Veröffentlicht in Lachen, Lösung, Philosophie, Politik, Reise

Philosophischer Hit: Chuang-tzu

Vielleicht wird ja nun deutlich, warum es uns nach Teneriffa verschlagen hat, warum unser Flug nach Ecuador vorläufig nicht stattfinden konnte: Ich habe hier einen philosophischen Hit entdeckt, und er heisst Chuang-tzu (oder auch Tschuang-Tse).

Dass ich ein Liebhaber von Lao-tzu (Lao-tse) bin, dürfte vielen bekannt sein. Von Chuang-tzu hatte ich mal ein Buch, vor vielen Jahren, und ich weiss, dass er mir damals gefallen hat.

Das kleine Buch fiel mir in in die Hand, als ich kürzlich an der deutschen Strassen-Buchhandlung vorbei schlenderte. Ich sah einen Titel: TAO – Texte von Lao-tzu und Chuang-tzu.
Als ich auf dem Buchrücken las, dass Chuang-tzu durch seinen Humor und seine Ironie bekannt ist, war der Kauf keine Frage mehr. (Ich kaufe sehr wenig Bücher und habe sehr wenige mit dabei, wegen des Gewichtes.)

Chuang-tzu begeistert mich. Es ist gigantisch, was der Mann schreibt. Er hat im 4. Jahrhundert v. Chr. gelebt, etwas nach Lao-Tzu, in der hohen Zeit der Philosophen in China. Er schreibt philosophische Poesie, mit kräftigen Bildern, mit einer Ironie und souveränen Erhelltheit, die mir sonst noch kaum begegnet sind.

Er gefällt mir noch besser als Lao-tzu, und das will was heissen!

Worum geht es?

Natürlich um das Tao, das Unerklärbare, das durch Worte nicht gesagt werden kann, das nur der Weise erkennt und lebt.

Die erste Geschichte, die ich spontan aufschlug, handelt von einem Herzog und einem Radmacher. Der Herzog liest in einem Buch. Der Radmacher geht zu ihm und sagt sinngemäss: Wenn du in Büchern liest von Männern, die schon gestorben sind, dann liest du nur Abfall.

Der Herzog verlangt eine Erklärung, die folgendermassen lautet:

„Wenn ich beim Radmachen mit dem Hammer zu schwach zuschlage, rutscht mir der Meissel ab und greift nicht. Schlag‘ ich aber zu kräftig zu, dann steckt er gleich fest und lässt sich nicht mehr bewegen. Nicht zu schwach und nicht zu kräftig – die Hand bekommt ein Gespür dafür, und innerlich stimmt man sich darauf ab. Es lässt sich nicht in Worte fassen, und doch ist irgendein besonderer Trick dabei. Ich kann ihn meinem Sohn nicht lehren, und er kann ihn nicht von mir lernen….
Diese Männer aus längst vergangener Zeit nahmen alles Wissen, das sich nicht weitergeben liess, mit ins Grab. Also kann das, was Eure Hoheit hier lesen, nur der Abfall sein, der von ihnen übrigblieb.“

Was heisst das? Das versteht man sofort: Die eigentliche Kunst ist nicht lern- und nicht übertragbar, die kann man sich nur selbst durch Übung aneignen.
Das gilt genauso für die Lebenskunst, für die Weisheit, für die Lebensfreude: Man kann zwar darüber lesen, aber die eigentliche Tat, die Entscheidung kann man nur selbst vollbringen, den Weg kann man nur selbst gehen.

Es wimmelt von grossartigen Stellen in dem Buch. Manche sind wirklich hoch-philosophisch und auch paradox, aber viele sind gut verständlich und regelrecht ansteckend.
Ich habe solche Texte schon lange nicht mehr gelesen. Auch in der indischen Spiritualität habe ich kaum solche tiefgründigen und frechen Aussagen gefunden. Das Leela-Prinzip des Gottes Krishna hat uns beflügelt, aber in diesen chinesischen Texte kommt mir noch etwas ganz anderes entgegen.

Damals war die Welt nicht in Ordnung, und heute ist sie nicht in Ordnung. Aber damals gab es Menschen, die das Ganze mit sehr viel Humor, Klarsicht und Vision betrachteten!

Hier ist eine dieser Visionen:

In einem Zeitalter höchster Tugend werden die Grossen nicht geehrt und die Könner nicht beschäftigt. Herrscher sind wie die Wipfelzweige am Baum, das einfache Volk wie das Wild auf dem Feld. Sie tun das Rechte, aber sie wissen nicht, dass dies Rechtschaffenheit ist. Sie lieben einander, aber sie wissen nicht, dass dies Nächstenliebe ist. Sie sind wahrhaftig, wissen aber nicht, dass dies Treue ist. Darum hinterlassen ihre Schritte keine Spuren; darum werden ihre Taten nicht der Nachwelt überliefert.

Herrscher sind wie Wipfelzweige am Baum – wie schön! Sie schwingen mit, und das Herrschen ergibt sich von allein, ohne Anstrengung…Die Welt ist einfach in Ordnung, und diese Ordnung verwirklicht sich ohne Absicht, ohne Tun. „Tue das Nicht-Tun“ – das ist einer der Kernsätze bei Lao-tzu, und dieser Satz steht in so wunderbarem Widerspruch zu unserer Kultur der Über-Aktivität.

Das ganze Geplapper und die Hektik und die Wichtigtuerei, all das fällt weg, wenn die innere Ordnung einkehrt.

Das ist nun wirklich Welt-Philosophie, wie wir sie brauchen können!

Wenn wir das verstehen, dann werden wir wie Wipfelzweige oder wie das Wild auf dem Feld.

Der Taoismus setzte sich in Gegensatz zum Konfuzianismus. Konfuzius entwickelte ein Lehrgebäude, eine Ethik mit Werten aller Art.
Lao-tzu aber sagte sinngemäss, dass es vorbei ist mit der taoistischen Inspiration, sobald die Moralvorschriften kommen.
Chuang-tzus Taoismus ist eine leichtsinnige, leichtfertige und gleichzeitig tiefsinnige Sache:

Wie kannst du da noch hoffen, auf irgendwelchen Pfaden der Verträumtheit, Sorglosigkeit und Ungebundenheit zu wandeln,

fragt er einen seiner Schüler. Das Ziel ist also die Verträumtheit, nicht die Pflichterfüllung, die Sorglosigkeit und nicht die Sicherheit.

Unser Denken und unsere Traditionen sind schon ein wenig anders. Wir sind einseitig auf Leistung geprägt. Wir können uns Sorglosigkeit nicht vorstellen, weil man uns das ausgetrieben hat.

Es gibt, interessanterweise ebenfalls in China, die Tradition der lachenden Mönche, des lachenden Buddha, der sorglos durchs Land zieht und sich einfach nur amüsiert und des Lebens freut.

Chuang-tzu bedauert seine Mitmenschen:

Ist er nicht bemitleidenswert? Da schwitzt er und plagt sich ab bis ans Ende seiner Tage, ohne dabei je seiner Erfüllung gewahr zu werden; ganz und gar erschöpft er sich, ohne je zu wissen, wo Rast zu finden wäre – muss man ihn nicht bedauern? „Ich bin noch nicht tot!“ sagt er, aber was hat das für einen Wert? Sein Leib verfällt, der Geist folgt ihm nach – lässt sich leugnen, dass das ein grosser Jammer ist? Stets war des Menschen Leben ein derartiger Wirrwarr. S. 133

Und dann gibt er den Rat:

Der naturgegebenen Stimme des eigenen Herzens folgen und es zu seinem Lehrer machen.

Da haben wir die Essenz der Welt-Philosophie: Philosophischer Hit: Chuang-tzu

Vielleicht wird ja nun deutlich, warum es uns nach Teneriffa verschlagen hat, warum unser Flug nach Ecuador vorläufig nicht stattfinden konnte: Ich habe hier einen philosophischen Hit entdeckt, und er heisst Chuang-tzu (oder auch Tschuang-Tse).

Dass ich ein Liebhaber von Lao-tzu (Lao-tse) bin, dürfte vielen bekannt sein. Von Chuang-tzu hatte ich mal ein Buch, vor vielen Jahren, und ich weiss, dass er mir damals gefallen hat.

Das kleine Buch fiel mir in in die Hand, als ich kürzlich an der deutschen Strassen-Buchhandlung vorbei schlenderte. Ich sah einen Titel: TAO – Texte von Lao-tzu und Chuang-tzu.
Als ich auf dem Buchrücken las, dass Chuang-tzu durch seinen Humor und seine Ironie bekannt ist, war der Kauf keine Frage mehr. (Ich kaufe sehr wenig Bücher und habe sehr wenige mit dabei, wegen des Gewichtes.)

Chuang-tzu begeistert mich. Es ist gigantisch, was der Mann schreibt. Er hat im 4. Jahrhundert v. Chr. gelebt, etwas nach Lao-Tzu, in der hohen Zeit der Philosophen in China. Er schreibt philosophische Poesie, mit kräftigen Bildern, mit einer Ironie und souveränen Erhelltheit, die mir sonst noch kaum begegnet sind.

Er gefällt mir noch besser als Lao-tzu, und das will was heissen!

Worum geht es?

Natürlich um das Tao, das Unerklärbare, das durch Worte nicht gesagt werden kann, das nur der Weise erkennt und lebt.

Die erste Geschichte, die ich spontan aufschlug, handelt von einem Herzog und einem Radmacher. Der Herzog liest in einem Buch. Der Radmacher geht zu ihm und sagt sinngemäss: Wenn du in Büchern liest von Männern, die schon gestorben sind, dann liest du nur Abfall.

Der Herzog verlangt eine Erklärung, die folgendermassen lautet:

„Wenn ich beim Radmachen mit dem Hammer zu schwach zuschlage, rutscht mir der Meissel ab und greift nicht. Schlag‘ ich aber zu kräftig zu, dann steckt er gleich fest und lässt sich nicht mehr bewegen. Nicht zu schwach und nicht zu kräftig – die Hand bekommt ein Gespür dafür, und innerlich stimmt man sich darauf ab. Es lässt sich nicht in Worte fassen, und doch ist irgendein besonderer Trick dabei. Ich kann ihn meinem Sohn nicht lehren, und er kann ihn nicht von mir lernen….
Diese Männer aus längst vergangener Zeit nahmen alles Wissen, das sich nicht weitergeben liess, mit ins Grab. Also kann das, was Eure Hoheit hier lesen, nur der Abfall sein, der von ihnen übrigblieb.“

Was heisst das? Das versteht man sofort: Die eigentliche Kunst ist nicht lern- und nicht übertragbar, die kann man sich nur selbst durch Übung aneignen.
Das gilt genauso für die Lebenskunst, für die Weisheit, für die Lebensfreude: Man kann zwar darüber lesen, aber die eigentliche Tat, die Entscheidung kann man nur selbst vollbringen, den Weg kann man nur selbst gehen.

Es wimmelt von grossartigen Stellen in dem Buch. Manche sind wirklich hoch-philosophisch und auch paradox, aber viele sind gut verständlich und regelrecht ansteckend.
Ich habe solche Texte schon lange nicht mehr gelesen. Auch in der indischen Spiritualität habe ich kaum solche tiefgründigen und frechen Aussagen gefunden. Das Leela-Prinzip des Gottes Krishna hat uns beflügelt, aber in diesen chinesischen Texte kommt mir noch etwas ganz anderes entgegen.

Damals war die Welt nicht in Ordnung, und heute ist sie nicht in Ordnung. Aber damals gab es Menschen, die das Ganze mit sehr viel Humor, Klarsicht und Vision betrachteten!

Hier ist eine dieser Visionen:

In einem Zeitalter höchster Tugend werden die Grossen nicht geehrt und die Könner nicht beschäftigt. Herrscher sind wie die Wipfelzweige am Baum, das einfache Volk wie das Wild auf dem Feld. Sie tun das Rechte, aber sie wissen nicht, dass dies Rechtschaffenheit ist. Sie lieben einander, aber sie wissen nicht, dass dies Nächstenliebe ist. Sie sind wahrhaftig, wissen aber nicht, dass dies Treue ist. Darum hinterlassen ihre Schritte keine Spuren; darum werden ihre Taten nicht der Nachwelt überliefert.

Herrscher sind wie Wipfelzweige am Baum – wie schön! Sie schwingen mit, und das Herrschen ergibt sich von allein, ohne Anstrengung…Die Welt ist einfach in Ordnung, und diese Ordnung verwirklicht sich ohne Absicht, ohne Tun. „Tue das Nicht-Tun“ – das ist einer der Kernsätze bei Lao-tzu, und dieser Satz steht in so wunderbarem Widerspruch zu unserer Kultur der Über-Aktivität.

Das ganze Geplapper und die Hektik und die Wichtigtuerei, all das fällt weg, wenn die innere Ordnung einkehrt.

Das ist nun wirklich Welt-Philosophie, wie wir sie brauchen können!

Wenn wir das verstehen, dann werden wir wie Wipfelzweige oder wie das Wild auf dem Feld.

Der Taoismus setzte sich in Gegensatz zum Konfuzianismus. Konfuzius entwickelte ein Lehrgebäude, eine Ethik mit Werten aller Art.
Lao-tzu aber sagte sinngemäss, dass es vorbei ist mit der taoistischen Inspiration, sobald die Moralvorschriften kommen.
Chuang-tzus Taoismus ist eine leichtsinnige, leichtfertige und gleichzeitig tiefsinnige Sache:

Wie kannst du da noch hoffen, auf irgendwelchen Pfaden der Verträumtheit, Sorglosigkeit und Ungebundenheit zu wandeln,

fragt er einen seiner Schüler. Das Ziel ist also die Verträumtheit, nicht die Pflichterfüllung, die Sorglosigkeit und nicht die Sicherheit.

Unser Denken und unsere Traditionen sind schon ein wenig anders. Wir sind einseitig auf Leistung geprägt. Wir können uns Sorglosigkeit nicht vorstellen, weil man uns das ausgetrieben hat.

Es gibt, interessanterweise ebenfalls in China, die Tradition der lachenden Mönche, des lachenden Buddha, der sorglos durchs Land zieht und sich einfach nur amüsiert und des Lebens freut.

Chuang-tzu bedauert seine Mitmenschen:

Ist er nicht bemitleidenswert? Da schwitzt er und plagt sich ab bis ans Ende seiner Tage, ohne dabei je seiner Erfüllung gewahr zu werden; ganz und gar erschöpft er sich, ohne je zu wissen, wo Rast zu finden wäre – muss man ihn nicht bedauern? „Ich bin noch nicht tot!“ sagt er, aber was hat das für einen Wert? Sein Leib verfällt, der Geist folgt ihm nach – lässt sich leugnen, dass das ein grosser Jammer ist? Stets war des Menschen Leben ein derartiger Wirrwarr. S. 133

Und dann gibt er den Rat:

Der naturgegebenen Stimme des eigenen Herzens folgen und es zu seinem Lehrer machen.

Da haben wir die Essenz der Welt-Philosophie: Dem eigenen Herzen folgen. Der eigenen Erfüllung gewahr werden. Das ist doch ganz einfach, nicht wahr?

Ich habe das Adjektiv „gigantisch“ verwendet. Hier zum Schluss eine Stelle, die erneut klar macht, was ich mit diesem Wörtchen meine. Ansonsten empfehle ich, das Buch zu lesen – allerdings ist es wahrscheinlich nur noch antiquarisch zu haben; vielleicht auch am Buch-Stand in Puerto de la Cruz, Teneriffa 🙂

Chuang-tzu über den idealen Menschen:

Der ideale Mensch ist gottähnlich. Mögen die grossen Moore in Flammen stehen, sie können ihn nicht versengen; mögen die grossen Flüsse gefrieren, sie können ihn nicht erkälten; mag der jähe Blitz die Hügel spalten und das heulende Sturmgeschwader die See aufwühlen, sie können ihn nicht in Schrecken versetzen. Ein Mensch wie der reitet auf den Wolken und dem Nebel, steht breitbeinig über Sonne und Mond und schweift frei jenseits der vier Meere. Selbst Leben und Tod zeitigen keine Wirkung bei ihm, viel weniger noch die Grundsätze von Vorteil und Schaden. S. 145

Und ganz zuletzt noch ein Kommentar des Übersetzers aus der Einleitung des Bandes:

Chuang-tzu, so wie wir ihn aus dem ihm zugeschriebenen Werk rekonstruieren können, gilt als der grösste Dichterphilosoph der chinesischen Literatur; und das Poetische ist von seiner Konzeption des Tao in der Tat nicht abtrennbar. Das Verschmelzen des Selbst mit der schaffenden Dynamik des Universums liegt als intuitiv durchdringende Helle der Erleuchtung und als ego-vernichtende Stille ausserhalb jeglicher kommunikativer Dimension. S. 115, Peter Kobbe

Ich habe das Adjektiv „gigantisch“ verwendet. Hier zum Schluss eine Stelle, die erneut klar macht, was ich mit diesem Wörtchen meine. Ansonsten empfehle ich, das Buch zu lesen – allerdings ist es wahrscheinlich nur noch antiquarisch zu haben; vielleicht auch am Buch-Stand in Puerto de la Cruz, Teneriffa 🙂

Chuang-tzu über den idealen Menschen:

Der ideale Mensch ist gottähnlich. Mögen die grossen Moore in Flammen stehen, sie können ihn nicht versengen; mögen die grossen Flüsse gefrieren, sie können ihn nicht erkälten; mag der jähe Blitz die Hügel spalten und das heulende Sturmgeschwader die See aufwühlen, sie können ihn nicht in Schrecken versetzen. Ein Mensch wie der reitet auf den Wolken und dem Nebel, steht breitbeinig über Sonne und Mond und schweift frei jenseits der vier Meere. Selbst Leben und Tod zeitigen keine Wirkung bei ihm, viel weniger noch die Grundsätze von Vorteil und Schaden. S. 145

Und ganz zuletzt noch ein Kommentar des Übersetzers aus der Einleitung des Bandes:

Chuang-tzu, so wie wir ihn aus dem ihm zugeschriebenen Werk rekonstruieren können, gilt als der grösste Dichterphilosoph der chinesischen Literatur; und das Poetische ist von seiner Konzeption des Tao in der Tat nicht abtrennbar. Das Verschmelzen des Selbst mit der schaffenden Dynamik des Universums liegt als intuitiv durchdringende Helle der Erleuchtung und als ego-vernichtende Stille ausserhalb jeglicher kommunikativer Dimension. S. 115, Peter Kobbe

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Verlorener Pass und Zen-Meditation

Gestern Abend habe ich entdeckt, dass meine Bauchtasche mit dem Pass verschwunden ist. Keine Ahnung wie und wohin.
Heute habe ich Zen-Meditation praktiziert, das war ganz gut als Beruhigungsmittel.
Am Nachmittag setze ich mich hin, um zu schreiben und lasse den lieben Gott einen guten Mann sein.

Ein wenig nervös wurde ich schon gestern, als ich die Tasche suchte und nicht fand. Mein Pass, ein wenig Geld und der Boarding-Pass für unseren Rückflug von Spanien in die Schweiz – all das ist weg. Heute ist Sonntag, 21. 10. Der Flug in die Schweiz soll nächsten Freitag stattfinden – und am nächsten Morgen dann der grosse Sprung nach Quito, Ecuador.

Ohne Pass kann ich, können wir nicht fliegen, so dass die Pläne fast zerstieben. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir die Tasche noch finden.

Heute vormittag nahmen wir an einem Meditations-Ereignis in einem Park bei Altea teil. Ca. 35 Menschen, überwiegend Frauen, waren zusammen gekommen, und es hat uns sehr gut gefallen. Es war Meditation nach der Methode von Thich Nhat Hanh. Es gibt hier in der Gegend mehrere Gruppen, die nach Thich Nhat Hanh meditieren, und wir wurden von einigen unserer Freude eingeladen. Das Ganze ist gratis, man trifft sich um 10.30, und jeder bringt sich ein Picknick mit.

Ich fand das Ganze, wie gesagt, auch nützlich, um meinen Geist zu beruhigen, und das ist auch gelungen. Auch das Schreiben ist für mich eine beruhigende und klärende Sache, denn während ich schreibe, ist mein Geist konzentriert.

Gleichzeitig kreisen meine Gedanken um das Projekt, das ich vorgestern gestartet habe: Wir lachen über uns – siehe vorherigen Blog. Ich habe das Ganze auf Englisch übersetzt und eine Veranstaltung auf Facebook erstellt.
Lieber Leser, du bist eingeladen teilzunehmen. Wenn du nicht auf Facebook bist, genügt es, hier einen Kommentar zu hinterlassen oder mir ein Mail zu schicken: joyacademy@me.com

Das alles kommt zusammen, während ich hier in der Altstadt von Altea in der Wohnung eines Freundes am Sonntag nachmittag schreibe. Denn in der Meditation kam auch das Lächeln vor, und es kam der Augenblick als der wunderbare Augenblick vor.
Und in dem Film von und mit Thich Nhat Hanh, den wir anschliessend sahen, sprach dieser vom Glücklichsein als dem Ziel jeder Meditation.
Wie du vielleicht weisst, hat Buddhismus mit der Überwindung des Leidens zu tun. Aber beim Lachen über sich selbst verschwindet das Leiden sofort, da braucht es keine Überwindung!
Lachen ist der direkte Weg in die Glückseligkeit.
Ich habe daher meine Veranstaltung besonders an die Adresse der weltweiten Lach-Bewegung geschickt. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die weltweiten Lachyoga-Klubleiter den Unernst noch nicht intensiv genug als spirituelle Inspiration erfahren haben.
Es gibt zwei grössere Netzwerke auf Facebook, denen ich angehöre: Laughter Yoga Professionals und Laughter Yoga Exchange Programme. In diesen Gruppen sind jeweils 300 bis 400 lachende Leute und Fachleute beisammen. Ich dachte und denke, dass diese Menschen am besten über sich selbst lachen können, denn das Lachen über sich selbst ist ein Bestandteil des Lachyoga.
Es haben sich bereits drei Leute angemeldet, olé! Das lässt mich den verlorenen Pass fast vergessen! 🙂
Trotz allem hat mich der Weg von Thich Nhat Hanh nicht völlig begeistert. Er hat eine schöne Ausstrahlung. Der Film wurde im Jahr 2009 in Plum Village, seinem Zentrum in Frankreich, während eines 21-tägigen Retreats aufgenommen. Und ich fragte mich: 21 Tage mit anderen intensiv meditieren, um am Schluss, hoffentlich, glücklich zu sein?
Wenn wir unserer eigenen Intuition folgen, dann können wir sofort glücklich sein, indem wir uns dazu entscheiden. Wir sind schliesslich zum Glücklichsein geschaffen (worden). Die Freude am Dasein ist unser Lebens-Sinn, wenn wir es wollen.
Das kann auch ein verlorener, oder verschwundener, und hoffentlich wieder erscheinender Pass nicht verhindern.

Jetzt kommt nämlich noch die Pointe: Als ich gestern Nacht, nach vergeblichem Suchen, Christina von dem Missgeschick erzählte, war sie gar nicht so geschockt. Und am Morgen sagte sie charmant: Dann bleiben wir halt in Spanien, in unserem geliebten Altea! Oha!

Es gefällt ihr, es gefällt uns dermassen gut hier…So viele gute Freunde! Das Wetter meistens schön und warm…Heimatgefühle…

Reden wir nicht drüber und warten wir ab!
Wenn ich den Pass nicht finde und auch keine andere Lösung, dann stehen wir hier vor einem rätselhaften Phänomen…einem magischen Rätsel des Schicksals…einer schicksalhaften Wendung…

Da lachen wir doch drüber! Hahahahhahahahhhahahhahahahahaha!

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Wir lachen über uns

„Wir lachen über uns“ ist ein weltweites Projekt der Lachbewegung und der internationalen inspirierten Gemeinschaft. Es wird auf Webseiten geteilt und auf Petitions-Seiten vervielfältigt.

Hahahahaha! So ein Spass!

Lachen über sich selbst ist eine der effektivsten Therapie-Methoden. Es zerstäubt den Ernst und bringt eine wunderbare Selbst-Ironie hervor.

Diese Art von Lachen wird weltweit in Lachyoga-Kursen und Lachclubs praktiziert. Man deutet mit dem Finger auf sich selbst und lacht dabei aus vollem Halse.

Da die meisten Menschen sich selbst zu ernst nehmen und dadurch die Freuden der Leichtigkeit nicht erfahren, kann „Lachen über sich selbst“ eine grosse Befreiung sein.

1. In einem ersten Schritt wird dieser Text über die Kanäle verbreitet und entsprechendes Feedback gegeben. Die Empfänger können bereits zusagen, beim Projekt mitzumachen, und sie können Übersetzungen anbieten.

2. Es werden Videos erstellt mit Menschen, die über sich selbst lachen, und diese Videos werden aufs Netz gestellt.

3. Prominente Persönlichkeiten wie Präsidenten und Könige werden zum Mitlachen über sich selbst inspiriert.

4. Das grosse Lachen über sich selbst setzt sich mit Unterschriften auf verschiedenen Portalen fort.

5. In den Städten werden Flashmobs veranstaltet: Auf den Plätzen lachen die Menschen über sich selbst.

Hahahahahaha! Was bin ich für ein Lustiger! Hihihihihihi!

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Ich lebe

Ich lebe, und das ist ein lebendiges Gefühl. Mein Körper vibriert, meine Seele ist anwesend, ich bin da.
Als ich nach dem Frühstück gemütlich mit Christina auf dem Sofa sitze, spüre ich es: Das Da-Sein, das Dasein als beseligende Tatsache. Ich nehme es mit in den Tag, ich geniesse es: Ich lebe.

Ein gegenwärtiger Meister, Prem Rawat, bringt dieses Lebendig-Sein wunderbar auf den Punkt in seiner Rede „The Great Reminder“ http://www.youtube.com/watch?v=yMoES8LAShM

In etwas mehr als zwei Minuten erklärt er in diesem Video, was es heisst, zu leben:

Die grosse Gedächtnisstütze

„Der Atem erinnert mich die ganze Zeit an etwas wirklich Wunderbares, das sich ereignet. Und dieses Wunderbare, das sich ereignet, ist meine Existenz. Meine Möglichkeit, zufrieden zu sein. Meine Möglichkeit, erfüllt zu sein. Und ich werde erinnert, Tag und Nacht – nicht auf widerliche Art, nicht widerlich, nicht mit einem Hammer auf den Kopf – sondern in der süssesten und sanftesten Weise: Erinnere dich, erinnere dich, erinnere dich: Du bist lebendig.
Keine Erklärungen mehr! Keine Erklärungen mehr ab jetzt! Keine Predigten mehr! Keine Verkündigungen mehr! Keine Bücher mehr! Kein Blitz und Donner mehr ab jetzt! Kein Schlagen auf den Kopf, keine Tests mehr – sondern nur eine Gedächtnisstütze: Du bist lebendig. Du bist lebendig. Weisst du, was das bedeutet?
Ich weiss es. Ich weiss es, ich weiss, was es bedeutet, lebendig zu sein, zu leben. Es bedeutet alles.
All meine Träume sind Wirklichkeit geworden. Ich träume noch von anderen Dingen, aber alle meine Träume sind Wirklichkeit geworden. Denn ich lebe, denn ich bin lebendig – denn ich existiere.

Prem Rawat

Dies ist die Realität des No-Mind: Wir können das mentale Denken transzendieren in eine Wirklichkeit der freudigen Anwesenheit. Dann sind keine Erklärungen mehr nötig, keine Bücher, kein Meister. Die Erfüllung ist spürbar, und zwar nicht aufgrund eines Erfolges oder Erlebnisses, sondern einfach aufgrund der Tatsache, dass wir am Leben sind.

Prem stellt das in Beziehung zum Atem. Seine Worte zielen auf das Allereinfachste, und Allerwichtigste: Wir sind uns bewusst, dass wir leben, und wir freuen uns darüber. Da ist auch keine Rede von Gott, von einer Theologie. Diese Dinge stehen an zweiter Stelle, wir dürfen sie anerkennen, wenn wir wollen.

Ich bin sehr froh, dass ich weiss, was es bedeutet, lebendig zu sein. Dass ich jeden Augenblick geniessen kann als etwas Wunderbares.

Am schönsten ist die Stelle, an der er sagt: Alle meine Träume sind Wirklichkeit geworden.

Was bedeutet das? Es bedeutet, dass schon allein die Tatsache, dass ich auf der Erde leben darf, die Erfüllung all meiner Träume ist. Im Grunde fallen dann die Träume und Wünsche weg.
Er sagt es auch so: Meine Träume sind Wirklichkeit, ….denn ich lebe.

Judihui! Feiern wir! Leben wir! Geniessen wir! Lachen wir!

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Politische Assoziationen

Welt-Philosophie behinhaltet alles und doch nichts. Sie überschreitet lächelnd die Grenzen des bisherigen Denkens, indem sie sich jenseits des Denkens begibt. Sie ist nichts Neues, aber sie formuliert sich neuer, klarer, und mit mehr Genuss als es bisher geschehen ist.

Ich habe vieles gelesen aus dem Bereich der „Neuen Wissenschaft“, der neuen Politik und neuen Philosophie. Vieles wiederholt sich: Hanspeter Dürr, ein bekannter deutscher Physiker, betont die Wichtigkeit einer Verbindung von Wissenschaft und Spiritualität. Das haben vor ihm oder gleichzeitig mit ihm schon so viele gesagt: Deepak Chopra und die ganze Liga der „Evolutionary Leaders“ wie Gregg Braden, Bruce Lipton und wie sie alle heissen.

Wer sich interessiert, kann im Internet und auf Youtube wunderbare inspirierende Filme sehen – wie z.B. Hanspeter Dürr in einem Interview mit dem Schweizer Kanal „Sternstunde Philosophie“.

Dort erzählt er, dass er als junger Mann im Nachkriegsdeutschland, mit 16 Jahren, diesen ungeheuren Schuldvorwürfen ausgeliefert war, die aus der ganzen Welt auf ihn einstürmten. Er entschloss sich zu einem naturwissenschaftlichen Studium und ging in die USA. Er bewunderte seinen Doktorvater, Teller, der ein Schüler von Heisenberg war. Als er erfuhr, dass Teller am Bau der Bombe beteiligt war, erlitt allerdings diese Bewunderung einen Riss: Wie kann man mit der objektiven Wissenschaft solche Projekte verfolgen?

Dieses Beispiel zeigt, dass wir ruhig alles fröhlich in Frage stellen können. Dürr bezeichnet die Aussagen der damaligen US-Regierung als Lügen.
Wir stellen also die Wissenschaft in Frage – nicht nur weil sie Bomben baut, sondern weil sie manipuliert und einfach nicht stimmt.

Das sagt Dürr, der hochintelligente Wissenschaftler. Mit der Quantenphysik, die wir seit fast einem Jahrhundert kennen, haben sich sämtliche Parameter der Wissenschaft verändert. Nichts ist mehr logisch, und wir erfahren, dass unsere Gefühle der eigentliche Gradmesser sind. So ein Spass!
Dürr wurde Wissenschaftler, weil er Objektivität wollte. Heute ist er ein Wissenschaftler der subjektiven Gefühle, der Spiritualität, der Visionen.

Ich habe viele solche Geschichten von Wissenschaftlern zur Kenntnis genommen. Meistens bleiben diese Gelehrten trotz allem Gelehrte. Sie sprechen zwar von Intuition, von Gefühl, von Verschmelzung – aber sie bleiben doch mental.

Bei den Indern ist es meist anders. Sie kommen aus einer Kultur der Hingabe und der Verschmelzung; für sie ist das Göttliche selbstverständlich.

Wir Westler aber haben generell den Glauben verloren, und das ist ein wenig tragisch. Wir können den Glauben u.a. lachend wieder gewinnen. Dann hat er allerdings eine Leichtigkeit, die er in den meisten traditionellen Kulturen nicht hatte. Dann sind wir nicht mehr „tief gläubig“, sondern „hoch inspiriert“, begeistert, be-geistet. Dann lösen wir uns vom Mentalen, lachen über das Mentale, tänzeln und geniessen die wunderbare Welt.

Gestern habe ich mich mit Evo Morales, dem Präsidenten von Bolivien, befasst. Morales ist der erste indigene Präsident in diesem Land. Er repräsentiert 70 % Indios und ist eine Integrationsfigur. Er das Land seit seiner Wahl 2006 zur Ruhe gebracht, und er versucht, die Völker des Südens „zu Protagonisten ihrer eigenen Entwicklung“ zu machen.
Unter anderem wurde er von der Vollversammlung der Vereinten Nationen als „Welt-Held von Mutter Erde“ geehrt (http://www.laht.com/article.asp?ArticleId=342574&CategoryId=14919).
In dem Zeitungsartikel heisst es, dass sich Morales u.a. dafür engagiert hat, dass die UNO den „Internationalen Tag von Mutter Erde“ eingerichtete.
Das Motiv der Mutter Erde hängt zusammen mit der indigenen Tradition von „Pachamama“, der Erdenmutter.

Morales hat den Einfluss der Amerikaner und anderer westlicher Mächte in Bolivien zurückgedrängt und die Gasvorkommen verstaatlicht. Er will, dass die Reichtümer des Landes den Bolivianern zugutekommen. Dies auf dem Hintergrund der Tatsache, dass die Spanier jahrhundertelang die Indios unter unwürdigen Bedingungen in die Bergwerke geschickt haben.

Morales ist also Repräsentant einer „dritten Kraft“ – einer Kraft, von der wir schon lange reden und die wir uns wünschen.
Die sogenannte dritte Welt emanzipiert sich, findet eine neue/alte Identität, macht sich unabhängig.

Brasilien ist im wirtschaftlichen Feld führend und heute ein gleichwertiger Partner der USA.  Europa strauchelt von einer Krise in die andere, während Indien und China wirtschaftlich aufwärts stürmen.

Es gibt einen faszinierenden Film auf Youtube von Peter Scholl-Latour: Das Ende der weissen Weltherrschaft: http://www.youtube.com/watch?v=g3grnq2rCfU
Dort wird im zweiten Kapitel auch Bolivien als Beispiel gezeigt. Scholl-Latour ist für seinen Film um die halbe bzw. ganze Welt gereist. Er zeigt die Zusammenhänge und belegt das Ende der weissen Weltherrschaft. Da ist es wirklich Zeit für eine Welt-Philosophie!  Eine Philosophie der Herzens fern von Ausbeutung, eine Philosophie der liebevollen Transzendenz und der lachenden Verbundenheit.

Ich werde diese Philosophie in Südamerika mit mir tragen. Ich will sie teilen mit den Menschen. Ich denke daran, einen Vortrag „Welt-Philosophie und die Zukunft von Bolivien“ der bolivianischen Regierung anzubieten.
Denn obwohl es als sinnvoll erscheint, dass die Bolivianer sich nun ernsthaft auf sich selbst stellen und den westlichen Einfluss ablehnen, so kann es doch in der weiteren Zukunft wiederum eine gute Idee sein, sich auch von dieser Parteinahme zu lösen und sich zu versöhnen mit den „Menschen, die guten Willens sind“, im Sinne einer neuen Weltkultur der Brüderlichkeit.

Und später gibt es dann einen Vortrag „Welt-Philosophie und die Zukunft der Schweiz“. Das wird lustig und sicher inspirierend!

Und natürlich auch einen Vortrag „Welt-Philosophie und die Zukunft des Geländes T.“. Das wird am Allerlustigsten!

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Was macht mein Buch-Projekt?

Vor einigen Monaten startete ich voller Enthusiasmus mein neues Buchprojekt „Die Lösung von fast allem“.
Ich schrieb und schrieb – vom lachenden Gott, von intuitiven Lösungen, von inspirierenden Erlebnissen in Findhorn, von der Fülle des Lebens, von fast allem.
Im Sommer kam mein Schreiben etwas ins Stocken, weil das Leben so lebendig und voll und reich war.
Es ist, wie ich dargelegt habe, kein wirklich ernsthaftes Projekt – obwohl ich es als mein Lebenswerk bezeichne.
Da aber mein Lebenswerk gerade in der Leichtigkeit liegt, werde ich mich logischerweise auch nirgends ernsthaft auf Ernsthaftigkeit einlassen.

Es ist also ein spielerisches Projekt, und daraus folgt, dass sich auch der Titel und die Ausrichtung ändern darf, dass überhaupt alles der Fall sein darf.

Der Titel lautet inzwischen „Welt-Philosophie“, und das macht ebenso viel Spass wie der Lösungs-Titel. Hoffentlich ist dieser Ansatz ein wenig philosophischer, aber die Grundhaltung ist doch gleich geblieben.

Jetzt, da unsere Reise nach Südamerika bevorsteht, beschäftigt mich die Reise. Möglicherweise werden Reiseblogs entstehen, da ich die Eindrücke in den Ländern nicht einfach beiseite schieben will. Südamerika ist etwas Neues, ein grosses Abenteuer, und dieses Abenteuer soll in die Welt-Philosophie einfliessen.

Trotz allem habe ich den roten Faden nicht verloren. Ich will die Reiseerlebnisse in den Zusammenhang der Welt-Philosophie stellen.

Ich habe kürzlich realisiert, dass meine Erlebnisse in Indien und Bali langfristig stärker auf mich gewirkt haben als ich ursprünglich gedacht hatte. Ich habe all diese Erlebnisse schon in Blogs oder in meinem Buch „The Age of Laughter“ beschrieben, aber sie sind noch nicht an einem Ort für den Leser – und auch für mich selbst – gesammelt.

Ich bringe ein paar kleine Beispiele:

  • Die Begegnung mit der armen Strassenverkäuferin Hanna am Strand in Goa, die von sich aus erzählte, wie glücklich sie sei, und dieses Glück auch ausstrahlte.
  • Die Gespräche mit Prana, dem wilden Musiker und Krishna-Anhänger. Er erklärte mir, dass Gott als Person existiere. Wir seien ein Strahl der Sonne, aber nicht die Sonne selbst.
  • Die Gespräche mit dem Ayurveda-Arzt und Philosophen Dr. Jolly, der mir von dem indischen Philosophen Shankara erzählte, und von der Glückseligkeit, die dadurch entsteht, dass wir wissen, dass wir ein Teil von Gott sind.
  • Die Begegnung mit der balinesischen Kultur, die fast nur aus hingebungsvollen und freudigen Opfern besteht, und deren Kunst mitreissend und leidenschaftlich ist.

Ich muss nun nicht wieder nach Indien fahren, um ähnliche Erlebnisse zu haben. Sie haben sich bei mir installiert, und mein Weltbild hat sich bereichert.

Allerdings habe ich Lust, wieder hinzureisen, weil der Aufenthalt so inspirierend und paradiesisch war, und das liebe ich natürlich.

Was es in Südamerika zu lernen gibt, weiss ich noch nicht. Vielleicht ziehe ich mich eine Weile zurück, um zu schreiben. Vielleicht werde ich tief berührt von den Menschen. Aber die Reise wird mich sicher der Welt-Philosophie näher bringen, denn ich werde mehr von der Welt gesehen und gespürt haben.

Insofern ist mein Buch-Projekt auf dem besten Weg. Die Form ist noch nicht klar, aber Inhalte gibt es in Fülle.

Es geht um eine Summa, eine Zusammenfassung der philosophischen Strömungen, die in die Richtung auf ein „neues Menschsein“ zeigen. Ich kann das nur tun, weil ich nicht ganz ernsthaft bin, und weil ich an keiner Stelle glaube, man könne irgend etwas verbindlich formulieren. „Wissenschaftliche Objektivität“ gibt es nicht. Sie ist eine Illusion, wie nun auf allen Ebenen nachgewiesen wurde. Dafür bin ich voller subjektiver Objektivität, wenn Sie wissen, was ich meine.
Meine Sichtweise ist relevant, weil sie aus einem reichen glücklichen narrosophischen erfahrenen inspirierten sich nicht so wichtig nehmenden Leben stammen – also aus einer göttlichen Quelle 🙂

An diesem schönen Abend in unserer Villa Kunterbunt in unserem Schweizer Paradies bin ich voll glücklich, zufrieden und friedlich, und ich habe alles erreicht – Buchprojekt hin oder her!
Dieser Text ist ein Teil des Manuskripts, s.o.

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Das Lied

Wenn es läuft, dann läuft es, und wenn es fliesst, dann fliesst es, und es fliesst und läuft und entwickelt sich und entsteht und vergeht und ist stark und freudig.Die Freude ist die stärkste Energie, und dafür fliegen mir zwei Zeugen in den Sinn: Barbara Marx Hubbard und Prem Rawat.Barbara spricht davon, dass eines Tages eine Welle der Freude um die Welt gehen und alle ergreifen wird. Prem Rawat erklärt die Freude zur stärksten spirituellen Energie.Wenn wir von Freude erfüllt sind, dann fliesst alles, dann sind wir verbunden. Wir brauchen keinen Grund für die Freude, denn sie kommt aus unserem Inneren – besser gesagt: Wir sind Freude. Schaffensfreude, Seins-Freude, Daseins-Freude.Rawat bringt das Beispiel des Märchens von der chinesischen Nachtigall – der künstlichen Nachigall, die den Kaiser nicht zu befriedigen vermochte. Und er spricht dann von dem Lied, das wir hören oder auch nicht hören; dem Lied des Lebens. „Hörst du das Lied?“ fragt er.Ich höre es. Und nicht nur das: Ich erzeuge, ich zelebriere es.Welt-Philosophie befasst sich mit der Frage, was der nächste Schritt in der Entwicklung der Menschheit sein könnte, was die Lösung von fast allem ist. Die Lösung ist dieses Lied. Wenn wir alle dieses Lied hören, dann verwandelt sich unsere Welt.Es ist ein einfaches Lied, eine einfache Melodie, eine verführerische Melodie.In Berlin haben wir das Lied gehört auf dem Türkenmarkt, bei den Strassenmusikern, bei den hingebungsvollen Menschen, und auch bei den Boule-Spielern am Landwehrkanal: Es drückt sich aus Spielerischen, im Spass, in der Gemeinschaft.Das Geniessen ist zentral: Es ist eine hohe Form der Dankbarkeit und Verbundenheit, und es ist eine Form des völligen Gegenwärtigseins im Moment.Die Kraft des Jetzt ist von vielen Autoren betont worden, das Hier und Jetzt ist der Angelpunkt unserer Höhepunkts-Erfahrung. Man kann das Da-Sein im Jetzt üben wie etwa das Surfen in der Brandung. Als Anfänger fliegt man noch oft vom Brett, wird von den Wogen überrollt, macht ungemütliche Purzelbäume. Als Könner aber bleibt man auf der Woge, geniesst den Sieg über die Gewalten, den Wind und die Gischt, und bleibt immer oben.Der Jetzt-Surfer hat dies ebenfalls gelernt und bleibt immer in der Positivität, im Genuss des Augenblicks, in der Liebe zum Moment, in der entspannten, spielerischen Verbundenheit, in der lachenden Gelöstheit. Es gibt da einige Tipps und Tricks, die ich aber vielleicht nicht alle verrate, ausser dem Folgenden:Suche dir die Informationen bewusst aus, die du erhalten willst. Du muss nicht jeden Unsinn in den Zeitungen lesen und auch nicht alle Nachrichten zur Kenntnis nehmen, denn du muss überhaupt nichts.
Ich habe mir angewöhnt, lieber in meinem kleinen Universum etwas Gutes zu bewirken, als über Weltpolitik zu diskutieren, die ich ja doch nicht wirklich beeinflussen kann. Ich nehme die Entwicklungen in meinem kleinen Universum so ernst, als handelte es sich um eine politische Revolution. Das heisst nicht, dass ich unbedingt ernsthaft handle. Aber ich nehme es wahr und reagiere bewusst. Das genügt mir.
Es geht mir darum, zur Essenz vorzustossen, die philosophische Welt-Formel zu entdecken und zu formulieren. Diese Formel bewegt sich ausserhalb der Mathematik. Sie kann sich vielleicht auf die neuesten Erkenntnisse der Quantenphysik beziehen, aber sie bezieht ihre Wahrheit aus einer anderen Quelle – nämlich aus der sicheren Intuition.Hiermit sind also die Welträtsel gelöst, und basta! 🙂

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Welt-Philosophie

Ich denke mehr nach an diesem Tag. Ich denke nach über die Bestimmung der Menschheit. Aber das Nachdenken kommt von aussen, aus den Sphären. Es ereignet sich. Der Zeitpunkt ist gekommen, dass wir uns als Menschen diese Gedanken machen. Wir brauchen nur die alten philosophischen Einsichten wieder ausgraben und uns zu eigen machen. So hat Epiktet gesagt: Du bist ein Splitter Gottes, hast in dir ein Teil von Ihm – wie also, kennst Du deinen Adel nicht? Weißt du nicht, woher du kamst? Das genügt als Aussage und will auf dem Planeten fühlbar werden.
Die Menschheit erwacht, und viele Menschen wissen und spüren es. Wir können die Aufmerksamkeit für diese Themen stärken oder wecken. Das dürfte nicht zu schwer sein, vor allem wenn man immer so viele schöne Gedanken spinnt und gerne Projekte startet. Eine Aufsehen erregende Aktion kann als ein Katalysator das Bewusstsein der Menschen bewegen. Meine Idee mit der Petition an den Papst könnte eine Bewegung in diese Richtung sein. Natürlich geht alles auch ganz von selbst. Denn die Intelligenz des Menschen wird sich allmählich in höhere Intelligenz transformieren, ob wir wollen oder nicht. Aber es macht Spass, solche Themen kreativ zu entwickeln und aus einem ganzheitlichen Verständnis etwas Neues zu schaffen. Es ist eine Alchemie, die aus sich selbst heraus aus dem Nichts etwas schafft. Und dieses Schaffen aus dem Nichts ist etwas Göttliches. Indem wir so vorgehen, werden wir den Göttern gleich.
Deswegen könnte mein Buch-Projekt auch Welt-Philosophie heissen, weil ich eine Philosophie für den Planeten, für die neue Zeit, formuliere.

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18 Zurück zur Lösung

Zurück zur Lösung!

Narrosophischer Text.

Der narrosophische Stil entsteht aus dem Augenblick, aus der Eingebung, aus der Ekstase, aus dem Jubel.
Im narrosophischen Stil entsteht und ersteht die Lösung von fast allem. Es ist nicht nur ein Schreibstil, sondern ein Lebens-Stil. Ein Lebens-Stil der Leichtigkeit, der Liebe, des Tanzes, der Kreativität, des Da-Seins im Jetzt.
Ein Lebens-Stil, der schon allein die Tatsache der Existenz, und insbesondere unserer menschlichen Existenz, als Anlass zum Jubeln betrachtet, und der immer wieder ruft: „Alles ist sehr, sehr gut!“

Diesen Satz hat schon Eileen Caddy, die geistige Mutter von Findhorn, von Gott gesagt bekommen, und sie hat ihn immer wieder wiederholt – auch in den grössten Wirren der Gemeinschaft, auch angesichts von Machtkämpfen. Natürlich konnten die Kämpfenden den Satz nicht annehmen, aber die Grundlage war doch da.

Diese Haltung des „Alles ist gut“ tönt uns heute aus vielen Quellen entgegen, und wenn wir uns in diese Haltung immer wieder hineinlachen, dann wird das zum Lebens-Stil, zur Erfüllung im Alltag. Die Neuronen ordnen sich neu, und wir lösen uns von dem, was andere Leute Probleme nennen.

Es gibt ein weltweites Netzwerk lachender Menschen, es gibt spirituelle Lehrer, die diese einfache Botschaft verkünden und leben.

Einer davon ist Prem Rawat, genannt Maharaji. Ich habe schon etwas über ihn geschrieben und habe inzwischen ein Buch über ihn gekauft: Frieden ist möglich, von Andrea Cagan. Es ist eindrücklich, über Prems Vater zu lesen, der auch schon ein spiritueller Lehrer war:

„Als Shri Maharaji (Prems Vater) 65 Jahre alt war, stellten seine Schüler fest, dass er im Laufe der Zeit immer ekstatischer geworden war. Oft blieb er bis spät in die Nacht auf, manchmal sogar die ganze Nacht, und feierte die Herrlichkeit des Lebens, sang und tanzte mit seinen Schülern, lebte von einem Tag zum anderen mit wenig oder gänzlich ohne Schlaf. Es hiess, er befinde sich in einem Zustand ,göttlicher Berauschtheit‘„ S. 103

Kurz darauf starb der Vater, und der achtjährige Sohn, jüngster von vier Söhnen, trat seine Nachfolge an. Mit 13 reiste er in den Westen und verkündet seither wie ein Fixstern seine einfache Botschaft des Herzens.

Christina und ich sind ebenfalls Fixsterne der Lebensfreude, der Weisheit und der Liebe. Manche Leute merken es, andere nicht, das ist auch egal. Aber was wir beide leben, ist einfach und wunderbar – ein Fest des Lebens, des Lachens und der Liebe.

Vater Shri Maharaji hatte ein Lieblings-Zitat: „Mensch, dein Leben ist ein zwei Tage währendes Fest!“

Dieses Lebensgefühl ist im sauertöpfischen Europa noch nicht so ganz angekommen, aber das macht nichts, denn alles ist sehr sehr gut.

Zelebrieren wir die Lösung der Lösungen, zelebrieren wir die Meta-Meta-Meta-Ebene, finden wir uns im tanzenden Wirbel der Quanten und der Quanten-Tanten, in der Ekstase des Unsinns, des Nichts, der Begeisterung, der Liebe und der Göttichkeit!

Kommen wir immer wieder zurück zum Wesentlichen! Und was ist das Wesentliche? Unser Wesen ist das Wesentliche. Unser Wesen ist Glücklich-Sein, ist das Feiern, ist der Jubel, so dass wir sagen und singen können: Ausser Wesen nichts gewesen!