeigt.
"Er spricht nicht so gut Spanisch wie du, obwohl er schon so lange in Ekuador lebt. Er hat nur deutsche Freunde."
Ich würde sagen: Die Quadratschädel-Zeit ist abgelaufen – es lebe das Lachen!
(Weitere Feedbacks in Bezug auf Schweiz und Deutschland, die ich auf meinen Reisen gehört habe, erspare ich meinen Lesern und mir. Und ich betone feierlich, dass ich über die Schweiz sehr, sehr Positives denke und geschrieben habe, wie man in meinem Blogs nachlesen kann :-))

Südamerika ist im Aufbruch. Der uruguayische Präsident Pepe Mujica – ich habe mehrmals von ihm gesprochen – hat kürzlich auf der Konferenz der lateinamerikanischen Länder wieder einmal eine sensationelle Rede gehalten, in der er seine Präsidenten-Kollegen zur Zusammenarbeit aufforderte. Wie meine Leser bereits wissen, verzichtet er auf 90 % seines Gehalt, lebt auf einer Finka, fährt einen VW-Käfer und predigt das einfache Leben. Die Wirtschaft in Südamerika geht im allgemeinen aufwärts, besonders in Brasilien.
Vor allem aber gibt es Ideen – und es gibt noch so viel zu tun!
Christina und ich haben kürzlich darüber gesprochen, dass in der Schweiz schon alles fertig und perfekt sei. Es gibt nur noch Kleinigkeiten zu regeln. Aber die Stimmung sagt: Wir wollen den Bestand erhalten, wir wollen überleben in der schwierigen europäischen Wirtschaftslage. "Festhalten, erhalten, retten!" – so fühlt die europäsiche Seele. Das ist nicht übermässig spirituell, da wir doch rufen: "Loslassen, feiern, schenken!"

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    Präsident Rafael Correa, Ecuador

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Ich lebe

Ich lebe, und das ist ein lebendiges Gefühl. Mein Körper vibriert, meine Seele ist anwesend, ich bin da.
Als ich nach dem Frühstück gemütlich mit Christina auf dem Sofa sitze, spüre ich es: Das Da-Sein, das Dasein als beseligende Tatsache. Ich nehme es mit in den Tag, ich geniesse es: Ich lebe.

Ein gegenwärtiger Meister, Prem Rawat, bringt dieses Lebendig-Sein wunderbar auf den Punkt in seiner Rede „The Great Reminder“ http://www.youtube.com/watch?v=yMoES8LAShM

In etwas mehr als zwei Minuten erklärt er in diesem Video, was es heisst, zu leben:

Die grosse Gedächtnisstütze

„Der Atem erinnert mich die ganze Zeit an etwas wirklich Wunderbares, das sich ereignet. Und dieses Wunderbare, das sich ereignet, ist meine Existenz. Meine Möglichkeit, zufrieden zu sein. Meine Möglichkeit, erfüllt zu sein. Und ich werde erinnert, Tag und Nacht – nicht auf widerliche Art, nicht widerlich, nicht mit einem Hammer auf den Kopf – sondern in der süssesten und sanftesten Weise: Erinnere dich, erinnere dich, erinnere dich: Du bist lebendig.
Keine Erklärungen mehr! Keine Erklärungen mehr ab jetzt! Keine Predigten mehr! Keine Verkündigungen mehr! Keine Bücher mehr! Kein Blitz und Donner mehr ab jetzt! Kein Schlagen auf den Kopf, keine Tests mehr – sondern nur eine Gedächtnisstütze: Du bist lebendig. Du bist lebendig. Weisst du, was das bedeutet?
Ich weiss es. Ich weiss es, ich weiss, was es bedeutet, lebendig zu sein, zu leben. Es bedeutet alles.
All meine Träume sind Wirklichkeit geworden. Ich träume noch von anderen Dingen, aber alle meine Träume sind Wirklichkeit geworden. Denn ich lebe, denn ich bin lebendig – denn ich existiere.

Prem Rawat

Dies ist die Realität des No-Mind: Wir können das mentale Denken transzendieren in eine Wirklichkeit der freudigen Anwesenheit. Dann sind keine Erklärungen mehr nötig, keine Bücher, kein Meister. Die Erfüllung ist spürbar, und zwar nicht aufgrund eines Erfolges oder Erlebnisses, sondern einfach aufgrund der Tatsache, dass wir am Leben sind.

Prem stellt das in Beziehung zum Atem. Seine Worte zielen auf das Allereinfachste, und Allerwichtigste: Wir sind uns bewusst, dass wir leben, und wir freuen uns darüber. Da ist auch keine Rede von Gott, von einer Theologie. Diese Dinge stehen an zweiter Stelle, wir dürfen sie anerkennen, wenn wir wollen.

Ich bin sehr froh, dass ich weiss, was es bedeutet, lebendig zu sein. Dass ich jeden Augenblick geniessen kann als etwas Wunderbares.

Am schönsten ist die Stelle, an der er sagt: Alle meine Träume sind Wirklichkeit geworden.

Was bedeutet das? Es bedeutet, dass schon allein die Tatsache, dass ich auf der Erde leben darf, die Erfüllung all meiner Träume ist. Im Grunde fallen dann die Träume und Wünsche weg.
Er sagt es auch so: Meine Träume sind Wirklichkeit, ….denn ich lebe.

Judihui! Feiern wir! Leben wir! Geniessen wir! Lachen wir!

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Was macht mein Buch-Projekt?

Vor einigen Monaten startete ich voller Enthusiasmus mein neues Buchprojekt „Die Lösung von fast allem“.
Ich schrieb und schrieb – vom lachenden Gott, von intuitiven Lösungen, von inspirierenden Erlebnissen in Findhorn, von der Fülle des Lebens, von fast allem.
Im Sommer kam mein Schreiben etwas ins Stocken, weil das Leben so lebendig und voll und reich war.
Es ist, wie ich dargelegt habe, kein wirklich ernsthaftes Projekt – obwohl ich es als mein Lebenswerk bezeichne.
Da aber mein Lebenswerk gerade in der Leichtigkeit liegt, werde ich mich logischerweise auch nirgends ernsthaft auf Ernsthaftigkeit einlassen.

Es ist also ein spielerisches Projekt, und daraus folgt, dass sich auch der Titel und die Ausrichtung ändern darf, dass überhaupt alles der Fall sein darf.

Der Titel lautet inzwischen „Welt-Philosophie“, und das macht ebenso viel Spass wie der Lösungs-Titel. Hoffentlich ist dieser Ansatz ein wenig philosophischer, aber die Grundhaltung ist doch gleich geblieben.

Jetzt, da unsere Reise nach Südamerika bevorsteht, beschäftigt mich die Reise. Möglicherweise werden Reiseblogs entstehen, da ich die Eindrücke in den Ländern nicht einfach beiseite schieben will. Südamerika ist etwas Neues, ein grosses Abenteuer, und dieses Abenteuer soll in die Welt-Philosophie einfliessen.

Trotz allem habe ich den roten Faden nicht verloren. Ich will die Reiseerlebnisse in den Zusammenhang der Welt-Philosophie stellen.

Ich habe kürzlich realisiert, dass meine Erlebnisse in Indien und Bali langfristig stärker auf mich gewirkt haben als ich ursprünglich gedacht hatte. Ich habe all diese Erlebnisse schon in Blogs oder in meinem Buch „The Age of Laughter“ beschrieben, aber sie sind noch nicht an einem Ort für den Leser – und auch für mich selbst – gesammelt.

Ich bringe ein paar kleine Beispiele:

  • Die Begegnung mit der armen Strassenverkäuferin Hanna am Strand in Goa, die von sich aus erzählte, wie glücklich sie sei, und dieses Glück auch ausstrahlte.
  • Die Gespräche mit Prana, dem wilden Musiker und Krishna-Anhänger. Er erklärte mir, dass Gott als Person existiere. Wir seien ein Strahl der Sonne, aber nicht die Sonne selbst.
  • Die Gespräche mit dem Ayurveda-Arzt und Philosophen Dr. Jolly, der mir von dem indischen Philosophen Shankara erzählte, und von der Glückseligkeit, die dadurch entsteht, dass wir wissen, dass wir ein Teil von Gott sind.
  • Die Begegnung mit der balinesischen Kultur, die fast nur aus hingebungsvollen und freudigen Opfern besteht, und deren Kunst mitreissend und leidenschaftlich ist.

Ich muss nun nicht wieder nach Indien fahren, um ähnliche Erlebnisse zu haben. Sie haben sich bei mir installiert, und mein Weltbild hat sich bereichert.

Allerdings habe ich Lust, wieder hinzureisen, weil der Aufenthalt so inspirierend und paradiesisch war, und das liebe ich natürlich.

Was es in Südamerika zu lernen gibt, weiss ich noch nicht. Vielleicht ziehe ich mich eine Weile zurück, um zu schreiben. Vielleicht werde ich tief berührt von den Menschen. Aber die Reise wird mich sicher der Welt-Philosophie näher bringen, denn ich werde mehr von der Welt gesehen und gespürt haben.

Insofern ist mein Buch-Projekt auf dem besten Weg. Die Form ist noch nicht klar, aber Inhalte gibt es in Fülle.

Es geht um eine Summa, eine Zusammenfassung der philosophischen Strömungen, die in die Richtung auf ein „neues Menschsein“ zeigen. Ich kann das nur tun, weil ich nicht ganz ernsthaft bin, und weil ich an keiner Stelle glaube, man könne irgend etwas verbindlich formulieren. „Wissenschaftliche Objektivität“ gibt es nicht. Sie ist eine Illusion, wie nun auf allen Ebenen nachgewiesen wurde. Dafür bin ich voller subjektiver Objektivität, wenn Sie wissen, was ich meine.
Meine Sichtweise ist relevant, weil sie aus einem reichen glücklichen narrosophischen erfahrenen inspirierten sich nicht so wichtig nehmenden Leben stammen – also aus einer göttlichen Quelle 🙂

An diesem schönen Abend in unserer Villa Kunterbunt in unserem Schweizer Paradies bin ich voll glücklich, zufrieden und friedlich, und ich habe alles erreicht – Buchprojekt hin oder her!
Dieser Text ist ein Teil des Manuskripts, s.o.

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Welt-Philosophie

Ich denke mehr nach an diesem Tag. Ich denke nach über die Bestimmung der Menschheit. Aber das Nachdenken kommt von aussen, aus den Sphären. Es ereignet sich. Der Zeitpunkt ist gekommen, dass wir uns als Menschen diese Gedanken machen. Wir brauchen nur die alten philosophischen Einsichten wieder ausgraben und uns zu eigen machen. So hat Epiktet gesagt: Du bist ein Splitter Gottes, hast in dir ein Teil von Ihm – wie also, kennst Du deinen Adel nicht? Weißt du nicht, woher du kamst? Das genügt als Aussage und will auf dem Planeten fühlbar werden.
Die Menschheit erwacht, und viele Menschen wissen und spüren es. Wir können die Aufmerksamkeit für diese Themen stärken oder wecken. Das dürfte nicht zu schwer sein, vor allem wenn man immer so viele schöne Gedanken spinnt und gerne Projekte startet. Eine Aufsehen erregende Aktion kann als ein Katalysator das Bewusstsein der Menschen bewegen. Meine Idee mit der Petition an den Papst könnte eine Bewegung in diese Richtung sein. Natürlich geht alles auch ganz von selbst. Denn die Intelligenz des Menschen wird sich allmählich in höhere Intelligenz transformieren, ob wir wollen oder nicht. Aber es macht Spass, solche Themen kreativ zu entwickeln und aus einem ganzheitlichen Verständnis etwas Neues zu schaffen. Es ist eine Alchemie, die aus sich selbst heraus aus dem Nichts etwas schafft. Und dieses Schaffen aus dem Nichts ist etwas Göttliches. Indem wir so vorgehen, werden wir den Göttern gleich.
Deswegen könnte mein Buch-Projekt auch Welt-Philosophie heissen, weil ich eine Philosophie für den Planeten, für die neue Zeit, formuliere.

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18 Zurück zur Lösung

Zurück zur Lösung!

Narrosophischer Text.

Der narrosophische Stil entsteht aus dem Augenblick, aus der Eingebung, aus der Ekstase, aus dem Jubel.
Im narrosophischen Stil entsteht und ersteht die Lösung von fast allem. Es ist nicht nur ein Schreibstil, sondern ein Lebens-Stil. Ein Lebens-Stil der Leichtigkeit, der Liebe, des Tanzes, der Kreativität, des Da-Seins im Jetzt.
Ein Lebens-Stil, der schon allein die Tatsache der Existenz, und insbesondere unserer menschlichen Existenz, als Anlass zum Jubeln betrachtet, und der immer wieder ruft: „Alles ist sehr, sehr gut!“

Diesen Satz hat schon Eileen Caddy, die geistige Mutter von Findhorn, von Gott gesagt bekommen, und sie hat ihn immer wieder wiederholt – auch in den grössten Wirren der Gemeinschaft, auch angesichts von Machtkämpfen. Natürlich konnten die Kämpfenden den Satz nicht annehmen, aber die Grundlage war doch da.

Diese Haltung des „Alles ist gut“ tönt uns heute aus vielen Quellen entgegen, und wenn wir uns in diese Haltung immer wieder hineinlachen, dann wird das zum Lebens-Stil, zur Erfüllung im Alltag. Die Neuronen ordnen sich neu, und wir lösen uns von dem, was andere Leute Probleme nennen.

Es gibt ein weltweites Netzwerk lachender Menschen, es gibt spirituelle Lehrer, die diese einfache Botschaft verkünden und leben.

Einer davon ist Prem Rawat, genannt Maharaji. Ich habe schon etwas über ihn geschrieben und habe inzwischen ein Buch über ihn gekauft: Frieden ist möglich, von Andrea Cagan. Es ist eindrücklich, über Prems Vater zu lesen, der auch schon ein spiritueller Lehrer war:

„Als Shri Maharaji (Prems Vater) 65 Jahre alt war, stellten seine Schüler fest, dass er im Laufe der Zeit immer ekstatischer geworden war. Oft blieb er bis spät in die Nacht auf, manchmal sogar die ganze Nacht, und feierte die Herrlichkeit des Lebens, sang und tanzte mit seinen Schülern, lebte von einem Tag zum anderen mit wenig oder gänzlich ohne Schlaf. Es hiess, er befinde sich in einem Zustand ,göttlicher Berauschtheit‘„ S. 103

Kurz darauf starb der Vater, und der achtjährige Sohn, jüngster von vier Söhnen, trat seine Nachfolge an. Mit 13 reiste er in den Westen und verkündet seither wie ein Fixstern seine einfache Botschaft des Herzens.

Christina und ich sind ebenfalls Fixsterne der Lebensfreude, der Weisheit und der Liebe. Manche Leute merken es, andere nicht, das ist auch egal. Aber was wir beide leben, ist einfach und wunderbar – ein Fest des Lebens, des Lachens und der Liebe.

Vater Shri Maharaji hatte ein Lieblings-Zitat: „Mensch, dein Leben ist ein zwei Tage währendes Fest!“

Dieses Lebensgefühl ist im sauertöpfischen Europa noch nicht so ganz angekommen, aber das macht nichts, denn alles ist sehr sehr gut.

Zelebrieren wir die Lösung der Lösungen, zelebrieren wir die Meta-Meta-Meta-Ebene, finden wir uns im tanzenden Wirbel der Quanten und der Quanten-Tanten, in der Ekstase des Unsinns, des Nichts, der Begeisterung, der Liebe und der Göttichkeit!

Kommen wir immer wieder zurück zum Wesentlichen! Und was ist das Wesentliche? Unser Wesen ist das Wesentliche. Unser Wesen ist Glücklich-Sein, ist das Feiern, ist der Jubel, so dass wir sagen und singen können: Ausser Wesen nichts gewesen!

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17 Findhorn Nachklang

Findhorn gehört zur „Lösung von fast allem“. Wie ich in den ersten Blogs dargelegt habe, liegt die Lösung im Lachen, in der einzelnen Seele, im Erlebnis der göttlichen Verbundenheit. Es macht entschieden Spass, dieses Erlebnis in einer Gruppe zu haben.

All dies ist wunderbar: Das Erleben der Lösung im eigenen Innern, zu zweit, in einer Gruppe.
Ich habe dieses inspirierte Gruppen-Gefühl u.a. in Goa/ Indien erlebt, bei den täglichen Sonnenuntergangs-Zeremonien am Strand von Arambol.
Hier ist der Link zu diesem „Land der Freude und des Glücks“: http://www.youtube.com/watch?v=_QeiA4Bj6OA

Die Goa-Gemeinschaft ist eine Non-Intentional-Community, also eine absichtslose Gemeinschaft. Die Absichtslosigkeit, die Leichtigkeit und die Spontanität haben mich begeistert.

Der Fachausdruck für Gemeinschaften wie Findhorn ist „Intentional Community“ – also eine Gemeinschaft, die aus einem bestimmten Impuls, aus einer Absicht heraus entstanden ist, und die diese Ausrichtung weiterzutragen versucht: Eine Gemeinschaft mit einem Bewusstsein, mit einer Philosophie. Aber das kann auch Begrenzung bedeuten.

Die Findhorn-Leute ziehen noch andere Register: Sie sprechen von einer „Intended Community“ – also einer beabsichtigten Gemeinschaft. Und sie meinen damit offensichtlich, dass diese Gemeinschaft von Gott beabsichtigt war. Sie fühlen sich als eine Art auserwähltes Volk, und das ist auch richtig so – denn wir sind alle auserwählt, wir sind alle gesegnet, und wenn wir dies sagen, dann verstärkt sich alles.

Ich habe in meiner philosophischen Doktorarbeit hauptsächlich die „Intentional Communities“ behandelt und stellte damals, vor knapp 20 Jahren, auch die Findhorn-Gemeinschaft vor. Den hier skizzierten Unterschied habe ich damals noch nicht gemacht.

Ich bin 2012 etwas skeptisch gewesen vor meiner Reise nach Findhorn. Aber ich habe mich überzeugen können, dass dort eine Quadratur des Kreises gelingt: Die Gemeinschaft ist stark, und die einzelnen sind stark. Die Lösung von fast allem gelingt im Kollektiv, und das ist stark.

Möge sie uns einem nach dem anderen gelingen, auf dass wir dann zu einem gelösten Chor zusammenströmen und das Leben zelebrieren!

Ich zitiere daher zum Schluss ein Lied, das wir in Findhorn gesungen haben, und das ich auch hier in unserem Paradies verbreite, und das wir alle möglichst mal zusammen singen sollten:

One by one, everyone comes to remember,
We‘re healing the world one heart at a time!

Einer nach dem anderen, und jeder erinnert sich:
Wir heilen die Welt, ein Herz nach dem anderen!

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16 Findhorn 3 – Zentrum des Lichts

Meine Woche in Findhorn ist zu Ende. Es war wunderbar! Ich bin bereichert und inspiriert. Es macht Spass, Teil eines „Zentrums des Lichts“ zu sein!

Ich versuche in diesem letzten Artikel, die wichtigsten weiteren Ereignisse zu schildern und schliesslich das Ganze in einer Gesamtschau zusammenzufassen.

Höhepunkte

Das RP-Gathering, das Treffen der Kontaktpersonen, war als solches schon ein Höhepunkt. Manche RPs reisten extra aus Neuseeland und Japan an.
Die Kontaktpersonen vertreten den Findhorn-Gedanken nach aussen und locken weitere potentielle Besucher nach Findhorn. Sie sind dazu autorisiert und können bei Fragen in ihren Ländern Auskunft geben. Ca. alle fünf Jahre findet ein RP-Treffen auf Einladung der FF statt. Ich war zum dritten Mal dabei.
Wir haben diesmal auch einen Schritt in der Technologie gemacht und eine Facebook-Gruppe gegründet, um besser in Kontakt bleiben zu können. Dort fliesst bereits die Kommunikation, und sie wird weiter fliessen!
Wir wurden als RPs bevorzugt behandelt und bekamen sehr viele Informationen. Die Gemeinschaft entwickelt sich rasant, und nach fünf Jahren sieht alles wieder anders aus.

Ein weiterer Höhepunkt war für mich das Singen und Tanzen am Montag morgen mit Yvonne Cuneo. So viel Freude, Leichtigkeit und Offenheit! Mein narrosophischer Blick, der für das Glück geschult ist, wurde voll befriedigt. Glückseligkeit kann nicht gesteigert werden. Es ist herrlich, das in einer Gruppe zu erleben.

Aber oh, es gibt so viele Höhepunkte, ich kann sie nicht alle schildern. Das muss man schon selbst erleben.

Ich schildere noch die Friedenszeremonie mit Katharina am Freitag nachmittag, unserem letzten Tag. Katharina und ich kennen uns seit langem, aber diesmal begegneten wir uns nur bei diesem Event. Ich bin ein „Veteran“ der Friedensarbeit und habe mich in den 90er Jahren im Rahmen unserer „Globalen Initiative“ jahrelang für den Weltfrieden eingesetzt. Von daher kannte ich schon die Friedenspfähle der „World Peace Prayer Society“ und den kraftvollen Spruch „May Peace Prevail on Earth“. (www.worldpeace.org)
Aber was Katharina da inszeniert, das habe ich noch nie erlebt. Sie ist in den 90er Jahren mit der japanischen Friedensorganisation in Kontakt gekommen und war so beeindruckt, dass sie mehrmals nach Japan reiste und sich zur Botschafterin ausbilden liess.
Im Ballsaal des Cluny Hotels sind ca. 190 Fahnen im Kreis aufgestellt – die Fahnen aller Länder der Erde, ca. 2 m hoch.
Die Fahnen wurden der Findhorn-Gemeinschaft geschenkt. Sie wurden von einer Gruppe von 16 japanischen Mitgliedern der Organisation von Hand hergestellt. Sie beteten während der Arbeit für den Weltfrieden; die Arbeit dauerte ein Jahr lang.
Weiterhin gibt es postkartengrosse Karten mit den gleichen Symbolen.
Wir versammeln uns im Ballraum. In der Mitte steht ein kleiner Friedenspfahl. In den letzten Jahrzehnten sind auf der Erde mehr als 200000 grosse, 2 m hohe Friedenspfähle errichtet worden. Das ist in meinen Augen eine Art Friedens-Akupunktur.
Wir versammeln uns im Kreis; jeder Teilnehmer erhält ca. 6 Karten.
Und nun liest jeder Teilnehmer den Namen seines Landes vor, zeigt die Karte, und wir sprechen im Chor: Möge Frieden in Kenia sein; möge Frieden in Guatemala sein, usw., das Ganze also 190 mal.
Manchen Teilnehmern laufen die Tränen herunter.
Was ist das? Da kommt eine Gruppe von 30 Leuten zusammen und nimmt sich eine Stunde Zeit. Das ist wahrer, herrlicher Luxus! Wir nehmen uns die Zeit, wir schenken die Zeit, um Frieden für die Welt zu wünschen.
Das wirkt sicher Wunder! Wir tun es. Wir gehen nicht hin in das Land und verhandeln, sondern wir wünschen den Frieden auf der Meta-Ebene, auf der quantenphysichen Ebene, auf der Wunder-Ebene. Auf der wirkenden Ebene!
Ihr erinnert euch, wie die Märchen beginnen: Vor langer Zeit, als das Wünschen noch geholfen hat.
Wir müssen nicht einmal wissen, was in diesem Land der Fall ist, denn heutzutage, in der neuen Zeit, hilft das Wünschen wieder.
Katharina hat mir in einem Mail Folgendes geschrieben: Es war wunderschön die Friedenszeremonie mit Euch zu machen. Der Ballroom ist einfach
ideal dafür. Und eure Einheit als Gruppe hat einen starken Container gebildet, der tiefe Energiearbeit erlaubt hat. Danke nochmal dafür.

Ein weiterer Höhepunkt war meine Mitarbeit in der Maintenance-Abteilung (Instandhaltung) im Park. Da kommst du in die Werkstatt zu den Handwerkern, und auf dem Tisch steht eine Kerze inmitten von frischen Blumen, und jeder erzählt erst mal, wie es ihm so geht heute, und man stimmt sich ein mit guten Wünschen, man hält sich an den Händen, meditiert – echt poetisch! Bei meinem ersten Einsatz ordne ich Schrauben und Schraubenzieher, mache sauber, hänge Schraubzwingen an ihren richtigen Ort, stehe herum, weil ich nicht weiss was wohin kommt, und am Schluss lege ich mit einer jungen Frau aus New York noch einen Endspurt in Sauberkeit hin, so dass wir dann doch zufrieden sind mit unserer Leistung. Nach dem zweiten Einsatz am Freitag sind wir, acht Leute, schon ein richtiges Team geworden; ich habe das Gefühl, mich von alten Freunden zu trennen.

Und natürlich unser Abschluss-Abend am Freitag. Barbara Swetina, die Troubadourin und Inspiratorin, ist gekommen. Mit ihr zusammen gestalte ich den Abend, und es ist grossartig.
Ich habe unser gutes altes Mitmach-Musical „Der Traum“ wieder ausgegraben, das Christina und ich zuletzt in Neuseeland aufgeführt haben. Barbara und ich hatten uns für die Idee begeistert, es in improvisierter Form zu bringen.
Wir haben keine Zeit für die Vorbereitung und treffen uns 20 Minuten vor der Veranstaltung im Beechtree-Raum. Sie hat ihr Akkordeon und ihre Querflöte dabei, und am Abend wechseln wir uns im Spielen dieser Instrumente ab oder spielen zusammen.
Nach einem einleitenden Tanz erzähle ich kurz die Geschichte von dem „lächerlichen Menschen“, der im Traum auf einen glücklichen Planeten versetzt wird. Das Ganze basiert auf der Novelle von Dostojewksi: Der Traum eines lächerlichen Menschen.
Die Zuhörer können mitmachen, und schon bald wiegen wir uns und singen „du du du“ zu dem Lied „Hört ihr auf unser Singen“, von Rolando komponiert und getextet.
Hauptteil des Musicals ist das Feiern des Glücklichseins auf dem Planeten, und da kommt Barbara voll in Schwung mit ihren Songs und Tänzen, und wir spüren in unseren Knochen und Herzen dieses Gefühl, im Paradies zu sein, ohne Telefon, E-Mail, Fernsehen, Anwälte, Abgase, Rasierapparate – einfach ein glückliches Volk in der Sonne zu sein, ein Lichtvolk. Mit unserer von der Woche aufgetankten Energie ist es ein Leichtes, dort hineinzuschwingen.
Der lächerliche Mann erwacht am Schluss von seinem Traum und gelobt, nun auf den Strassen zu verkünden, denn er hat die Wahrheit gesehen, er hat den Sinn des menschlichen Lebens begriffen.
Es gibt Gedanken, dass weitere Aktionen in dieser Richtung folgen könnten, gekrönt von Strassenaktionen, die von der Schönheit des Lebens handeln.

Zusammenfassung

Beeindruckend ist die Kunst der Manifestation in Findhorn: Es werden beträchtliche Geldbeträge gespendet. Ich habe schon von der Million (Pfund) berichtet, die für das Kunst-Zentrum zusammengekommen sind. Es sind weitere hohe Beträge über 100000 £ gespendet oder vererbt worden.
Die Zahlen der Kursteilnehmer in Findhorn sind in den letzten Jahren gestiegen, trotz Wirtschaftskrise.

Ein Insider verrät mir, dass Ende der 90er-Jahre das gesamte Leitungs-Team der FF aufgrund von Konflikten zurückgetreten sei. Das Ganze musste komplett neu aufgebaut werden. Heute ist man jenseits dieser grossen Konflikte. Was nicht heisst, dass es keine Spannungen gibt.
Ich höre auch einige kritische Anmerkungen. Ein Findhornianer sagt mir, dass die Bauarbeiten von Duneland seit fast einem Jahr dermassen viel Lärm verursachen, dass die Bungalows nur so wackeln. Er hat auch den Eindruck, dass die Arbeitsbelastung zu hoch ist und dadurch die Spiritualität zu kurz kommt. Er will vorschlagen, eine Vier-Tage-Woche einzuführen.
Er berichtet weiterhin, dass viele sich in die Arbeit flüchten und sich nur über die Arbeit definieren. „Sie haben mit sich selbst keine Freude“, sagt er.
Aus anderen Quellen höre ich, dass die Unterkünfte für Mitarbeiter z.T. ziemlich schlecht sind. Das mag ja stimmen – aber denken wir mal an die Gründer, die sechs Jahre lang, drei Erwachsene und drei Kinder, in einem einsamen Caravan im Park verbrachten, als Arbeitslose, ohne gemeinsames Essen im Gemeinschaftszentrum, ohne all den Reichtum, der jetzt hier herrscht…

Die Ergebnisse meiner HQ-Umfrage sind etwas ernüchternd. Bei einer Skala bis 35 (höchster Spassfaktor, Erleuchtung, absolute Lebensfreude) kommt die Gemeinschaft nach Meinung der Insider auf gerade mal 20 Punkte. Zu diesem Thema haben sich interessante Gespräche mit den Befragten ergeben. Nach wie vor scheint die Meinung vorherrschend, dass Spiritualität eine ernsthafte Sache sei. Die Gründer waren „tief verpflichtet“, sie haben alles gegeben, sie waren im Dienst Gottes tätig. Nach diesem Denkmuster ist Gott ein ernsthafter Mann, dem man zu folgen hat. Man muss dienen, man muss seine Aufgabe auf Erden erfüllen. Daher stürzt man sich in die Arbeit, weil man dann glaubt, „gut“ zu sein, und sich daraus die Lebensbestätigung holt.
Obwohl es die wunderbare Leichtigkeit gibt, die in vielen Formen zum Ausdruck kommt, bleibt als Grundgefühl doch die Schwere dieser spirituellen Verpflichtung. Wir wissen längst, z.B. aus den Offenbarungen von Neale Donald Walsch, dass Gott eine heitere Person ist, dass er Humor hat und lacht. Und wir wissen es noch besser aus den Offenbarungen von Rolando, dem Narrosophen (s. Blog 7, Der lachende Gott, auf http://www.rolandoblog.wordpress.com). Aber obwohl den Findhornianern die Leichtigkeit der Spiritualität bewusst ist – denn sie leben auf der Höhe der Zeit – scheinen sie sie doch noch nicht ganz im Alltag zu verwirklichen.

Nachdem ich all dies geschildert und bedacht habe, komme ich trotz allem zu dem ziemlich überwältigenden Ergebnis, dass Findhorn ein Zentrum des Lichts ist. Im letzten Jahrhundert wollten wir noch „lichtwärts“ gehen – dort sind wir im Licht. Jeder, der sich für die Frage der Evolution des menschlichen Bewusstseins interessiert, sollte das mal miterleben. In Findhorn gibt es keinen Guru, der das alles weiss und den anderen erzählt, sondern es schwirrt eine Art Gruppenbewusstsein in der Luft. Man kann das mit einem Bienenschwarm vergleichen, der nicht von einer Königin, sondern von der Gruppe und der Tradition zusammengehalten wird. Sobald man im Bienenschwarm mit schwirrt, ist man wie verzaubert, und alles scheint wie von selbst zu funktionieren. Die unsichtbaren Vibrationen des Schwarms übertragen sich sofort, und man wird vom Nehmer zum Geber, vom Angeber zum Dienenden, vom intellektuellen Skeptiker zum hingebungsvollen Tänzer. Es ist für den Neuling wie auf einem anderen Planeten – auf dem glücklichen Planeten unseres Musicals.
Viele RPs sagen, dass ihr ganzes Leben sich durch die Findhorn-Erfahrung geändert hat, dass sie seit Jahrzehnten in diesem Energiestrom leben und immer wieder in Findhorn auftanken.

Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, in diesem Text einen Vorgeschmack zu erzeugen, Neugier hervorzurufen. Es ist nicht gefährlich im äusseren Sinne, du kannst dich sicher fühlen. Aber es besteht die Gefahr einer grundlegenden Wandlung, einer Verwandlung in die Lichthaftigkeit. Das ist deine Chance!

Findhorn beschreibt sich in seinem Prospekt 2012 wie folgt:

Die Findhorn Stiftung ist eine spirituelle Gemeinschaft, ein Ökodorf und ein Zentrum für ganzheitliches Lernen, und ist international bekannt als ein einmaliges Laboratorium für den Wandel. Wir bieten ein breites Spektrum von Seminaren, Events und anderen Möglichkeiten der Teilnahme. Wir haben das Ziel, neue, inspirierende Wege des Lebens für eine friedliche und nachhaltige Welt zu zeigen.
Während der letzten 50 Jahre hat die Findhorn Gemeinschaft mit der Intelligenz der Natur zusammengearbeitet, um das höchste menschliche Potential zu erwecken. Alle die sich hier einsetzen, Bewohner und Besucher, finden eine Umgebung, die tiefen persönlichen Wandel unterstützt, neue Ideen sät und praktische Projekte durchführt, um den weltweiten Herausforderungen und Gelegenheiten unserer Zeit gerecht zu werden. Das Leben in Findhorn ist der perfekte Weg, etwas über Ganzheit, Integrität, Sinn, Führerschaft, Liebe, Schönheit, Konkreativität, Kommunikation, Lebensfreude und Dienen zu lernen.
Wir heissen Sie willkommen, an dem grossen Werk und Experiment „Findhorn in seinem 50ten Jahr“ teilzunehmen.

http://www.findhorn.org