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16 Findhorn 3 – Zentrum des Lichts

Meine Woche in Findhorn ist zu Ende. Es war wunderbar! Ich bin bereichert und inspiriert. Es macht Spass, Teil eines „Zentrums des Lichts“ zu sein!

Ich versuche in diesem letzten Artikel, die wichtigsten weiteren Ereignisse zu schildern und schliesslich das Ganze in einer Gesamtschau zusammenzufassen.

Höhepunkte

Das RP-Gathering, das Treffen der Kontaktpersonen, war als solches schon ein Höhepunkt. Manche RPs reisten extra aus Neuseeland und Japan an.
Die Kontaktpersonen vertreten den Findhorn-Gedanken nach aussen und locken weitere potentielle Besucher nach Findhorn. Sie sind dazu autorisiert und können bei Fragen in ihren Ländern Auskunft geben. Ca. alle fünf Jahre findet ein RP-Treffen auf Einladung der FF statt. Ich war zum dritten Mal dabei.
Wir haben diesmal auch einen Schritt in der Technologie gemacht und eine Facebook-Gruppe gegründet, um besser in Kontakt bleiben zu können. Dort fliesst bereits die Kommunikation, und sie wird weiter fliessen!
Wir wurden als RPs bevorzugt behandelt und bekamen sehr viele Informationen. Die Gemeinschaft entwickelt sich rasant, und nach fünf Jahren sieht alles wieder anders aus.

Ein weiterer Höhepunkt war für mich das Singen und Tanzen am Montag morgen mit Yvonne Cuneo. So viel Freude, Leichtigkeit und Offenheit! Mein narrosophischer Blick, der für das Glück geschult ist, wurde voll befriedigt. Glückseligkeit kann nicht gesteigert werden. Es ist herrlich, das in einer Gruppe zu erleben.

Aber oh, es gibt so viele Höhepunkte, ich kann sie nicht alle schildern. Das muss man schon selbst erleben.

Ich schildere noch die Friedenszeremonie mit Katharina am Freitag nachmittag, unserem letzten Tag. Katharina und ich kennen uns seit langem, aber diesmal begegneten wir uns nur bei diesem Event. Ich bin ein „Veteran“ der Friedensarbeit und habe mich in den 90er Jahren im Rahmen unserer „Globalen Initiative“ jahrelang für den Weltfrieden eingesetzt. Von daher kannte ich schon die Friedenspfähle der „World Peace Prayer Society“ und den kraftvollen Spruch „May Peace Prevail on Earth“. (www.worldpeace.org)
Aber was Katharina da inszeniert, das habe ich noch nie erlebt. Sie ist in den 90er Jahren mit der japanischen Friedensorganisation in Kontakt gekommen und war so beeindruckt, dass sie mehrmals nach Japan reiste und sich zur Botschafterin ausbilden liess.
Im Ballsaal des Cluny Hotels sind ca. 190 Fahnen im Kreis aufgestellt – die Fahnen aller Länder der Erde, ca. 2 m hoch.
Die Fahnen wurden der Findhorn-Gemeinschaft geschenkt. Sie wurden von einer Gruppe von 16 japanischen Mitgliedern der Organisation von Hand hergestellt. Sie beteten während der Arbeit für den Weltfrieden; die Arbeit dauerte ein Jahr lang.
Weiterhin gibt es postkartengrosse Karten mit den gleichen Symbolen.
Wir versammeln uns im Ballraum. In der Mitte steht ein kleiner Friedenspfahl. In den letzten Jahrzehnten sind auf der Erde mehr als 200000 grosse, 2 m hohe Friedenspfähle errichtet worden. Das ist in meinen Augen eine Art Friedens-Akupunktur.
Wir versammeln uns im Kreis; jeder Teilnehmer erhält ca. 6 Karten.
Und nun liest jeder Teilnehmer den Namen seines Landes vor, zeigt die Karte, und wir sprechen im Chor: Möge Frieden in Kenia sein; möge Frieden in Guatemala sein, usw., das Ganze also 190 mal.
Manchen Teilnehmern laufen die Tränen herunter.
Was ist das? Da kommt eine Gruppe von 30 Leuten zusammen und nimmt sich eine Stunde Zeit. Das ist wahrer, herrlicher Luxus! Wir nehmen uns die Zeit, wir schenken die Zeit, um Frieden für die Welt zu wünschen.
Das wirkt sicher Wunder! Wir tun es. Wir gehen nicht hin in das Land und verhandeln, sondern wir wünschen den Frieden auf der Meta-Ebene, auf der quantenphysichen Ebene, auf der Wunder-Ebene. Auf der wirkenden Ebene!
Ihr erinnert euch, wie die Märchen beginnen: Vor langer Zeit, als das Wünschen noch geholfen hat.
Wir müssen nicht einmal wissen, was in diesem Land der Fall ist, denn heutzutage, in der neuen Zeit, hilft das Wünschen wieder.
Katharina hat mir in einem Mail Folgendes geschrieben: Es war wunderschön die Friedenszeremonie mit Euch zu machen. Der Ballroom ist einfach
ideal dafür. Und eure Einheit als Gruppe hat einen starken Container gebildet, der tiefe Energiearbeit erlaubt hat. Danke nochmal dafür.

Ein weiterer Höhepunkt war meine Mitarbeit in der Maintenance-Abteilung (Instandhaltung) im Park. Da kommst du in die Werkstatt zu den Handwerkern, und auf dem Tisch steht eine Kerze inmitten von frischen Blumen, und jeder erzählt erst mal, wie es ihm so geht heute, und man stimmt sich ein mit guten Wünschen, man hält sich an den Händen, meditiert – echt poetisch! Bei meinem ersten Einsatz ordne ich Schrauben und Schraubenzieher, mache sauber, hänge Schraubzwingen an ihren richtigen Ort, stehe herum, weil ich nicht weiss was wohin kommt, und am Schluss lege ich mit einer jungen Frau aus New York noch einen Endspurt in Sauberkeit hin, so dass wir dann doch zufrieden sind mit unserer Leistung. Nach dem zweiten Einsatz am Freitag sind wir, acht Leute, schon ein richtiges Team geworden; ich habe das Gefühl, mich von alten Freunden zu trennen.

Und natürlich unser Abschluss-Abend am Freitag. Barbara Swetina, die Troubadourin und Inspiratorin, ist gekommen. Mit ihr zusammen gestalte ich den Abend, und es ist grossartig.
Ich habe unser gutes altes Mitmach-Musical „Der Traum“ wieder ausgegraben, das Christina und ich zuletzt in Neuseeland aufgeführt haben. Barbara und ich hatten uns für die Idee begeistert, es in improvisierter Form zu bringen.
Wir haben keine Zeit für die Vorbereitung und treffen uns 20 Minuten vor der Veranstaltung im Beechtree-Raum. Sie hat ihr Akkordeon und ihre Querflöte dabei, und am Abend wechseln wir uns im Spielen dieser Instrumente ab oder spielen zusammen.
Nach einem einleitenden Tanz erzähle ich kurz die Geschichte von dem „lächerlichen Menschen“, der im Traum auf einen glücklichen Planeten versetzt wird. Das Ganze basiert auf der Novelle von Dostojewksi: Der Traum eines lächerlichen Menschen.
Die Zuhörer können mitmachen, und schon bald wiegen wir uns und singen „du du du“ zu dem Lied „Hört ihr auf unser Singen“, von Rolando komponiert und getextet.
Hauptteil des Musicals ist das Feiern des Glücklichseins auf dem Planeten, und da kommt Barbara voll in Schwung mit ihren Songs und Tänzen, und wir spüren in unseren Knochen und Herzen dieses Gefühl, im Paradies zu sein, ohne Telefon, E-Mail, Fernsehen, Anwälte, Abgase, Rasierapparate – einfach ein glückliches Volk in der Sonne zu sein, ein Lichtvolk. Mit unserer von der Woche aufgetankten Energie ist es ein Leichtes, dort hineinzuschwingen.
Der lächerliche Mann erwacht am Schluss von seinem Traum und gelobt, nun auf den Strassen zu verkünden, denn er hat die Wahrheit gesehen, er hat den Sinn des menschlichen Lebens begriffen.
Es gibt Gedanken, dass weitere Aktionen in dieser Richtung folgen könnten, gekrönt von Strassenaktionen, die von der Schönheit des Lebens handeln.

Zusammenfassung

Beeindruckend ist die Kunst der Manifestation in Findhorn: Es werden beträchtliche Geldbeträge gespendet. Ich habe schon von der Million (Pfund) berichtet, die für das Kunst-Zentrum zusammengekommen sind. Es sind weitere hohe Beträge über 100000 £ gespendet oder vererbt worden.
Die Zahlen der Kursteilnehmer in Findhorn sind in den letzten Jahren gestiegen, trotz Wirtschaftskrise.

Ein Insider verrät mir, dass Ende der 90er-Jahre das gesamte Leitungs-Team der FF aufgrund von Konflikten zurückgetreten sei. Das Ganze musste komplett neu aufgebaut werden. Heute ist man jenseits dieser grossen Konflikte. Was nicht heisst, dass es keine Spannungen gibt.
Ich höre auch einige kritische Anmerkungen. Ein Findhornianer sagt mir, dass die Bauarbeiten von Duneland seit fast einem Jahr dermassen viel Lärm verursachen, dass die Bungalows nur so wackeln. Er hat auch den Eindruck, dass die Arbeitsbelastung zu hoch ist und dadurch die Spiritualität zu kurz kommt. Er will vorschlagen, eine Vier-Tage-Woche einzuführen.
Er berichtet weiterhin, dass viele sich in die Arbeit flüchten und sich nur über die Arbeit definieren. „Sie haben mit sich selbst keine Freude“, sagt er.
Aus anderen Quellen höre ich, dass die Unterkünfte für Mitarbeiter z.T. ziemlich schlecht sind. Das mag ja stimmen – aber denken wir mal an die Gründer, die sechs Jahre lang, drei Erwachsene und drei Kinder, in einem einsamen Caravan im Park verbrachten, als Arbeitslose, ohne gemeinsames Essen im Gemeinschaftszentrum, ohne all den Reichtum, der jetzt hier herrscht…

Die Ergebnisse meiner HQ-Umfrage sind etwas ernüchternd. Bei einer Skala bis 35 (höchster Spassfaktor, Erleuchtung, absolute Lebensfreude) kommt die Gemeinschaft nach Meinung der Insider auf gerade mal 20 Punkte. Zu diesem Thema haben sich interessante Gespräche mit den Befragten ergeben. Nach wie vor scheint die Meinung vorherrschend, dass Spiritualität eine ernsthafte Sache sei. Die Gründer waren „tief verpflichtet“, sie haben alles gegeben, sie waren im Dienst Gottes tätig. Nach diesem Denkmuster ist Gott ein ernsthafter Mann, dem man zu folgen hat. Man muss dienen, man muss seine Aufgabe auf Erden erfüllen. Daher stürzt man sich in die Arbeit, weil man dann glaubt, „gut“ zu sein, und sich daraus die Lebensbestätigung holt.
Obwohl es die wunderbare Leichtigkeit gibt, die in vielen Formen zum Ausdruck kommt, bleibt als Grundgefühl doch die Schwere dieser spirituellen Verpflichtung. Wir wissen längst, z.B. aus den Offenbarungen von Neale Donald Walsch, dass Gott eine heitere Person ist, dass er Humor hat und lacht. Und wir wissen es noch besser aus den Offenbarungen von Rolando, dem Narrosophen (s. Blog 7, Der lachende Gott, auf http://www.rolandoblog.wordpress.com). Aber obwohl den Findhornianern die Leichtigkeit der Spiritualität bewusst ist – denn sie leben auf der Höhe der Zeit – scheinen sie sie doch noch nicht ganz im Alltag zu verwirklichen.

Nachdem ich all dies geschildert und bedacht habe, komme ich trotz allem zu dem ziemlich überwältigenden Ergebnis, dass Findhorn ein Zentrum des Lichts ist. Im letzten Jahrhundert wollten wir noch „lichtwärts“ gehen – dort sind wir im Licht. Jeder, der sich für die Frage der Evolution des menschlichen Bewusstseins interessiert, sollte das mal miterleben. In Findhorn gibt es keinen Guru, der das alles weiss und den anderen erzählt, sondern es schwirrt eine Art Gruppenbewusstsein in der Luft. Man kann das mit einem Bienenschwarm vergleichen, der nicht von einer Königin, sondern von der Gruppe und der Tradition zusammengehalten wird. Sobald man im Bienenschwarm mit schwirrt, ist man wie verzaubert, und alles scheint wie von selbst zu funktionieren. Die unsichtbaren Vibrationen des Schwarms übertragen sich sofort, und man wird vom Nehmer zum Geber, vom Angeber zum Dienenden, vom intellektuellen Skeptiker zum hingebungsvollen Tänzer. Es ist für den Neuling wie auf einem anderen Planeten – auf dem glücklichen Planeten unseres Musicals.
Viele RPs sagen, dass ihr ganzes Leben sich durch die Findhorn-Erfahrung geändert hat, dass sie seit Jahrzehnten in diesem Energiestrom leben und immer wieder in Findhorn auftanken.

Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, in diesem Text einen Vorgeschmack zu erzeugen, Neugier hervorzurufen. Es ist nicht gefährlich im äusseren Sinne, du kannst dich sicher fühlen. Aber es besteht die Gefahr einer grundlegenden Wandlung, einer Verwandlung in die Lichthaftigkeit. Das ist deine Chance!

Findhorn beschreibt sich in seinem Prospekt 2012 wie folgt:

Die Findhorn Stiftung ist eine spirituelle Gemeinschaft, ein Ökodorf und ein Zentrum für ganzheitliches Lernen, und ist international bekannt als ein einmaliges Laboratorium für den Wandel. Wir bieten ein breites Spektrum von Seminaren, Events und anderen Möglichkeiten der Teilnahme. Wir haben das Ziel, neue, inspirierende Wege des Lebens für eine friedliche und nachhaltige Welt zu zeigen.
Während der letzten 50 Jahre hat die Findhorn Gemeinschaft mit der Intelligenz der Natur zusammengearbeitet, um das höchste menschliche Potential zu erwecken. Alle die sich hier einsetzen, Bewohner und Besucher, finden eine Umgebung, die tiefen persönlichen Wandel unterstützt, neue Ideen sät und praktische Projekte durchführt, um den weltweiten Herausforderungen und Gelegenheiten unserer Zeit gerecht zu werden. Das Leben in Findhorn ist der perfekte Weg, etwas über Ganzheit, Integrität, Sinn, Führerschaft, Liebe, Schönheit, Konkreativität, Kommunikation, Lebensfreude und Dienen zu lernen.
Wir heissen Sie willkommen, an dem grossen Werk und Experiment „Findhorn in seinem 50ten Jahr“ teilzunehmen.

http://www.findhorn.org

 

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15 Findhorn 2

Ein Sonntag im Caravan Park

Am Sonntag morgen finden wir uns zum Taizé-Singen in einem schönen Raum des Community Centers im Park. Etwa 60 Leute sind zusammengekommen. Wir singen, tanzen, meditieren. Die Gesänge gehen uns so tief, dass einigen von uns, einschliesslich mir, die Tränen herunterkullern. Wir geraten in eine Art Trance der Hingabe. Das ist unbeschreiblich, man kann es nur erleben, wie so vieles in Findhorn.

Meine alte Freundin Barbara Swetina ist auch da und gestaltet mit. Sie hat das Taizé-Singen nach Findhorn gebracht, sie ist die musikalische Seele des Ganzen, wie mir scheint. Sie stammt aus Österreich und bewohnt mit ihrem Mann ein schönes Haus im Zentrum des Parks.
Mit ihren Sing-Kursen bereist sie die Welt. Sie ist eine Art musikalischer Botschafterin.

Wir treffen uns anschliessend beim Essen. Ich stelle ihr zunächst meine unvermeidliche Frage nach dem HQ, den sie für die Gemeinschaft mit sechs beziffert.
Andere am Tisch bekommen das mit. Die Schweizerin Monika, die etwa seit 13 Jahren hier ist, protestiert:
„Aber nein, wie kommst du darauf! Der HQ ist viel höher, sonst wäre ich nicht hier!“
Ich unterhalte mich daraufhin mit Monika, die einen sehr motivierten Eindruck macht.

Barbara gibt zu, dass in den letzten Jahren schon einiges verbessert worden ist. Inzwischen ist es akzeptiert, dass man vor einer Sitzung mal ein Lied anstimmt oder eine Einstimmung macht. Früher hiess es immer: Hier wird gearbeitet, hier ist kein Ort für Spass!
Mit Barbara diskutiere ich über die Hingabe. Ich habe auf meinen Reisen festgestellt, dass z.B. asiatische Völker einen hohen Grad der Hingabe besitzen. In Europa ist Hingabe fast ein Fremdwort. Aber hier in Findhorn ist sie zu spüren. Die meisten Mitglieder haben sich tief verpflichtet, sie haben sozusagen einen inneren Eid geschworen. Dieser innere Eid ist auch formuliert im „Common Ground“, in einem Text zu den gemeinsamen Grundüberzeugungen.

Führung durch den Park

Graham, ein Australier, der seit sechs Jahren hier lebt, führt uns am Nachmittag durch den Park. Er ist als Architekt und Techniker verantwortlich für die Bauten.
Eindrucksvoll ist die neue Häcksel-Heizung. Hinter der Universal Hall befindet sich die Zentrale. Von dieser Zentrale aus werden ca. 13 Gebäude geheizt. Die Heizung mit Biomasse ist um ein Vielfaches billiger und ökologischer als andere Heizformen mit nicht erneuerbaren Energien.
Wir gucken in den riesigen Behälter mit gehäckseltem Holz.
„Im Winter kommt jede Woche ein Lastwagen aus der Gegend von Forres. Eine Ladung kostet 200 £. Damit können wir all diese Gebäude heizen, inklusive die Universal Hall und das Gemeinschaftszentrum“.
Auffällig ist, dass aus dem Kamin fast kein Rauch kommt. Graham erklärt uns den Grund: Er hat aus Finnland eine „Russ-Schleuder“ kommen lassen. Der Rauch wird spiralförmig durch die Schleuder geblasen, so dass die Russpartikel an die Wand geschleudert und gesammelt werden, und auf diese Weise nicht in die Luft geraten.

Findhorn ist stolz auf seinen niedrigen „Carbon Footprint“, den „ökologischen Fussabdruck“. Dieser beträgt nur 50 % des Durchschnitts in Grossbritannien. Und in diesem Faktor sind sogar die Abgase der Flüge einberechnet, die von den Gästen nach Findhorn unternommen werden. Der ökologische Aspekt hat beim Hausbau höchste Priorität, und alternative Energien kommen voll zum Zug.

Ein Höhepunkt der Führung ist Grahams Haus, das er selbst gebaut hat. Da er ein Mitarbeiter der Stiftung ist, gibt es für ihn keinen Besitz. Das ist ein klösterliches Element: Die Mitarbeiter der Stiftung bekommen Unterkunft, Verpflegung und eine kleine Entlöhnung. Sie können sich die Unterkunft nicht selbst aussuchen – man stimmt sich in einer Gruppe darauf ein.
„Als ich das Haus – es ist eigentlich ein Häuschen – gebaut habe, wusste ich noch nicht, ob ich dann auch selber darin wohnen kann. Das war eine gute Übung im Nicht-Anhaften!“
Das Haus ist wunderschön, von Licht durchflutet. Graham hat ein spezielles, lichtdurchflutetes Material gefunden, mit dem er beispielsweise den Flur gedeckt hat. Er ist offensichtlich ein Tüftler und Perfektionist, denn in dem Häuschen blitzt alles vor Sauberkeit – eine ästhetische Symphonie im Grünen!

Informationen aus dem Feld

Am Sonntag nachmittag werden wir in ein Gebäude im Park eingeladen, um weitere Informationen über die Gemeinschaft zu erhalten.
Dürten Lau ist eine der beiden Listener Conveners (Zuhörer – Zusammenfüger) der NFA (New Findhorn Association) und berichtet bei einer Präsentation im Park über die Zusammenhänge. Sie beginnt bei Gott und den Ursprüngen der allerersten Zeit. Die erste Institution war die Findhorn Foundation (FF), die mit ihren wunderbaren Riesen-Kürbissen und göttlichen Eingebungen Menschen aus aller Welt anzog. Ende der 70er-Jahre verliess Peter Caddy die Gemeinschaft. In den 80er und 90er Jahren kamen vermehrt Menschen von aussen, die nicht mehr Mitglieder der FF waren und sich selbst versorgten. In den 90er Jahren gab es deswegen einige Spannungen, weil die „Aussenstehenden“ sich ausgeschlossen fühlten, und die Foundation-Leute sie nicht richtig integrieren konnten.
Mit der Gründung der NFA hat sich das geändert, und nun ist die äussere Gruppe sogar grösser als die Foundation, und sie haben Verantwortung übernommen. Die NFA ist somit die eigentliche Gemeinschaft, und die Foundation ist nur ein Teil von ihr.

Einige Herren stellen nun ihre Sache dar. Herausragend ist sicher Randy mit einer brillanten, strahlenden Präsentation seines Zentrums für Schönheit. Er hat 1 Million £ gespendet bekommen, und er will das Schönheitsideal von Athen und der italienischen Renaissance wieder beleben.

Robin Alfred ist der Präsident des Stiftungsrats der Foundation. Er informiert uns über Spannungen im Hintergrund im Zusammenhang mit Finanzen und mit der Vielzahl von Initiativen.

Einige weitere grosse Projekte werden uns vorgestellt, u.a. der Laden, der zu einem Restaurant und Café vergrössert werden soll, und das riesige Wohn-Projekt Dunelands, das wir am Nachmittag schon besichtigt haben.

Bei der Fragenbeantwortung melde ich mich zu Wort und berichte von meinem Spassometer. Meine Frage löst Heiterkeit aus, aber ich bekomme keine konkreten Zahlenangaben von diesen führenden Leuten der Gemeinschaft. Allerdings gibt Dürten Lau ein Statement ab, in dem sie ihre Lebensfreude schildert und sagt, dass ihr die Arbeit und das Leben in Findhorn sehr grosses Vergnügen bereiten.

Die Eingebungen von Eileen Caddy sprachen von einer Gemeinschaft des Lichts, die zu einem Dorf und schliesslich zu einer Stadt des Lichts werden soll. Die Menschen hier haben den Eindruck, dass jetzt gerade der Übergang von der Gemeinschaft zum Dorf stattfindet. Es sieht fast so aus!

Mir hat ein Zitat besonders gefallen, aus den Artikeln über Nachhaltigkeit. Es ist gleichzeitig auch eine Gesetzmässigkeit der Permakultur. Hier ist es:

„Wenn es nicht Spass macht, ist es nicht nachhaltig“.

Weitere Infos aus dem Feld

Einige Tage später bekommen wir noch mehr Infos, diesmal insbesondere über die Findhorn Foundation.

Hauptpunkte:

Sie haben Projekte für „Jugendliche ohne Zukunft“ und für Behinderte kreiert, mit dem Titel „Building Bridges“.

Für Besucher gibt es neben der bewährten „Erfahrungswoche“ (auch auf Deutsch, ab 7.  Juli und ab 20. Oktober) interessante Programme für Leute, die sich intensiver auseinandersetzten wolllen.

So etwa das „Findhorn Intensive“. Es ist ein Programm über einen Zeitraum von 18 Monaten. Innerhalb dieser Zeit kommt man sechs mal für eine Woche nach Findhorn. In den Zwischenzeiten kann man die Inspirationen im eigenen Umfeld umsetzen.
Oder das LEAP (Living Education Apprentice Program). Für LEAP muss man schon einige Vor-Programme gemacht haben. Dann bleibt man für drei Monate oder mehr in einem der Service Department und zahlt dafür pro Monat ca. 300 – 450 Fr, Verpflegung und Unterkunft inbegriffen. Das LEAP ist notwendig, um später als Mitarbeiter in der FF aufgenommen zu werden.

Die moderne Technologie wird eingesetzt. So gibt es Video-Konferenzen und Video-Streams. David Spangler, ein wichtiger Impulsgeber in den 70er-Jahren, lebt in den USA. Man holt ihn per Video-Konferenz in den Saal, er kann einen Vortrag halten, man kann Fragen stellen.
Umgekehrt werden wichtige Events von Findhorn aus live in die Welt gesandt. Man kann also an einem Ereignis in Findhorn auch von der Schweiz aus teilnehmen.

 

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14 Findhorn, Zentrum des Lichts 1

Im Juni 2012 reiste ich wieder einmal nach Findhorn, der spirituellen Gemeinschaft in Nordschottland. Die Eindrücke waren lebhaft und überwältigend: Es ist ein Zentrum des Lichts, ein inspirierter Bienenschwarm, ein Bewusstseinspilz der grossen Sorte. Mein Fazit: Jeder, der sich mit der Evolution des menschlichen Bewusstseins befasst und sich für die Manifestation des Lichts auf Erden begeistern kann, sollte dort mal hinreisen. Aber lesen Sie selbst!

Erste Eindrücke

Ich bin mit meinem Spassometer angereist: Ein Massband, welches den Heiterkeitsquotienten HQ misst. Der höchste Wert an Lebenfreude, Spass und Glück ist 35. Die erste Konversation über dieses Thema ist ein wenig ernüchternd: S, mein alter Freund, beziffert den HQ der Gemeinschaft auf 1. Als ich ihn frage, was denn sein eigener HQ sei, behauptet er, jenseits von 35 zu sein, und strahlt. Später am selben Morgen werde ich versöhnt: Ich treffe „zufällig“ Bernadette und Christoph und sitze mit ihnen in ihrer hübschen Wohnung zusammen. Bernadette und Christoph haben einmal einen Lachkurs bei uns gemacht und hatten damals, vor ca. fünf Jahren, die Idee, sechs Monate in Findhorn zu verbringen. Nun sind sie seit zwei Jahren hier, und sie geniessen es! Ein hoher HQ blitzt mir aus den Augen von Bernadette entgegen, als sie begeistert von ihren Abenteuern erzählt. Die beiden können mit ihrer Pension bequem in Findhorn leben und bedauern nur, dass das Wetter doch eher kühl ist. Ich frage, ob es irgendwelche schwerwiegende Konflikte in der Gemeinschaft gebe. Die Antwort ist spontan „nein“, und Christoph berichtet, dass die Konfikte angeschaut und gelöst werden, bevor sie sich verhärten. Klingt gut! Die beiden haben Veranwortung übernommen im „Council“, im Rat der NFA, New Findhorn Association. Findhorn ist etwas wie eine Zwiebel mit verschiedenen Schalen. Die Findhorn Foundation (die Stiftung, FF) war zuerst da und ist für den Kursbetrieb verantwortlich. Die Leute sind als Mitarbeiter angestellt, und es gibt eine grosse Zahl von Kursen das ganze Jahr über. Darum herum haben sich die NFA und die „Community“ gebildet. Das sind Leute, die sich ihr Geld selber beschaffen und in der Gegend wohnen. Es gibt auch viele eigenständige Firmen vom Computerbusiness bist zum Künstleratelier, und all diese Einzelpersonen und Organisationen sind in der NFA zusammen gefasst. Die Mitgliederzahl der NFA liegt bei etwa 400, und die gesamte Community zählt ca. 600 Mitglieder. Christoph ist im Council für Finanzen und Regierungsformen verantwortlich, während sich Bernadette dem Thema „kreatives Älterwerden“ widmet. Es gibt weitere interessante institutionelle Rollen: Die Listener Conveners (Zuhörer-Zusammenfüger). Sie werden auch als Facilitators bezeichnet, als „Anleiter“. Zwei von ihnen nehmen an den Sitzungen des Rates teil, ohne ihm anzugehören, ohne Stimmrecht. Sie hören zu, geben Anregungen, fassen zusammen – aber sie sind nicht die Leiter. Es gibt keinen Leiter oder Präsidenten im Rat. Christoph ist überzeugt von diesem System. „Es gibt hier, wie in der Schweiz, Initiativen und Referenden, also basisidemokratische Formen. Ein Einzelner kann seine Initiative formulieren, eine Mehrheit suchen und so Einfluss nehmen“. Mich interessieren diese Fragen, denn es ist heute an der Zeit, dass wir von der Einzel-Erleuchtung zur Gruppen-Erleuchtung kommen, dass wir lichtvolle Institutionen schaffen. Dann geht es wirklich lichtwärts! Es gibt in Findhorn eine Konstitution aus dem Jahr 1999 von einem gewissen Robert Gilman, die damals ihrer Zeit voraus war. „Jetzt sind wir reif für diese Verfassung“, sagt Bernadette. „In unserer Führungsgruppe haben wir Vertrauen zueinander, und wir haben auch viel Spass miteinander.“ Meine Frage nach dem HQ beantworten die beiden erst später. Aber sie erzählen von der Fähigkeit der Findhornianer, Feste zu feiern. „Wenn es ein Kinderfest gibt, dann sind die Erwachsenen voll mit dabei“, berichtet Bernadette. „Ich habe noch nie einen Ort gesehen, an dem so ausgelassen gefeiert wird wie hier, auch bei anderen Gelegenheiten!“ „Und weisst du“, fährt sie fort, „obwohl sie das Leben geniessen, haben sie sich auch bewusst verpflichtet zu einem Dienst am Ganzen. Hier ist Sinn, und diesem Sinn folgt jeder auf seine Weise.“ Ich finde das bemerkenswert, denn in der ,Aussenwelt‘ hat es sich noch nicht überall herumgesprochen, dass das Leben einen Sinn haben könnte. Ich bin an die Richtigen geraten! Sie strahlen so herrlich, sie lieben sich so herrlich, es ist eine wahre Freude! Wenn Menschen so aufblühen können wie diese beiden, dann hat Findhorn schon allein deswegen seine volle Daseinsberechtigung! Erster Tag mit der Gruppe Die Gruppe der RPs, der „Resource Persons“, kommt zum ersten Mal am Samstag, 16.6. 2012, 14 Uhr zusammen. Wir sind etwa 30 Leute aus 15 Ländern. RPs sind „Kontaktpersonen“, die in Findhorn gelebt haben oder schon lange mit der Gemeinschaft verbunden sind. Ca. alle fünf Jahre werden sie nach Findhorn eingeladen. Ich bin ziemlich überwältigt. Es sind nicht die einzelnen Menschen, sondern es ist die Gesamt-Atmosphäre. Am Anfang machen wir eine Namens-Runde, und jeder soll drei Worte sagen über sich. Ich höre sehr oft das Wort „berührt“. Viele sprechen von Heimkommen, von Glücks-, von Friedensgefühlen. Das kommt so einfach aus der Luft, denn wir kennen uns nur zum Teil. Es gibt ca. 160 RPs weltweit; einige von ihnen habe ich vor 20 Jahren das letzte Mal gesehen, und viele habe ich noch nie getroffen. Mir kommt es vor, als habe der Geist der neuen Zeit sich hier an diesem Ort niedergelassen; wir werden berührt und durchtränkt davon. Wir sprechen in Thielle auch von einem „Geist von Thielle“, der harmonisierend wirkt. Aber hier ist diese Energie stärker, intensiver, reiner. Die Neuronen im Gehirn können sich neu anordnen, wenn man viel meditiert, wenn man sich selbst neu erfindet und die alten Muster hinter sich lässt. Es kommt mir vor, als seien hier die Gruppen-Neuronen neu geordnet, als flössen die Energien und Informationen freier und im Überfluss. Die Freundlichkeit und Offenheit sind so gross, dass etwas überspringt selbst bei Leuten, mit denen man sonst vielleicht nicht gross Kontakt haben würde. Es ist ein kräftiger Bewusstseins-Pilz! (S. Blog 3) Nach dem Abendessen habe ich mich zur „Küchen-KP“ eingeteilt: Reinemachen (KP wird auch übersetzt mit „Kitchen Party“). Wir sind ein Team von 8 Leuten, und wie immer gibt es eine Einstimmung, ein Attunement unter Leitung des ,Focalisers“. Wir halten uns an den Händen, machen eine kurze Runde über unsere Befindlichkeit (die sehr gut ist) und stürzen uns in die Arbeit. Craig aus England sagt mir, was zu tun ist. Er strahlt mich an wie ein Scheinwerfer, und während wir noch auf die Töpfe warten, plaudern wir. Er ist seit Januar hier, begeistert, möchte immer bleiben. Ähnlich ist es mit Markus, meinem Co-Abwäscher aus den USA. Ich bin nicht das erste Mal hier, und trotzdem spüre ich mehr denn je diese starke Energie.

 

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13 Lach mit!

Nun kommen wir zu meinem Spezialgebiet, und da gibt es nichts anderes als Mitlachen! Es gibt Hilfen, die dir den Erfolg (fast) garantieren. Durch Lachen erfährst du das innere Wissen unmittelbar, du spürst es in deinem Inneren, du fühlst es, es erfüllt dich.

Du erfährst das, was Prem Rawat und andere Meister immer wieder sagen: Der Friede ist in deinem Innern, die Freude ist in deinem Innern, du bist Freude.

Der Ozean des Lebens ist in dir, du bist der Ozean, du bist die Fülle.

Lachen geht noch weiter, indem es das alles nicht so ernst nimmt, sondern als selbstverständlich feiert.

Hier also die Gelegenheit zum Mitlachen!

Wenn du das noch nie gemacht hast, dann beachte bitte die folgenden Tipps:

Begebe dich in eine ruhige Umgebung, wo dich niemand stört. Also keine Kinder, die um die Ecke wetzen, und kein Chef oder Angestellter, der hereinplatzt! Verschiebe es lieber auf einen Moment oder eine Situation der Ruhe.

Auch solltest du das Gefühl haben, dass dein kräftiges Lachen niemanden stört, so dass du voll loslegen kannst.

Aber du brauchst nicht guter Stimmung zu sein, um mitzulachen. Im Gegenteil, du wirst sicher auch angesteckt, wenn du gerade etwas aus dem Gleichgewicht bist. Und dann wirst du die harmonisierende, motivierende Wirkung um so besser spüren.

Für das Lachen gilt der berühmte Spruch: Fake it until you make it. Tu so, als ob, bis du es schaffst.
Also nimm es nicht ernst, spiele einfach, lass dich ein!

Für die Lektion 1, hihihi, empfehle ich das Video „Cosmic Laughter“, das wir mit einem heiter erleuchteten Freund in den Schweizer Bergen aufgenommen haben:

Falls du kein Video sehen kannst – lache einfach hier mit:

Hahahahahahahahahahihihihihihihihihihahahahahhahahahihihihihihihihihiiihihihihihihihihihihiihihihihahahahahhahahahahahahihihihihihihihihihihihihahiahiahihaihaihihiahihaihiahiahihi
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12 Das Wissen

Wir können wissen, was wirklich wichtig ist, wir können es erleben und immer wieder dadurch wachsen. Es ist eine höhere Art von Wissen als Wissenschaft, eine zukünftige Art des Wissens, die auf innerer Schau beruht. Der inspirierende, freudige und wissende Meister Prem Rawat ermutigt uns immer wieder zum Zelebrieren des Lebens, welches das eigentliche Wissen ist.

Wir können die Wahrheit wissen. Es geht nicht darum, dass wir etwas erraten oder vermuten, sondern wir können es wissen und dann anwenden. Der Kern dieses Wissens ist die Einsicht, dass wir freudig dieses Dasein geniessen können, und dass in diesem Feiern des Daseins sich der eigentliche Lebens-Sinn erfüllt.

Bisher hatte die Wissenschaft den Anspruch des Wissens, und sie vermittelt Wissen auf ihre Weise. Wenn man etwas zählen, messen und wiegen kann, dann sieht es aus wie Wissen. Jemand anders kann kommen und bestätigen, dass die Messung stimmt.

Im neuen Wissen gehen wir einen Schritt weiter, denn wir beziehen uns auf den Beobachter-Effekt, der in der Quantenphysik entdeckt worden ist: Der Beobachter beeinflusst das Resultat mit seiner Erwartung.

Wir sind gewahr, dass jeder sich seine eigene Welt mit seinen Gedanken und Emotionen schafft, dass es also kein „objektives“ Wissen geben kann.
Und dennoch wissen wir mit völliger Sicherheit!

Kaum einer hat das mit so grosses Klarheit gesehen und formuliert wie Prem Rawat alias Maharaji.
Er hat die Lebensfreude als das grosse Wissen definiert: Die Freude über unser Da-Sein.

Prem Rawat ist in meinen Augen einer der besten Meister unserer Zeit. Seine Videos auf youtube sind so inspirierend!

Einer seiner Schüler/ Freunde, EduardoJai, hat einen wunderbaren Musikfilm produziert, der dieses Wissen um die Lebensfreude ausdrückt. Das Video ist in Indien gedreht, wen wundert‘s! Ich träume von dem Tag, an dem wir ein solches Fest der reinen Lebensfreude in Europa zelebrieren. Der Tag wird kommen! (Mit unserer „Lachparade“ in Bern, 2004, waren wir nahe dran.) Siehe das Video http://www.youtube.com/watch?v=oLJBVsjNGGU&feature=plcp

Als Einführung in die Arbeit von Prem Rawat gebe ich den Link zu diesem Video. Ihr könnt selbst auf youtube weiter forschen und werdet viele Perlen finden. Ausserdem habe ich auf meiner Webseite http://www.joy-academy.tv eine Seite „Inspiration“ geschaffen mit Links zu Prem Rawat auf Youtube.

Hier also das Video: Get up and dance to the rhythm of life (Steh auf und tanze zum Rythmus des Lebens). Motto des Filmers: „Inspiriert vom Tanz der Dankbarkeit dafür, dass wir da sind“.

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11 Der Tod und der Spass

Man kann auch Spass haben, wenn man weiss, dass man sehr bald sterben wird. Das zeigt uns eindrücklich Dr. Randy Pausch in seiner Vorlesung „Die letzte Lektion“. Pausch, Vater von drei Kindern, wusste um seine unheilbare Krankheit und machte seinen Studenten klar, was für ihn wichtig ist im Leben: Seine Träume verwirklichen und Spass haben. Mit Link zum Video „Die letzte Lektion“.

Tatsächlich kann man Spass haben, auch wenn man weiss dass man sterben wird.
Und natürlich macht es noch mehr Spass, Spass zu haben, wenn man weiss, dass man erst mal noch ne Weile leben wird.

Die Grundeinsicht von Pausch, von „Die Lösung von fast allem“ und von vielen anderen: Das Leben ist da, um genossen, gefeiert zu werden.

Pausch zeigt uns eindrücklich, dass dies möglich ist, auch wenn man todkrank ist. Er sagt: „Ich habe jetzt Spass, und ich werde auch in den kommenden Wochen, bis zu meinem Tod, Spass haben“.

Der geniale Patch Adams hat in seinem Buch „Gesundheit“ vom „Spass-Tod“ gesprochen. Er schlägt vor, seinen eigenen Tod humorvoll zu inszenieren: In jeder Ecke des Zimmers könnte ein lustiger Engel stehen, der pathetische Hymnen singt…

Wir überschreiten hier, wie so oft, die Grenzen des konventionellen Denkens, welches meist einen Horror vor dem Tod hat. Aber wahrscheinlich haben nur die einen Horror vor dem Tod, die nicht richtig gelebt haben, die nicht wirklich Spass hatten, die nicht intensiv lebten.

Pauschs Botschaft ist so umwerfend, dass er sich selbst auf der Bühne der Universität zu Boden wirft, um den Zuhörern zu zeigen, dass er noch fit ist.

Aber sie ist vor allem umwerfend, weil es ihm gelingt, in 10 Minuten die wichtigsten Einsichten für ein erfülltes Leben rüberzubringen: Setze dich ein für deine Ziele; realisiere die Träume deiner Kindheit; lebe intensiv und geniesse dein Da-Sein.

Das haben wir wohl schon mal gehört – also setze es um, liebe Leserin, lieber Leser!

Es gibt viel zu viele Leute, die sehen die Wunderbarkeit des Lebens nicht, beklagen sich, werden depressiv, leben unbewusst dahin, stürzen sich in Stress für ein „höheres Ziel“, sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Wir machen es anders! Wir folgen den Inspirationen des Randy Pausch und anderer erleuchteter Seelen, und wir folgen vor allem unserer eigenen Intuition, ja das tun wir!

Hier ist der Link zum Video „Die letzte Lektion“. Unbedingt ansehen! (mit deutschen Untertiteln)

Einige Zitate: „Dieser Vortrag handelt nicht vom Tod, sondern wie man leben sollte.“

„Als Kind habe ich geträumt, immer geträumt. Es war eine Zeit voller Leichtigkeit.“

„Im Fernsehen können wir sehen, wie Menschen auf dem Mond landen. Alles ist möglich.“

„Dieses Gefühl, Spass zu haben, sollte niemals verschwinden.“

„Ich habe diesen Vortrag nicht für 400 Leute gehalten, sondern nur für drei. Wenn sie älter sind, werden sie das Video anschauen.“

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5 Ueber das Lächeln

MIt Ketut Liyer in Bali
Der lächelnde Schamane – eine Begegnung der glücklichen Art

Lächeln ist eine göttliche Energie, eine himmlische Medizin, ein Nektar der Seele. Schaut auf die Menschen, die lächeln, singen, pfeifen und lachen: Sie haben das Leben verstandn, sie sind verbunden mit sich selbst und mit Gott.

Wir haben in Bali einen lächelnden Heiler getroffen. Er wusste um die Kraft des Lächelns und praktiziert die „Lächel-Meditation“. Das ist eine einfache, heilende, inspirierende Meditations-Form ohne Anstrengung.

Lächle gerade jetzt! Lächle über dich, lächle ohne Grund, lächle einfach so!

Bravo bravissimo! Hihihi

Hier folgt unser Reisebericht über die Begegnung mit dem lächelnden Schamanen in Bali (aus unserem Büchlein „Reisen in andere Welten“, 2011)

Der lächelnde Schamane

Versuche es mit der Lächel-Meditation, die der Heiler Ketut Liyer so schön beschreibt und praktiziert!

Hier aus diesem Anlass unsere Begegnung mit Ketut:

In Ubud treffen wir einen Schamanen der besonderen Art: Ketut Liyer. Ketut, der sein Alter mit 96 angibt, ist bekannt geworden durch das Buch und den Film „Eat, Pray, Love“. Die Heldin und Autorin des Buches, Elizabeth Gilbert, ist auf ihrer „Suche nach allem“ als letzter Station in Bali gelandet. Ketut Liyer wird ihr Berater, und er führt sie u.a. in die „Lächel-Meditation“ ein.

Wir wollen Ketut kennen lernen. Die Stellen im Buch und im Film sind berührend und kraftvoll. Hier ein Beispiel:

Liz ist zerrissen, ruhelos. Da rät ihr Ketut zur Lächel-Meditation. „Sitze schweigend und lächle“, sagt er ihr. So einfach ist das! (Der Mann ist ein einziges Lächeln). Dann erklärt er ihr, dass diese Meditation einfacher sei als die komplizierten Yoga-Übungen, die sie in Indien gelernt hat. Er lacht los und sagt (aus dem Englischen übersetzt): „Warum schauen sie immer so ernst im Yoga? Wenn du so ein Gesicht machst, dann verjagst du die gute Energie. Um zu meditieren, brauchst du bloss zu lächeln. Lächle mit dem Gesicht, lächle mit dem Geist, dann wird die gute Energie kommen, und sie wird die schlechte Energie beseitigen…Probiere es heute abend in deinem Hotel, aber nicht zu stark. Zu viel Ernst macht dich krank.“

Wir wissen aus den Schilderungen von Gilbert, dass Ketut bereits in siebter Generation Medizinmann ist. Er hat die gesamte Pflanzenwelt Balis studiert und auch die schwarze Magie gelernt, die er einsetzt, um andere schwarze Magie zu heilen. Und natürlich beherrscht er die Heilkunst und das Handlesen. Er ist eingeweiht in die magischen Geheimnisse Balis.

Da ich gerade einen Film für Youtube produziere über die Inspiration der Freude, würde ich gerne Ketut interviewen. Christina ist an einem Handlesen von ihm interessiert, und so machen wir uns eines Morgens mit dem Roller auf den Weg. Unser „Boy“ von der Pension fährt voraus, damit wir den Weg finden. Der Film hat Ubud und Ketut berühmt gemacht, und so weiss hier jeder, wo er wohnt.

Wir betreten seinen Hof um ca. 9 Uhr vormittags. Es ist eines der gewohnten balinesischen Gehöfte; nicht grösser oder prunkvoller als andere. Hier ist offensichtlich noch alles beim Alten, obwohl der Heiler wahrscheinlich inzwischen gut verdient durch seine Publizität. Es erwartet uns auch kein Übersetzer oder Manager; wir werden nicht von einem Büro-Drachen abgewiesen und müssen nicht nachweisen, dass wir es wert sind, ihn zu besuchen.

Nach kurzer Zeit entdecken wir blaue Nummern-Kärtchen, und es wird uns klar, dass wir ein solches Kärtchen ziehen sollten, damit die Reihenfolge klar ist.

Wir sehen, dass bereits eine Frau beraten wird. Sie sitzt mit Ketut auf einer Art Podest, typisch für balinesische Höfe.

Danach erhebt sich Ketut und kommt auf uns zu. Er sieht schon ziemlich betagt aus; ein einzelner Zahn belebt noch seinen Mund, und ein breites Lächeln geht ständig von ihm aus.

„Ich sehr glücklich, Sie zu sehen,“ sagt er zu Christina. „Sie sehr hübsch, und Ihr Mann sieht sehr gut aus.“ Wir schmelzen dahin. Er sagt das wahrscheinlich zu jedem, aber er sagt es mit so viel Charme und Unschuld!

Nun erhält Christina ihre Hand-Lesung. Ketut liest aber nicht nur die Hand, sondern er liest auch im Gesicht, analysiert die Ohren, die Arme, die Beine. Erstaunlicherweise wird sie 100 Jahre alt, sie ist sehr gesund, und vor allem ist sie eine Königin. Wie recht er hat! Auch das Geld wird haufenweise kommen.

Ich sitze die ganze Zeit dabei und bewundere meine Frau noch mehr als sonst schon: Wie sie all die Komplimente mit vollendeter Grazie entgegennimmt! Wir fotografieren und filmen teilweise, und es gibt ein schönes Abschlussbild von uns dreien.

Am Schluss versuche ich, die Idee mit dem Interview an den Mann zu bringen. „Ich nur wenig Zeit“, sagt er. „Viele Menschen wollen Handlesen“.

Er hat recht, denn inzwischen haben sich etwa 20 Westler im Hof versammelt. Wir vereinbaren, am nächsten Morgen früh zu kommen.

Tatsächlich rücken wir am nächsten Tag bereits um 8 Uhr an. Ketut ist noch nicht zu sehen. Nach längerer Wartezeit kommt er auf uns zu: „Ich sehr glücklich, Sie zu sehen“, undsoweiter. Leider kann er sich an uns nicht wirklich erinnern, er ist ja schon etwas älter. Ich murmle etwas von einem Interview und einem Film. „Ich mache Handlesen“, sagt er strahlend. „Während Handlesen wir können filmen.“

Dann schreitet er zum Frühstück.

Leichte Zweifel befallen mich, ob das Interview je zustande kommen wird. Christina ist da auch nicht ganz sicher.

Schliesslich – es ist schon bald 10 Uhr – können wir uns mit Ketut auf das Podest begeben. Christina filmt, ich stelle die Fragen. Ich erkläre ihm, dass es um die Lächel-Meditation geht, und da ist er plötzlich ganz lebendig und gegenwärtig. Er versteht den Sinn unseres Films und erklärt ohne Scheu das Geheimnis dieser Meditation. (Ein Teil dieser Erklärungen kann in unserem Youtube-Film betrachtet werden: http://www.youtube.com/watch?v=WnHv0hRY6qI)

Plötzlich zieht er das Buch von Elizabeth Gilbert hervor, von ihr persönlich signiert. Ich bezweifle, ob er es lesen konnte, und ich weiss auch nicht, inwiefern er über den Welterfolg des Buchs und des Films informiert ist. Er lebt in so einer anderen Welt! In Ubud gibt es kein Kino. Wir haben niemand in Ketuts Hof gesehen, der besser Englisch spricht als er.

Daher erzähle ich ihm ein wenig, was drin steht. Z.B. die Sache mit dem Unfall, mit der Lampen-Explosion, die ihn fast seinen Arm gekostet hätte. Und die Geschichte mit der wunderbaren Heilung mit der Hilfe seiner Vorväter, die ihm im Traum erschienen waren. Und dann seine Verwandlung zum Heiler, als er tagelang fastete, fast ohnmächtig wurde und in seiner Trance ein goldenes Licht sah, das auf ihn einströmte – das goldene Licht Gottes.

„Das steht in Buch?“ fragt er fast ungläubig.

Dann zieht er ein Brieflein von Liz Gilbert hervor, das er kürzlich erhalten hat. Ich soll es ihm vorlesen. Sie fragt darin, wie es ihm geht nach einer kürzlichen Operation. Sie drückt aus, dass sie ihn gern hat. „Sie mich liebt?“ fragt er treuherzig und fast erschrocken.

Am Schluss frage ich ihn noch einmal nach der Lächel-Meditation. Er erklärt, dass zwischen dem Kronen-Chakra über dem Kopf und den beiden Schultern eine Energie-Verbindung besteht. Dann macht er’s uns vor, ohne dass wir gefragt haben. Tatsächlich scheint er in eine Art leichter Trance zu fallen und ist lächelnd ganz in sich versunken.

Am Schluss erklärt er: „Ich das mache jeden Abend.“

Dieser lächelnder Schamane bringt uns das einfache Lächeln.

Gilbert schreibt, dass diese Ratschläge ihr sehr geholfen haben. Sie konnte sich von ihrem komplizierten, überernsten Denken lösen und fand Frieden im Lächeln.

Natürlich praktizieren wir nun auch die Lächel-Meditation. Sie ist eine gute Ergänzung unserer täglichen Lach-Meditation, und wir können sie gerade an diese anschliessen. Sie macht erlebbar, dass alles gut, dass alles Glückseligkeit und Fülle ist.

Lächeln ist eine göttliche Energie, eine himmlische Medizin, ein Nektar der Seele. Schaut auf die Menschen, die lächeln, singen, pfeifen und lachen: Sie haben das Leben verstandn, sie sind verbunden mit sich selbst und mit Gott.

Wir haben in Bali einen lächelnden Heiler getroffen. Er wusste um die Kraft des Lächelns und praktiziert die „Lächel-Meditation“. Das ist eine einfache, heilende, inspirierende Meditations-Form ohne Anstrengung.

Lächle gerade jetzt! Lächle über dich, lächle ohne Grund, lächle einfach so!

Bravo bravissimo! Hihihi

Hier folgt unser Reisebericht über die Begegnung mit dem lächelnden Schamanen in Bali (aus unserem Büchlein „Reisen in andere Welten“, 2011)

Der lächelnde Schamane

Versuche es mit der Lächel-Meditation, die der Heiler Ketut Liyer so schön beschreibt und praktiziert!

Hier aus diesem Anlass unsere Begegnung mit Ketut:

In Ubud treffen wir einen Schamanen der besonderen Art: Ketut Liyer. Ketut, der sein Alter mit 96 angibt, ist bekannt geworden durch das Buch und den Film „Eat, Pray, Love“. Die Heldin und Autorin des Buches, Elizabeth Gilbert, ist auf ihrer „Suche nach allem“ als letzter Station in Bali gelandet. Ketut Liyer wird ihr Berater, und er führt sie u.a. in die „Lächel-Meditation“ ein.

Wir wollen Ketut kennen lernen. Die Stellen im Buch und im Film sind berührend und kraftvoll. Hier ein Beispiel:

Liz ist zerrissen, ruhelos. Da rät ihr Ketut zur Lächel-Meditation. „Sitze schweigend und lächle“, sagt er ihr. So einfach ist das! (Der Mann ist ein einziges Lächeln). Dann erklärt er ihr, dass diese Meditation einfacher sei als die komplizierten Yoga-Übungen, die sie in Indien gelernt hat. Er lacht los und sagt (aus dem Englischen übersetzt): „Warum schauen sie immer so ernst im Yoga? Wenn du so ein Gesicht machst, dann verjagst du die gute Energie. Um zu meditieren, brauchst du bloss zu lächeln. Lächle mit dem Gesicht, lächle mit dem Geist, dann wird die gute Energie kommen, und sie wird die schlechte Energie beseitigen…Probiere es heute abend in deinem Hotel, aber nicht zu stark. Zu viel Ernst macht dich krank.“

Wir wissen aus den Schilderungen von Gilbert, dass Ketut bereits in siebter Generation Medizinmann ist. Er hat die gesamte Pflanzenwelt Balis studiert und auch die schwarze Magie gelernt, die er einsetzt, um andere schwarze Magie zu heilen. Und natürlich beherrscht er die Heilkunst und das Handlesen. Er ist eingeweiht in die magischen Geheimnisse Balis.

Da ich gerade einen Film für Youtube produziere über die Inspiration der Freude, würde ich gerne Ketut interviewen. Christina ist an einem Handlesen von ihm interessiert, und so machen wir uns eines Morgens mit dem Roller auf den Weg. Unser „Boy“ von der Pension fährt voraus, damit wir den Weg finden. Der Film hat Ubud und Ketut berühmt gemacht, und so weiss hier jeder, wo er wohnt.

Wir betreten seinen Hof um ca. 9 Uhr vormittags. Es ist eines der gewohnten balinesischen Gehöfte; nicht grösser oder prunkvoller als andere. Hier ist offensichtlich noch alles beim Alten, obwohl der Heiler wahrscheinlich inzwischen gut verdient durch seine Publizität. Es erwartet uns auch kein Übersetzer oder Manager; wir werden nicht von einem Büro-Drachen abgewiesen und müssen nicht nachweisen, dass wir es wert sind, ihn zu besuchen.

Nach kurzer Zeit entdecken wir blaue Nummern-Kärtchen, und es wird uns klar, dass wir ein solches Kärtchen ziehen sollten, damit die Reihenfolge klar ist.

Wir sehen, dass bereits eine Frau beraten wird. Sie sitzt mit Ketut auf einer Art Podest, typisch für balinesische Höfe.

Danach erhebt sich Ketut und kommt auf uns zu. Er sieht schon ziemlich betagt aus; ein einzelner Zahn belebt noch seinen Mund, und ein breites Lächeln geht ständig von ihm aus.

„Ich sehr glücklich, Sie zu sehen,“ sagt er zu Christina. „Sie sehr hübsch, und Ihr Mann sieht sehr gut aus.“ Wir schmelzen dahin. Er sagt das wahrscheinlich zu jedem, aber er sagt es mit so viel Charme und Unschuld!

Nun erhält Christina ihre Hand-Lesung. Ketut liest aber nicht nur die Hand, sondern er liest auch im Gesicht, analysiert die Ohren, die Arme, die Beine. Erstaunlicherweise wird sie 100 Jahre alt, sie ist sehr gesund, und vor allem ist sie eine Königin. Wie recht er hat! Auch das Geld wird haufenweise kommen.

Ich sitze die ganze Zeit dabei und bewundere meine Frau noch mehr als sonst schon: Wie sie all die Komplimente mit vollendeter Grazie entgegennimmt! Wir fotografieren und filmen teilweise, und es gibt ein schönes Abschlussbild von uns dreien.

Am Schluss versuche ich, die Idee mit dem Interview an den Mann zu bringen. „Ich nur wenig Zeit“, sagt er. „Viele Menschen wollen Handlesen“.

Er hat recht, denn inzwischen haben sich etwa 20 Westler im Hof versammelt. Wir vereinbaren, am nächsten Morgen früh zu kommen.

Tatsächlich rücken wir am nächsten Tag bereits um 8 Uhr an. Ketut ist noch nicht zu sehen. Nach längerer Wartezeit kommt er auf uns zu: „Ich sehr glücklich, Sie zu sehen“, undsoweiter. Leider kann er sich an uns nicht wirklich erinnern, er ist ja schon etwas älter. Ich murmle etwas von einem Interview und einem Film. „Ich mache Handlesen“, sagt er strahlend. „Während Handlesen wir können filmen.“

Dann schreitet er zum Frühstück.

Leichte Zweifel befallen mich, ob das Interview je zustande kommen wird. Christina ist da auch nicht ganz sicher.

Schliesslich – es ist schon bald 10 Uhr – können wir uns mit Ketut auf das Podest begeben. Christina filmt, ich stelle die Fragen. Ich erkläre ihm, dass es um die Lächel-Meditation geht, und da ist er plötzlich ganz lebendig und gegenwärtig. Er versteht den Sinn unseres Films und erklärt ohne Scheu das Geheimnis dieser Meditation. (Ein Teil dieser Erklärungen kann in unserem Youtube-Film betrachtet werden: http://www.youtube.com/watch?v=WnHv0hRY6qI)

Plötzlich zieht er das Buch von Elizabeth Gilbert hervor, von ihr persönlich signiert. Ich bezweifle, ob er es lesen konnte, und ich weiss auch nicht, inwiefern er über den Welterfolg des Buchs und des Films informiert ist. Er lebt in so einer anderen Welt! In Ubud gibt es kein Kino. Wir haben niemand in Ketuts Hof gesehen, der besser Englisch spricht als er.

Daher erzähle ich ihm ein wenig, was drin steht. Z.B. die Sache mit dem Unfall, mit der Lampen-Explosion, die ihn fast seinen Arm gekostet hätte. Und die Geschichte mit der wunderbaren Heilung mit der Hilfe seiner Vorväter, die ihm im Traum erschienen waren. Und dann seine Verwandlung zum Heiler, als er tagelang fastete, fast ohnmächtig wurde und in seiner Trance ein goldenes Licht sah, das auf ihn einströmte – das goldene Licht Gottes.

„Das steht in Buch?“ fragt er fast ungläubig.

Dann zieht er ein Brieflein von Liz Gilbert hervor, das er kürzlich erhalten hat. Ich soll es ihm vorlesen. Sie fragt darin, wie es ihm geht nach einer kürzlichen Operation. Sie drückt aus, dass sie ihn gern hat. „Sie mich liebt?“ fragt er treuherzig und fast erschrocken.

Am Schluss frage ich ihn noch einmal nach der Lächel-Meditation. Er erklärt, dass zwischen dem Kronen-Chakra über dem Kopf und den beiden Schultern eine Energie-Verbindung besteht. Dann macht er’s uns vor, ohne dass wir gefragt haben. Tatsächlich scheint er in eine Art leichter Trance zu fallen und ist lächelnd ganz in sich versunken.

Am Schluss erklärt er: „Ich das mache jeden Abend.“

Dieser lächelnder Schamane bringt uns das einfache Lächeln.

Gilbert schreibt, dass diese Ratschläge ihr sehr geholfen haben. Sie konnte sich von ihrem komplizierten, überernsten Denken lösen und fand Frieden im Lächeln.

Natürlich praktizieren wir nun auch die Lächel-Meditation. Sie ist eine gute Ergänzung unserer täglichen Lach-Meditation, und wir können sie gerade an diese anschliessen. Sie macht erlebbar, dass alles gut, dass alles Glückseligkeit und Fülle ist.