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Inspiring videos with Bruce Lipton

We met Bruce Lipton in Los Angeles at a conference, and he invited us to his house near San Francisco. We had inspiring conversations with him and Margaret. It was just wonderful! In his video studio, we had a 40 minutes conversation about the Coalition of Joy, about happy partnership, about the power of laughter, and much more.
Bruce is a scientist who became famous with his book „Biology of Belief“. His newest book, The Honeymoon Effect, is veryi inspiring, too.
Here are some of these interviews.

The Coalition of Joy:

Christina and Roland, the Honeymoon Couple: http://youtu.be/4zpUTP-k5_M

God is laughing: https://www.youtube.com/watch?v=0kolkGq9Zqs

Laughter advices:

Living out of the box:

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Die grosse Befreiung?

Die grosse Befreiung

geschrieben auf dem Flug Zürich – Los Angeles

1. 11. 2013

Ist schon toll. Wir segeln durch die Lüfte, und meine Gedanken fliegen. Wie es auch stehen mag mit meiner Koalition der Freude: Sie bringt uns eine Richtung, Einladungen, viel Spass.

Heute früh habe ich eine Einladung von Nathan Mansbach, Mexico D.F., erhalten, für den Dezember. Jeffrey Briar erwartet uns nächste Woche in Laguna Beach. Danach werden wir bei Sebastien Gendry in Pasadena wohnen, und später den legendären Steve Bhaerman besuchen.

Meine wunderbare Christina steht mir zur Seite, ist sehr spontan, entwickelt ihre eigenen Ideen, organisiert Autos oder gute Plätze im Flugzeug. Sie hat mir gerade gesagt, dass sie eigentlich gar kein Ziel hat für diese Reise. Go with the flow!

Ich bemerkte daraufhin, dass ich vielleicht gerne mal eine Woche in Kalifornien am selben Platz bliebe. Wir haben zwei Gastgeber bei Santa Rosa; beide besitzen grosse Häuser auf dem Land mit einem eigenen Zimmer für uns. Vielleicht wäre das ein Ort, mal eine Weile zu bleiben. Ausserdem wohnt Steve Bhaerman dort; ein Mann, der mich immer inspiriert hat mit seiner genialen Schreibe und seiner Humor-Philosophie.

Für Mexiko City habe ich die Idee eines öffentlichen Freuden-Ereignisses, einer Art Demonstration. Vielleicht machen ja die dortigen Lach-Freunde mit?

Im Flugzeug habe ich das Buch von Erich Fromm, „Die Furcht vor der Freiheit“, nach ca. 30 Jahren wieder hervorgenommen (diesmal als Gratis-E-Book auf meinem iPad). Genial! Die Analysen sind stimmig und machen betroffen: Ist der moderne Mensch wirklich so unfrei, von Ängsten geplagt?

Fromm analysiert die Entwicklung der westlichen Gesellschaften seit dem späten Mittelalter einschliesslich der Reformation und versucht im zweiten Teil des Buches zu verstehen, warum die Deutschen im Nationalsozialismus ihrem Führer folgten: Aus Furcht vor der Freiheit, vor der inneren, vollen Freiheit, und der eigenen Verantwortung.

Was die Systeme von der Reformation bis zum Kapitalismus kennzeichnet, ist ihre Ernsthaftigkeit. Bei Luther oder Calvin ist für Humor kein Platz, und nicht anders ist es in den Denksystemen der Kapitalisten. Sie haben keinen Spielraum, und Fromm stellt auch fest, dass die Reichen und Mächtigen meist ebenso unglücklich sind wie die Armen, weil sie zwanghaft ihrem Profit und Erfolg hinterherlaufen.

Das Lachen eröffnet eine andere Dimension. Nicht nur, dass im Lachen ein „altered state“ des Bewusstseins erreicht wird. So bewegt es sich ausserhalb von Analysen auf der Ebene der Lebensfreude und Verbundenheit, die durch die von Fromm geschilderten Prozesse der letzten Jahrhunderte verschüttet worden ist.

Fromm schreibt auch, dass die Mittelschicht zur Zeit Luthers sehr verunsichert war, und dass sie sozusagen bereit war für seine Lehre. Er sagt, dass es immer eine Wechselwirkung zwischen einer neuen Lehre und dem gesellschaftlichen Feld gibt.

Dass die Lach-Philosophie noch nicht von Millionen Menschen studiert und umgesetzt wird, liegt demgemäss daran, dass die Menschen noch nicht dafür bereit sind. Olé!

Wir waren im Oktober für fast 4 Wochen in Spanien. Neben wunderbaren Festen und inspirierten Freundes-Treffen lösten wir unser letztes kleines Möbel-Lager dort auf.
Ich stiess auf Dokumente über meinen Lebenslauf und wurde unter anderem durch einen Text in Bann gezogen, den ich 1971, also vor 42 Jahren, als 23-Jähriger, in Berkeley, Kalifornien, auf Englisch geschrieben hatte.

„Aus einem Guss“ kam mir mein Leben plötzlich vor! Denn was ich damals geschrieben habe, könnte, auf einer anderen Ebene, auch heute meiner narrosophischen Feder entstammen.

Berkeley und San Francisco waren Ende der 60er- und Anfang der 70er- Jahre die Zentren der Hippie-Revolution. Ich war dorthin nach meinen tiefgreifenden psychedelischen Erfahrungen von Nepal gereist – in der Erwartung, das Paradies der Phantasie vorzufinden. Das war nicht ganz der Fall.
Aber ich war inspiriert, begeistert von den neuen Bewusstseins-Erfahrungen, ein bunter Vogel mit schulterlangem Haar.

Ich schrieb unter anderem von einer grossen Karawane, die durch die USA ziehen und der sich alle anschliessen sollten, um die Schönheit des Lebens zu feiern.

Ich wusste damals nicht, dass es eine solche grosse Karawane kurze Zeit vorher gegeben hatte. Ein gewisser Steve Gaskin, ein predigender Philosoph im Golden Gate Park von San Francisco, hatte zu der Karawane aufgerufen, die tausende von Menschen anzog. Ein Teil dieser Wandernden hat sich dann in der Gemeinschaft „The Farm“ in Tennessee niedergelassen, die zeitweise ca. 1000 Mitglieder zählte und heute noch besteht.

Meine Schreibweise damals ist sehr intuitiv, selbstbewusst, visionär. Die Handschrift ist gross, etwas chaotisch, spontan.

Wir sehen oben im Text, dass ich die Idee einer Freuden-Demonstration für Mexiko habe. Das ist doch ein wenig ähnlich, nicht wahr?

Während eines Projekts unserer Globalen Initiative für Abrüstung haben wir einen Sternmarsch nach Bern organisiert, und im Jahr 2004 führten wir in Bern die erste „Lach-Parade“ mit ca 300 Leuten durch. Ich könnte weitere Beispiele nennen.

Was liegt dem zugrunde? Es ist die Vision einer inspirierten Menschheit.

Auf dem Weg nach Zürich sassen wir beiden Globetrotter in Bern beim Bahnhof auf unseren Koffern und nahmen das Mittags-Picknick ein. Mhhhhm, wie das schmeckte! Wir waren ziemlich auffällig. Aber denkt ihr, man hat uns gesehen? Von den paar hundert Leuten, die vorbei gingen, hat uns genau einer angelächelt. Die Leute schlafen, sie sehen nichts, sie sind ja so beschäftigt…

Patch Adams analysierte, dass ein Mensch, der beim Anblick eines Clowns auf der Strasse nicht lächelt, ein kranker Mensch sei. Wer sich selbst und das Leben so ernst nimmt, dass er nicht lächeln kann beim Anblick einer lustigen Person, ist krank. So ist das!

Als wir heute in der Warteschlange vor der Passkontrolle im Flughafen Zürich standen, fragte ich mich in diesem Zusammenhang: Warum lächeln die Leute nicht? Warum sehen sie sich nicht an? Ich bin sicher: Die Lächel-Welle kommt noch.

Erich Fromm ist ziemlich genial im Aufzeigen der Zusammenhänge zwischen Individuum und Gesellschaft. Er sieht den Einzelnen überwiegend von der Gesellschaft bestimmt, aber er leugnet auch nicht, dass der Einzelne einen Einfluss auf die Gesellschaft hat. Seine Spezialität ist die Sozialpsychologie, mit der er psychologische Prozesse in der Geschichte charakterisiert. Er denkt überwiegend rational, aber auf eine sympathische Weise, indem er die Liebe und Verbundenheit ins Zentrum seines Denkens stellt.

Wenn wir die heutigen Prozesse in der Weltwirtschaft beobachten, kann es uns so vorkommen, als habe sich die psychologische Struktur der westlichen Bevölkerung in den 70 Jahren seit Erich Fromms Buch kaum gewandelt. Noch immer scheint es um Erfolg und Macht zu gehen, noch immer glaubt man an das Geld und die Naturwissenschaft.

Aber andererseits sind die Menschen doch viel freier geworden. Die Hippierevolution und die linke Studentenrevolution haben Wesentliches verändert. Die Lebensfreude, das Lachen, der Humor und das Glück werden immer mehr öffentlich akzeptiert. Neue philosophische Lehrer gewinnen Millionen von Lesern. Es ist schön, dass keine neue Lehre entsteht, nach dem gigantischen Satz aus dem Siddharta von Hermann Hesse: Lehren sind nichts für mich – bei mir selbst will ich lernen.

Die Individualisierung, von der Fromm spricht, endet also nicht nur in Vereinsamung oder Anpassung, sondern auch in neuen Formen individueller Freiheit. Das ist vielleicht im Mainstream noch nicht so deutlich spürbar, aber es ist so, und wir wissen und feiern es.

Wir feiern die Tatsache, dass wir Schöpfer sind, und dass dieses Schöpfer-Sein Auswirkungen auf das Ganze hat, auch wenn es nicht unmittelbar nachprüfbar ist. Für uns selbst ist es nachprüfbar, und zwar in voller ungebremster spürbarer herrlicher Kraft!

Übrigens: Es geht uns gut, wir ruhen uns aus und ziehen bald durch die Lande. Darüber später.

Hier noch einige Original-Zitate aus dem Buch von Fromm für die besonders Interessierten:

Die Geschichte des Menschen als eines gesellschaftlichen Wesens begann damit, daß er aus einem Zustand des Eins- seins mit der Natur heraustrat und sich seiner selbst als einer von der ihn umgebenden Natur und seinen Mitmenschen abgesonderten Größe bewußt wurde. Allerdings blieb dieses Bewußtsein während langer Geschichtsperioden sehr vage und unbestimmt. Noch immer blieb der einzelne an die Welt der Natur und an die Gesellschaft, aus der er hervorgegangen war, gebunden, und wenn er sich auch bis zu einem gewissen Grad bewußt war, eine separate Größe zu sein, so fühlte er sich doch gleichzeitig als Teil der ihn umgebenden Welt. Der Prozeß der immer stärkeren Loslösung des Individuums von seinen ursprünglichen Bindungen, den wir als »Individua- tion« bezeichnen können, scheint in den Jahrhunderten zwi- schen der Reformation und der Gegenwart seinen Höhepunkt erreicht zu haben.
In der Lebensgeschichte des einzelnen begegnen wir dem gleichen Prozeß. Ein Kind wird geboren, wenn es mit seiner Mutter keine Einheit mehr bildet und zu einer von ihr getrenn- ten biologischen Größe wird. Obwohl diese biologische Tren- nung den Anfang der individuellen menschlichen Existenz dar- stellt, bleibt das Kind doch, was seine Lebensfunktionen anbe- trifft, noch ziemlich lange eine Einheit mit seiner Mutter.
In dem Maße, wie der einzelne – bildlich gesprochen – die Nabelschnur, die ihn mit der Außenwelt verbindet, nicht völlig durchtrennt hat, ist er noch nicht frei; andererseits ver- leihen ihm diese Bindungen Sicherheit und Verwurzelung. Ich möchte die Bindungen, die bestehen, bevor der Prozeß der Individuation zur völligen Loslösung des Individuums geführt hat, als »primäre Bindungen« bezeichnen. Sie sind organisch in dem Sinne, als sie ein Bestandteil der normalen mensch- lichen Entwicklung sind; sie implizieren einen Mangel an Individualität, aber sie verleihen dem Betreffenden auch Sicherheit und ermöglichen ihm eine Orientierung. Es sind jene Bindungen, die das Kind mit der Mutter, den Angehörigen eines primitiven Stammes mit seiner Sippe und der Natur oder den mittelalterlichen Menschen mit der Kirche und seinem sozialen Stand verbinden. Ist einmal das Stadium der völligen Individuation erreicht und hat sich der einzelne von diesen primären Bindungen gelöst, so sieht er sich vor eine neue Aufgabe gestellt: Er muß sich jetzt in der Welt orientieren, neu Wurzeln finden und zu einer neuen Sicherheit auf andere Weise gelangen, als dies für seine vorindividuelle Existenz charakteristisch war. Freiheit hat demnach jetzt eine andere Bedeutung als vor dieser Entwicklungsstufe. Wir müssen hier kurz innehalten, um diese Begriffe klarzustellen, indem wir sie anhand der Entwicklung der Einzelmenschen und der Gesell- schaft konkreter erörtern.
Der verhältnismäßig plötzliche Übergang vom Fötus zur menschlichen Existenz und das Durchschneiden der Nabel- schnur ist ein Zeichen dafür, daß das Kind vom Mutterleib unabhängig geworden ist. Aber diese Unabhängigkeit ist nur in dem Sinne wirklich eingetreten, als beide Körper jetzt von- einander getrennt sind. In bezug auf seine Körperfunktionen bleibt das Kleinkind noch ein Teil der Mutter. Es wird von ihr gefüttert, getragen und sein Leben hängt von ihrer Fürsorge ab. Langsam nur gelangt das Kind dazu, die Mutter und Gegenstände als von ihm getrennte Größen zu erkennen. Bei diesem Prozeß spielt die neurologische und die allgemeine körperliche Entwicklung des Kindes eine wichtige Rolle, daß es lernt, Gegenstände – körperlich und geistig – zu erfassen und mit ihnen umzugehen. Durch die eigene Aktivität lernt es die Welt außerhalb seiner selbst kennen. Der Individuationsprozeß wird durch die Erziehung gefördert. Dieser Prozeß bringt eine Reihe von Versagungen und Verboten mit sich, wodurch die Rolle der Mutter sich verändert. Sie wird zu einer Person, die nun Dinge vom Kind verlangt, welche seinen Wünschen ent- gegenstehen, und erscheint ihm jetzt oft als eine feindselige und gefährliche Person.1 Dieser Antagonismus, der einen Teil des Erziehungsprozesses – wenn auch keineswegs die ganze Erziehung – ausmacht, spielt eine wichtige Rolle dabei, daß das Kind lernt, schärfer zwischen dem »Ich« und dem »Du« zu unterscheiden.
Nach der Geburt vergehen einige Monate, bevor das Kind andere Personen auch nur als solche erkennt und fähig ist, mit einem Lächeln auf sie zu reagieren, und es dauert Jahre, bis es gelernt hat, sich nicht mehr mit dem All zu verwechseln.

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Das drängende Bedürfnis, dieser unerträglichen Ungewißheit und dem lähmenden Gefühl der persönlichen Bedeutungslosigkeit zu entrinnen, führte zur Herausbildung eines Charakterzuges, der für den Calvinismus außerordentlich typisch ist: zu einem Überaktivismus und zum Streben, immer irgend etwas zu tun. Aktivität in diesem Sinne gewinnt Zwang- scharakter: Der Betreffende muß mit irgend etwas beschäftigt sein, um das Gefühl des Zweifels und der Ohnmacht zu überwinden. Diese Art von Anstrengung und Aktivität ent- springt nicht innerer Kraft und Selbstvertrauen, sondern sie ist ein verzweifelter Versuch, der Angst zu entkommen.

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Im Calvinismus war die Bedeutung der Leistung ein Bestandteil der religiösen Lehre. Ursprünglich war sie im wesentlichen eine sittliche Leistung, später jedoch ging es hauptsächlich um berufliche Tüchtigkeit und deren Ergebnis, das heißt um den geschäftlichen Erfolg oder Mißerfolg. Erfolg wurde zum Zeichen von Gottes Gnade, Mißerfolg deutete auf ewige Verdammnis.

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Man darf wohl in dieser neuen Einstellung zu Leistung und Arbeit als Selbstzweck die wichtigste psychologische Veränderung sehen, die sich beim Menschen seit dem Aus- gang des Mittelalters feststellen läßt. In jeder Gesellschaft muß man arbeiten, um zu leben. Viele Gesellschaften haben das Problem so gelöst, daß sie die Arbeit von Sklaven verrich- ten ließen, so daß der Freie sich »edleren« Beschäftigungen widmen konnte. In solchen Gesellschaften war das Arbeiteneines freien Mannes unwürdig.

Das Neue in der modernen Gesellschaft war, daß die Menschen jetzt nicht mehr so sehr durch äußeren Druck zur Arbeit getrieben wurden, sondern durch einen inne- ren Zwang, der sie derart antrieb, wie das in anderen Gesell- schaften nur ein sehr strenger Fronmeister vermocht hätte.
Der innere Zwang spannte alle Energien wirksamer ein, als das ein Zwang von außen jemals erreicht hätte. Gegen äußeren Zwang lehnt sich der Mensch stets bis zu einem gewissen Grad auf, was seine Leistung beeinträchtigt oder ihn für eine diffe- renzierte Aufgabe unfähig macht, die Intelligenz, Initiative und Verantwortungsbewußtsein erfordert. Der innere Zwang zur Arbeit, durch den der Mensch zu seinem eigenen Sklaventrei- ber wurde, tat jenen Eigenschaften keinen Abbruch. Zweifel- los hätte sich der Kapitalismus nicht entwickeln können, wenn nicht der größte Teil der menschlichen Energie immer mehr in die Arbeit gesteckt worden wäre.

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Das sogenannte Pflichtgefühl jedoch, wie es von der Reformation bis heute in seinen religiösen und weltlichen Rationalisierungen das gesamte Leben der Men- schen durchdringt, ist stark von Feindseligkeit gegen die eigene Person gefärbt. Das »Gewissen« ist ein Sklaventreiber, den der Mensch in sich selbst hineingenommen hat. Es stachelt ihn an zu Wünschen und Zielen, von denen der Betreffende glaubt, es seien seine eigenen, während es sich tatsächlich um die Inter- nalisierung äußerer, gesellschaftlicher Anforderungen handelt. Es treibt ihn barsch und grausam voran, verbietet ihm jedes Vergnügen und alles Glück und macht sein ganzes Leben zu einer Bußübung für irgendeine mysteriöse Sünde.

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Die neue Charakterstruktur, die sich aus den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen ergab und die durch die religiösen Doktrinen noch intensi- viert wurde, spielte dann bei der weiteren gesellschaftlichen und ökonomischen Entwicklung eine wichtige Rolle. Die in dieser Charakterstruktur begründeten Eigenschaften waren ein Zwang zur Arbeit, ein leidenschaftlicher Sparsinn, die Bereitschaft, sein ganzes Leben einer außerpersönlichen Macht zu weihen, Askese und ein zwanghaftes Pflichtgefühl – Charakterzüge, welche in der kapitalistischen Gesellschaft zu Produktivkräften wurden und ohne die die moderne wirt- schaftliche und gesellschaftliche Entwicklung undenkbar wäre.

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………………

Kap 4

Unser Ziel ist, zu zeigen, daß die Struktur der modernen Gesellschaft den Menschen gleichzeitig auf zweierlei Weise beeinflußt: Er wird unabhängiger, er verläßt sich mehr auf sich selbst und wird kritischer; er wird aber andererseits auch isolierter, einsa- mer und stärker von Angst erfüllt. Wir können das Gesamtpro- blem der Freiheit nur verstehen, wenn wir beide Aspekte des Prozesses erkennen und nicht die eine Seite aus den Augen verlieren, während wir die andere verfolgen.

Wir glauben beispielsweise, die freie Glaubensausübung stelle einen der endgültigen Siege im Kampf um die Freiheit dar. Dabei machen wir uns nicht klar, daß es sich hierbei zwar um einen Sieg über jene Mächte von Kirche und Staat handelt, die dem Menschen nicht erlaubten, sich in seiner Glaubensausübung nach dem eigenen Gewissen zu richten, daß aber der moderne Mensch weitgehend die innere Fähigkeit verloren hat, überhaupt etwas zu glauben, was nicht natur- wissenschaftlich nachweisbar ist.

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Wir haben das Gefühl, die Freiheit der Meinungsäußerung sei der letzte Schritt auf dem Sieges- marsch zur Freiheit. Dabei vergessen wir, daß die freie Meinungsäußerung zwar einen wichtigen Sieg im Kampf gegen alte Zwänge darstellt, daß der moderne Mensch sich aber in einer Lage befindet, wo vieles, was »er« denkt oder sagt, genau dasselbe ist, was auch alle anderen denken oder sagen; daß er sich nicht die Fähigkeit erworben hat, auf originelle Weise (das heißt selbständig) zu denken – was allein seinem Anspruch einen Sinn gibt, daß niemand das Recht hat, ihm die Äußerung seiner Meinung zu verbieten.

Der Höhepunkt der Entwicklung der Freiheit im politischen Bereich war der moderne demokratische Staat, der sich auf den Grundsatz der Gleichheit aller Menschen und des gleichen Rechts aller gründet, sich durch Repräsentanten seiner eige- nen Wahl an der Regierung zu beteiligen. Man erwartete jetzt von jedem, daß er sein eigenes Interesse verfolgte und dabei gleichzeitig das Gemeinwohl seines Volkes im Auge behielt.
Kurz, der Kapitalismus hat den Menschen nicht nur von seinen traditionellen Fesseln befreit, er hat auch in einem enormen Maß zur Vergrößerung der positiven Freiheit und zur Entwicklung eines tätigen, kritischen und verantwortungs- bewußten Selbst beigetragen.

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Im Kapitalismus wurde die wirtschaftliche Betätigung, der Erfolg und der materielle Gewinn Selbstzweck. Es wurde zum Schicksal des Menschen, daß er zum Gedeihen des Wirtschafts- systems beitragen mußte, daß er Kapital anhäufen mußte, und dies nicht zum eigenen Glück oder Heil, sondern als Selbst- zweck. Der Mensch wurde zu einem Zahnrad im riesigen Wirt- schaftsapparat – zu einem wichtigen Zahnrad, falls er über viel Kapital verfügte, und zu einem unwichtigen, wenn er kein Geld hatte –, aber er war stets ein Zahnrad, das einem Zweck diente, der außerhalb seiner selbst lag. Die Bereitschaft, die eigene Person außermenschlichen Zwecken unterzuordnen, hatte der Protestantismus bereits vorbereitet, wenngleich Luther oder Calvin nichts ferner gelegen hätte, als ein solches Übergewicht der wirtschaftlichen Betätigung gutzuheißen. Aber sie hatten in ihrer theologischen Lehre immerhin dieser Entwicklung den Boden bereitet, indem sie dem Menschen sein geistiges Rückgrat brachen, ihm das Gefühl für seine Würde und seinen Stolz nahmen und ihn lehrten, er habe mit seiner Tätigkeit Zwecken zu dienen, die außerhalb seiner selbst liegen.

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Es ist nicht so, wie das die romantische Liebe gerne haben möchte, daß es auf der Welt nur die eine einzige Person gibt, die man lieben kann, daß es die größte Chance im Leben eines Menschen ist, dieser Person zu begegnen, und daß die Liebe zu ihr zur Folge hat, daß man sich von allen anderen zurückzieht. Die Art von Liebe, die man nur einer einzigen Person gegenüber empfinden kann, ist eben aus diesem Grund keine wirkliche Liebe, sondern eine sadomasochistische Bin- dung.

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Hieraus folgt, daß mein eigenes Selbst grundsätzlich ebensosehr ein Objekt meiner Liebe ist wie eine andere Person. Die Bejahung meines eigenen Lebens, meines Glücks, meines Wachstums und meiner Freiheit wurzelt in meiner grundsätzlichen Bereitschaft und Fähigkeit zu einer solchen Bejahung. Besitzt ein Mensch diese Bereitschaft, dann besitzt er sie auch sich selbst gegenüber; wenn er nur andere »lieben« kann, dann kann er überhaupt nicht lieben.

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Der Mensch hat sich seine Welt aufgebaut, er baut Fabriken und Häuser, er produziert Autos und Textilien, er erntet Getreide und Früchte. Aber er ist den Erzeugnissen seiner Hände entfremdet, und er beherrscht die Welt nicht mehr, die er gebaut hat. Ganz im Gegenteil ist diese vom Men- schen geschaffene Welt zu seinem Herrn geworden, dem er sich beugt, den er zu besänftigen und so gut er kann zu mani- pulieren versucht. Das Werk seiner Hände ist zu seinem Gott geworden. Er scheint von seinem Selbstinteresse motiviert, in Wirklichkeit aber ist sein gesamtes Selbst mit allen seinen kon- kreten Möglichkeiten zu einem Werkzeug geworden, das den Zwecken eben jenes Apparates dient, den er selbst geschaffen hat. Er wiegt sich weiter in der Illusion, der Mittelpunkt der Welt zu sein, und ist dennoch von einem intensiven Gefühl seiner Bedeutungslosigkeit und Ohnmacht erfüllt, wie es seine Vorfahren einst bewußt Gott gegenüber empfanden.

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Wenn für die Eigenschaften, die ein Mensch zu bieten hat, kein Bedarf besteht, dann hat er sie auch nicht, genauso wie eine unverkäufliche Ware wertlos ist, wenn sie auch ihren Gebrauchswert haben mag. Demnach ist auch das Selbstver- trauen, das »Selbstgefühl«, nur ein Hinweis darauf, was die anderen über einen denken. Es ist nicht »er«, der von seinem Wert ohne Rücksicht auf seine Beliebtheit und seinem Erfolg auf dem Markt überzeugt ist. Wenn Nachfrage nach jemandem besteht, dann ist er »wer«; wenn er nicht beliebt ist, dann ist er schlechtweg niemand.

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Leider wird diese Unterscheidung oft nicht gemacht. Für die meisten Psychiater ist die Struktur ihrer eigenen Gesell- schaft etwas so Selbstverständliches, daß für sie ein nicht gut angepaßter Mensch das Stigma der Minderwertigkeit trägt. Andererseits gibt man einer gut angepaßten Person auf der Skala menschlicher Werte einen höheren Rang. Wenn wir die beiden Begriffe »normal« und »neurotisch« einander gegenüberstellen, so kommen wir zu folgendem Schluß: Der gut angepaßte, normale Mensch ist im Hinblick auf die mensch- lichen Werte oft weniger gesund als der neurotische.

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Er bildet sich vielleicht ein, er wolle ihr Leben nur beherrschen, weil er sie so sehr liebe. Tatsächlich aber »liebt« er sie, weil er sie beherrscht. Er besticht sie mit Geschenken, mit seinem Lob und seinen Liebesbeteuerungen, mit seinem Geist und Witz oder auch mit seiner Fürsorge. Er vermag ihnen alles zu geben – alles, nur nicht das Recht, frei und unabhängig von ihm zu sein. Man findet diese Konstellation oft im Verhältnis von Eltern und Kindern. Hier versteckt sich dieses Beherr- schen- und Besitzenwollen oft unter etwas, das sich wie die »natürliche« Fürsorge für das Kind und wie der Wunsch, es zu beschützen, ausnimmt. Das Kind wird in einen goldenen Käfig gesetzt, es kann alles haben, vorausgesetzt, daß es nicht aus dem Käfig hinaus will. Die Folge ist oft, daß das heranwach- sende Kind eine tiefe Angst vor der Liebe hat, da »Liebe« für es soviel bedeutet wie gefangen und in seinem Streben nach Freiheit behindert zu sein.

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In Memoriam

In Memoriam

Der folgende Text ist inspiriert von den Gedanken meines Vaters. „Zufällig“ stiess ich auf seine Aufzeichnungen; wunderbar, was er geschrieben und gedacht hat!
Ich poste und kommentiere einen Text mit dem Titel „Das kommende Jahrhundert“.
Er entstammt einer Sammlung aus seinen Tagebüchern, die er in Sütterlin-Schrift (der alten deutschen Schreibschrift) verfasst hat. Diese Texte wurden von einem heldenhaften Familienmitglied vor gut 10 Jahren auf den Computer übertragen und sind somit nun für uns alle lesbar.
Mein Vater wurde 1908 geboren und starb bereits 1966. Vielleicht erzähle ich ein ander Mal von seiner Krankheit und seinem Tod; ich war damals 17.
Die meisten Texte entstammen den Jahren 1929 – 1933. Ich vermute aber, dass der Text über das kommende Jahrhundert später entstanden ist, denn Marzell bezieht sich bereits auf den Existentialismus, der in den 40-er Jahren entstand.
Seine Erkenntnisse in Bezug auf die neue Physik sind absolut aktuell bzw. werden immer aktueller.

Ich zitiere und kommentiere einige Stellen. Du findest den ganzen Text dann im Anhang als Scan.

„Lange Zeit hat die Naturwissenschaft geglaubt, die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind. Die neue Phsyik zeigt, dass der Mensch durch die Beobachtung der Dinge diese auch verändert. Erst vor kurzem hat der englische Physiker Eddington etwa folgenden Vergleich gezogen: Er sagte, die Naturwissenschaftler hätten im Sand am Strand des Meeres unbekannte Fussspuren entdeckt und diese Fussspuren aufs gründlichste untersucht. Nunmehr aber seien sie darauf gekommen, dass diese fremden und geheimnisvollen Spuren nichts anderes als ihre eigenen waren. Auch die Heisenberg‘schen Forschungsergebnisse zeigen, dass die Naturwissenschaft hier vor einer undurchdringlichen Wand steht, vor der alle Mess- und Beobachtungskünste versagen. Gewiss ist es ein faustisches Drängen, zu erkennen, was die Welt im Innersten zusammenhält; aber auf diesem Gebiet scheint nun tatsächlich ein Punkt erreicht zu sein, den wir nicht zu überschreiten vermögen. Wir begegnen nur immer wieder uns selber“ (S. 26 bzw. 5)

Marzell hat diese Zusammenhänge damals untersucht und durchschaut. Er sah, dass die Naturwissenschaft am Ende ist – bzw. an einem Neubeginn. Und dieser Neubeginn sagt uns, dass wir nicht mehr auf das Messen und Wägen vertrauen sollen und können, wie dies noch Galilei gefordert hat. Wenn wir weiterhin mechanistisch denken, dann stehen wir vor einer Wand und kommen nicht weiter.
Die neue Wissenschaft ist intuitiv, sie ist auf dem Fühlen begründet. Die meisten Wissenschaftler haben das noch nicht gemerkt, auch nach 60 Jahren nicht. Aber das macht gar nichts. Hauptsache, ich begreife und lebe es!

An einer anderen Stelle schreibt er Folgendes über das Glücklichsein:
„Ausser der schöpferischen Leistung gibt es aber auch noch andere Glücksgefühle: das Bewusstsein der eigenen Kraft, die Begeisterung für eine als gross erkannte Sache, Ekstase, Verzückung. Besonders die beiden letztgenannten Gefühle der Ekstase und Verzückung sind für uns heute fast unerreichbar geworden. Und doch vermitteln sie nach den Aussagen mittelalterlicher Mystiker die höchste Seligkeit, deren ein Mensch teilhaftig werden kann. Als einen unzulänglichen Versuch kann man auch den Rausch eines Rock’n Roll-Abends, den Alkohol- oder Morphium-Rausch ansehen. Vielleicht würde es sich aber doch lohnen, dass wir wieder lernen, uns in echte Ekstase und Verzückung zu versetzen…“

Ekstase und Verzückung sind heutzutage verdächtig. Sie werden mit Kontrollverlust assoziiert, mit Sektenunwesen und fürchterlichen Gurus.
Dahinter steht die Angst, sich selbst zu verlieren – weil man sich ja noch nicht gefunden hat 🙂
Aber Seligkeit ist die Essenz des Lebens. Wir sind hier, um glückselig zu sein, um zu geniessen, um zu feiern. Gott will das so 🙂
Darum geht es in der neuen Zeit, darum geht es im „kommenden Zeitalter“!
Es erfüllt mich mit Freude, dass mein Vater bereits diese Vision hatte.
Sind wir in dieser Hinsicht weiter nach 60 Jahren?
Ich glaube schon! Ganz sicher sind wir das! Jeder einzelne ist weiter, nicht wahr? Näher an der Seligkeit, näher an der Ekstase und Verzückung!
Wie könnte es anders sein?

Kommentar zur Lesbarkeit: Die unten folgenden Scans sind hier im Blog nicht gut lesbar. Du kannst sie aber herunterladen/ vergrössern, dann geht’s einwandfrei!
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Südamerika – kleiner Rückblick

Unsere letzte grosse Reise führte uns 2012/ 2013 nach Spanien und Südamerika. Wir erlebten zahlreiche Abenteuer – es war ein beträchtliches Auf und Ab, im ganzen aber ein Höhenflug! Südamerika hiess uns ein einer Weise willkommen, wie wir es noch nie erlebt haben. Wir landeten am 19. Januar in Quito, Ecuador, und wurden von einer Lachgruppe am Flughafen mit Pauken und Trompeten empfangen. Wir waren fast immer eingeladen und besuchten unseren alten Freund Que Zhinin in Cuenca. Que verzierte unsere Fotos mit seinen Künstler-Freunden, und so entstand die Idee des narrosophischen Büchleins.

Wir wurden weitergereicht, empfohlen, bewirtet. In Argentinien waren wir über eine Woche lang eingeladen auf höchstem Niveau – mit Unterkünften in Luxus-Hotels, einer Reise mit Privat-Chauffeur zu den Iguazu-Fällen, mit Pressekonferrenzen zu den Themen Lachen und Quantenheilung.
Ein Tageskurs mit uns wurde in der Stadt Corrientes organisiert mit dem Thema „Glücklichsein ist eine Quantenaktivität“. Diesen Kurs hielten wir auch in Ecuador und Chile. Wir hatten einen Auftritt in der Radiostation „Conversando en Positivo“ der Universität von Chile, und die spanische Sektion von swissinfo.ch veröffentlichte einen Artikel über uns.
In Santiago de Chile tauchten wir erneut ein in die Welt des Lachyoga und liessen und vom dortigen starken Lach-Netz inspirieren. Christina gab in einem Kulturzentrum einen Kurs über Quantenheilung, der sehr gut besucht war.
Wir fühlten uns so wohl, dass wir schon unsere Rückkehr in die Schweiz in Frage stellten. Nicht wirklich! Denn inzwischen war ein Enkelchen geboren worden, und unser Schweizer Paradies lockte trotz allem. Aber es ist für uns klar, dass wir wieder nach Südamerika reisen wollen, dass dort eine neue Welt aufgeht.
Ich habe darüber ausführlich in meinen Blogs geschrieben; ich habe auch die spirituelle Gestalt einiger Länder untersucht (einschliesslich der Schweiz). Diese Texte sind zu finden auf meiner Blog-Seite http://www.rolandoblog.wordpress.com.
Artikel in Swissinfo (spanisch): http://www.swissinfo.ch/spa/sociedad/La_risa,_remedio_infalible.html?cid=35552082

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Das narroso-phische Büchlein

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In seinem Büchlein fasst Roland Schutzbach schmunzelnd seine Narrosophie – eine unernste Weltphilosophie – zusammen. Sie kündet von der Begeisterung für das Leben, vom Lachen, vom Überschreiten aller Grenzen, von einem neuen Menschenbild und der Inspiration der Menschheit.
Das Büchlein ist mit inspirierten Kunstwerken ausgestattet. Fotos aus dem Leben des Narrosophenpaars Roland Schutzbach und Christina Fleur de Lys wurden von einem ekuadorianischen Künstlerteam herrlich verziert.
Das narrosophische Büchlein ist Vorläufer des internationalen Buches „Die Koalition der Freude“.
Die Beiträge und Spenden der Leser werden für die weitere Arbeit an diesem Werk verwendet.
Der narrosophische Stil ist ein lachender Stil voller Assoziationen, mit hymnischen Teilen und Visionen.

Aktuelle Infos zum aktuellen Projekt „Die Koalition der Freude“ auf dem Link „about“.
Das Büchlein zum Herunterladen sowie spannende Links dazu auf dem Link „Narrosophie“.

…..

Das Büchlein ist für Freunde gedacht, die sich wirklich interessieren. Bestellung mit Förderbeitrag ab 20 Fr. (oder gratis) an Förderverein für Weltphilosophie, Raiffeisenbank Bielersee, 3232 Ins, PC 25-5389-7,
IBAN: CH46 8083 3000 0075 4850 6
Clearing: 80833

Umfang 68 Seiten – mit acht farbigen Abbildungen.

Wer wirklich interessiert ist und das Geld nicht gerade senden kann, kriegt mein Büchlein auch gratis…bitte einfach zurückmelden bis Mitte Mai.

Erläuterung von Roland:

Auf unserer Reise durch Südamerika erlebten wir zahlreiche neue narrosophische Inspirationen. Wir wurden ein Teil des dortigen lachenden Netzwerks, wir gaben Kurse und nahmen an heiteren Kursen teil. Wir wurden unzählige Male eingeladen und genossen eine wunderbare Gastfreundschaft.
Diese Erlebnisse haben mich wieder zur Narrosophie zurückgebracht, die in den letzten Jahren ein wenig in den Hintergrund getreten war. Ich hatte mich als philosophischer Autor versucht – mit Erfolg. Aber die Narrosophie ist anders, bunter, grenzenloser.
Ein Höhepunkt war die Begegnung mit unserem alten guten Freund Que Zhinin in Cuenca, Ecuador. Mit seinem Künstlerteam verzierte er unsere Fotos, so dass sie nun doppelt narrosophisch herauskommen :-). Das ist eine wunderbare, für mich begeisternde Perspektive der Verbindung des Lachens mit der Kunst.
Das narrosophische Büchlein ist die versprochene und geplante „Limited Edition“ meines grösseren Werkes, das in der nächsten Zeit entstehen wird. Es gibt einen Vorgeschmack und ist für diejenigen Menschen bestimmt, die sich wirklich interessieren und diese Philosophie unterstützen.
Das Büchlein wird in den Sommermonaten 2013 herauskommen. Es ist wie gesagt für Freunde gedacht, da es persönliche Teile enthält. Daher sollte es auch nicht verliehen werden.

Blick in die Zukunft

Ein Wort hab ich mal gehört: Wenn du in die richtige Richtung gehst, dann geh einfach weiter.
So werde ich‘s halten.
Im Jahr 2012 habe ich mir vorgenommen, in den kommenden Jahren mein Resumee zu ziehen, meine Erkenntnisse zusammenzufassen und gleichzeitig neue Abenteuer des Reisens, des Geistes und der Arbeit zu erleben. Ich nahm mir vor, ein weiteres Buch zu schreiben. Hier liegt es vor, das narrosophische Büchlein. Es ist gedacht als Inspiration, als Momentaufnahme, und als Zwischenstufe zu weiteren Taten.
Christina und ich werden weiterhin reisen. Jeden Winter. So sieht es jetzt aus. Südamerika hat uns verzaubert.
Wie das nächste Buch, das nächste Event, der nächste Schritt aussehen wird, ist noch nicht wirklich klar.
Bei mir treibt sich seit einigen Monaten ein Konzept für einen „narrosophischen Bildband“ herum.10 Dieses dreisprachige Werk (Deutsch, Spanisch, Englisch) soll in Kooperation mit Menschen aus aller Welt entstehen. Viele heitere, künstlerische Fotos im Stil der Fotos dieses Büchleins könnten die Menschheit inspirieren!
Die Idee dieses Buches wird in unsere zukünftigen Reisen einbezogen werden. Das bedeutet, dass wir auf den Reisen entsprechende Fotos schiessen, dass wir Interviews machen, dass wir mit diesem Thema professionell unterwegs sind.
Christina hat Ideen in ähnlicher Richtung. Wir werden noch darüber lachen und das Neueste auf unseren Webseiten veröffentlichen!
Wir wurden in Südamerika speziell ermutigt, unsere Inspirations-Arbeit fortzusetzen. Dort ist eine so grosse Offenheit, die Heiterkeit ist spürbar. Dort liegt die Zukunft!
Eine weitere Idee wäre, meine Texte zu einem grösseren Buch zusammenzustellen. Ich habe genügend inspirierende Texte, nicht nur in meinen Blogs, sondern an vielen Orten! Das wäre aber wahrscheinlich nur auf Deutsch möglich.
Ich ermutige dich, liebe Leserin, lieber Leser, mir ein Feedback zu geben. Vor allem interessiert mich deine Meinung in Bezug auf diese Ideen.

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Petition online!

Spontan wie ich bin, habe ich meine Petition bereits lanciert.
Du findest sie hier:

http://www.thepetitionsite.com/577/598/550/lets-light-the-world-peace-candle/

Ich werde sie auch noch auf Deutsch bringen.

Ich bitte dich, die Petition zu unterschreiben und deine Freunde ebenfalls dazu einzuladen.

Der Text ist praktisch identisch mit dem Text, den ich im vorigen Blog „Weltphilosophie konkret“ gebracht habe.

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Die Schweiz der Zukunft

Visionen für die Schweiz! Warum nicht?

2011 habe ich ein Buchprojekt begonnen mit dem Titel „Die Schweiz der Zukunft“. Ich habe es dann beiseitegelegt, wegen der Vielzahl meiner Projekte. Jetzt ist es wieder aufgetaucht, und ich habe Freude daran. Es soll ein Teil meiner „Welt-Philosophie“ werden, im Zusammenhang der „spirituellen Gestalt von Ländern“.

Hier folgt die Einleitung, und in Kürze kommen die 20 Seiten, die ich bereits 2011 geschrieben hatte.
Es lebe die Schweiz! 🙂

Einführung

Menschlich ist eine Gemeinschaft erst dann, wenn sie einen gemeinsamen Geist, eine gemeinsame Beseelung, einen Gemeinwillen entwickelt hat, der als solcher in allen Teilnehmern lebendig ist und diese hebt, kräftigt und bestärkt.

Heinrich Rombach

Die neue Schweiz, philosophisch gesehen. Gibt es etwas Philosophisches an der Schweiz? Aber sicher! Der Philosoph, der hier schreibt, nennt sich auch Narrosoph, und das bedeutet: ein lachender, etwas närrischer Philosoph. Daher wird dieser Text sowohl ernste als auch nicht so ernste Gedanken enthalten. Der Narrosoph darf, wie früher der Narr, die Wahrheit sagen. Und das wird er auch tun.

Die Schweiz hat gute Chancen für eine Philosophie und für Erneuerung. Sie ist einzigartig in ihrer Geschichte, ein Unikum, ein Unikat. Sie basiert auf einer Idee, und das ist selten. Sie entwickelte spezielle politische Strukturen. Und sie hat keine Vision.
So entsteht möglicherweise eine Lücke für Kreativität, und in diese Lücke werde ich springen.

Eine Philosophie der neuen Schweiz ist mir bisher nicht begegnet. Und nur selten eine speziell schweizerische Spiritualität. Als Globetrotter habe ich Länder mit spiritueller Ausrichtung gesehen, das hat mich fasziniert. Kann die Schweiz sich philosophisch und spirituell neu erfinden? Will sie das? Sie wäre wirklich neu, wenn sie das Neu-Erfinden als Spiel geniessen würde.

Rolf, Schweizer, 60-jährig, sagte kürzlich in einem Gespräch: Die Schweiz ist auf hohem Niveau blockiert. Vielleicht kann man den Zustand so lassen, wie er ist. Blockiert muss nicht unbedingt negativ sein, es kann auch „ruhig“ bedeuten. Trotzdem wirkte Rolf bei dieser Aussage nicht glücklich. Er betonte, dass die Schweiz in seiner Jugendzeit ein wahres Paradies gewesen sei: „Wir konnten mal jobben, dann wieder geniessen, und wieder jobben; es war so einfach! Da war alles da. Ich weiss nicht, ob wir jemals wieder dieses Niveau der Freiheit erreichen werden.“

Ich lebe als Deutscher – besser gesagt als Bayer – seit 30 Jahren in der Schweiz. Ich beziehe meine Erfahrungen ein, und ich beschreibe, was ich heute sehe und wahrnehme.

Meine Nähe zur Schweiz wird dadurch erhöht, dass ich mit einer Schweizer Frau verheiratet bin. Dadurch ist mir die Schweiz auch bei den fernsten Reisen sehr nah. Wenn sie ihren Bikini ein „Badkleid“ nennt, dann weiss ich, was in den Augen einer Schweizerin Sache ist. Sie spricht Schweizerdeutsch mit mir, besser gesagt Bärndütsch, und noch heute, nach all diesen Jahrzehnten, erfahre ich neue Worte. Da sie über beträchtliche Phantasie verfügt, weiss ich manchmal nicht, ob diese Wörter tatsächlich existieren. Zum Beispiel spricht sie manchmal davon, dass etwas sie „dubedänzig“ macht. Ich habe inzwischen erfahren, dass das Wort existiert. Aber sie sagte kürzlich, dass ich „umepfize“, weil ich schnell hinter ihr vorbeiging. Dieses Wort wurde zugegebenermassen von ihr in diesem Moment erfunden und verdeutlicht die Lebendigkeit der Sprache. Während in Deutschland oder Frankreich Sprache festgelegt und es eine halbe Todsünde ist, wenn man ein Wort falsch schreibt oder gar ein neues erfindet, ist der Schweizer darüber erhaben und erfindet neue. Zumindest Christina.

Gibt es heute noch so etwas wie eine Staatsphilosophie – und gar eine speziell Schweizerische? Plato hat in seinem Werk „Der Staat“ die Idee der Gerechtigkeit entwickelt. Dies nur als Beispiel einer Grundidee für einen Staat.
Zum Thema der inspirierten Demokratie, und damit der Staatsphilosophie, schreibt Heinrich Rombach:

Wir meinen, dass auch in der Demokratie Geist und Begeisterung ihre Berechtigung, ja Notwendigkeit haben. Treibt man dergleichen aus, so bleibt nicht etwa die ‚reine Vernunft’ übrig, sondern es macht sich ein anderer Geist breit, der platteste, den man sich denken kann, der Geist des Konsums.

Wie kommen wir zur begeisterten, zur geist-erfüllten Demokratie? Oder ist die Schweiz schon dort? Hier eine sehr kleine Umfrage (bitte ankreuzen, was für Sie stimmt):

Die Schweiz ist eine begeisterte, leuchtende und heitere Gemeinschaft.
Die Schweiz ist gerecht und sauber.
Die Schweiz ist ungerecht und langweilig.

Worum geht es mir?

Ich versuche, das eigentliche Wesen der Schweiz zu erfassen. Dabei benutze ich geschichtliche und literarische Quellen. Ich beziehe aber auch Gespräche, Interviews und mein persönliches Gefühl mit ein. Diese intuitive Vorgehensweise bezieht neueste wissenschaftliche Erkenntnisse mit ein, welche besagen, dass es keine objektive Realität gibt. Vielmehr schafft sich jeder Mensch seine eigene Wirklichkeit. So ist denn ein Empfinden durchaus ein Wahrheitsfaktor.

Wäre ich ein Schweizer, ich könnte mit Schiller, Wilhelm Tell, sagen:

„Sind auch die alten Bücher nicht zur Hand,
Sie sind in unsre Herzen eingeschrieben.“

Das will heissen, dass man nicht alle Bücher, Abhandlungen und Geschichten über die Schweiz gelesen haben muss, um sie zu verstehen. Christina fühlt sich mit jedem Schweizer auf eine geheimnisvolle Art verbunden. Diese Verbundenheit bezieht sie nicht aus Büchern, sondern aus dem Herzen, wie Schiller so hellsichtig sagt.

Ich versuche, das Wesen, den „Geist“ der Schweiz, in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu sehen. Dabei bediene ich mich verschiedener, auch ungewohnter Perspektiven: Ich vergleiche die Schweiz mit der Insel der Götter, Bali. Ich spreche mit Menschen, die in ihrer Arbeit und in ihrem Bewusstsein schon einen Schritt in die Zukunft getan haben. Ich rufe Persönlichkeiten in Erinnerung, die wegweisend waren: Niklaus von der Flüe, Werner Zimmermann, Jean Gebser. Ich gehe auf den Gründungsmythos des Wilhelm Tell ein.

Die Schweiz ist inspirierender, als viele glauben! Als Globetrotter habe ich Länder gesehen, die viel spiessbürgerlicher und langweiliger sind. Ich erlebe die Schweizer Bürokratie als hilfreich und kooperativ. Es gibt in vielen Bereichen eine schöne Kreativität und philosophische Offenheit. Schon jetzt ist die Schweiz ein Sammelbecken für Neues, für Psychologie, Philosophie, Spiritualität, wirtschaftliche Experimente. Ich wünsche mir, dass das noch stärker wird, und dass es mit begeistertem Bewusstsein gestaltet wird.
Es ist der Sinn dieses Buches, die guten Ansätze zu zeigen und zu weiteren Taten zu motivieren.

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Ich lebe

Ich lebe, und das ist ein lebendiges Gefühl. Mein Körper vibriert, meine Seele ist anwesend, ich bin da.
Als ich nach dem Frühstück gemütlich mit Christina auf dem Sofa sitze, spüre ich es: Das Da-Sein, das Dasein als beseligende Tatsache. Ich nehme es mit in den Tag, ich geniesse es: Ich lebe.

Ein gegenwärtiger Meister, Prem Rawat, bringt dieses Lebendig-Sein wunderbar auf den Punkt in seiner Rede „The Great Reminder“ http://www.youtube.com/watch?v=yMoES8LAShM

In etwas mehr als zwei Minuten erklärt er in diesem Video, was es heisst, zu leben:

Die grosse Gedächtnisstütze

„Der Atem erinnert mich die ganze Zeit an etwas wirklich Wunderbares, das sich ereignet. Und dieses Wunderbare, das sich ereignet, ist meine Existenz. Meine Möglichkeit, zufrieden zu sein. Meine Möglichkeit, erfüllt zu sein. Und ich werde erinnert, Tag und Nacht – nicht auf widerliche Art, nicht widerlich, nicht mit einem Hammer auf den Kopf – sondern in der süssesten und sanftesten Weise: Erinnere dich, erinnere dich, erinnere dich: Du bist lebendig.
Keine Erklärungen mehr! Keine Erklärungen mehr ab jetzt! Keine Predigten mehr! Keine Verkündigungen mehr! Keine Bücher mehr! Kein Blitz und Donner mehr ab jetzt! Kein Schlagen auf den Kopf, keine Tests mehr – sondern nur eine Gedächtnisstütze: Du bist lebendig. Du bist lebendig. Weisst du, was das bedeutet?
Ich weiss es. Ich weiss es, ich weiss, was es bedeutet, lebendig zu sein, zu leben. Es bedeutet alles.
All meine Träume sind Wirklichkeit geworden. Ich träume noch von anderen Dingen, aber alle meine Träume sind Wirklichkeit geworden. Denn ich lebe, denn ich bin lebendig – denn ich existiere.

Prem Rawat

Dies ist die Realität des No-Mind: Wir können das mentale Denken transzendieren in eine Wirklichkeit der freudigen Anwesenheit. Dann sind keine Erklärungen mehr nötig, keine Bücher, kein Meister. Die Erfüllung ist spürbar, und zwar nicht aufgrund eines Erfolges oder Erlebnisses, sondern einfach aufgrund der Tatsache, dass wir am Leben sind.

Prem stellt das in Beziehung zum Atem. Seine Worte zielen auf das Allereinfachste, und Allerwichtigste: Wir sind uns bewusst, dass wir leben, und wir freuen uns darüber. Da ist auch keine Rede von Gott, von einer Theologie. Diese Dinge stehen an zweiter Stelle, wir dürfen sie anerkennen, wenn wir wollen.

Ich bin sehr froh, dass ich weiss, was es bedeutet, lebendig zu sein. Dass ich jeden Augenblick geniessen kann als etwas Wunderbares.

Am schönsten ist die Stelle, an der er sagt: Alle meine Träume sind Wirklichkeit geworden.

Was bedeutet das? Es bedeutet, dass schon allein die Tatsache, dass ich auf der Erde leben darf, die Erfüllung all meiner Träume ist. Im Grunde fallen dann die Träume und Wünsche weg.
Er sagt es auch so: Meine Träume sind Wirklichkeit, ….denn ich lebe.

Judihui! Feiern wir! Leben wir! Geniessen wir! Lachen wir!

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Politische Assoziationen

Welt-Philosophie behinhaltet alles und doch nichts. Sie überschreitet lächelnd die Grenzen des bisherigen Denkens, indem sie sich jenseits des Denkens begibt. Sie ist nichts Neues, aber sie formuliert sich neuer, klarer, und mit mehr Genuss als es bisher geschehen ist.

Ich habe vieles gelesen aus dem Bereich der „Neuen Wissenschaft“, der neuen Politik und neuen Philosophie. Vieles wiederholt sich: Hanspeter Dürr, ein bekannter deutscher Physiker, betont die Wichtigkeit einer Verbindung von Wissenschaft und Spiritualität. Das haben vor ihm oder gleichzeitig mit ihm schon so viele gesagt: Deepak Chopra und die ganze Liga der „Evolutionary Leaders“ wie Gregg Braden, Bruce Lipton und wie sie alle heissen.

Wer sich interessiert, kann im Internet und auf Youtube wunderbare inspirierende Filme sehen – wie z.B. Hanspeter Dürr in einem Interview mit dem Schweizer Kanal „Sternstunde Philosophie“.

Dort erzählt er, dass er als junger Mann im Nachkriegsdeutschland, mit 16 Jahren, diesen ungeheuren Schuldvorwürfen ausgeliefert war, die aus der ganzen Welt auf ihn einstürmten. Er entschloss sich zu einem naturwissenschaftlichen Studium und ging in die USA. Er bewunderte seinen Doktorvater, Teller, der ein Schüler von Heisenberg war. Als er erfuhr, dass Teller am Bau der Bombe beteiligt war, erlitt allerdings diese Bewunderung einen Riss: Wie kann man mit der objektiven Wissenschaft solche Projekte verfolgen?

Dieses Beispiel zeigt, dass wir ruhig alles fröhlich in Frage stellen können. Dürr bezeichnet die Aussagen der damaligen US-Regierung als Lügen.
Wir stellen also die Wissenschaft in Frage – nicht nur weil sie Bomben baut, sondern weil sie manipuliert und einfach nicht stimmt.

Das sagt Dürr, der hochintelligente Wissenschaftler. Mit der Quantenphysik, die wir seit fast einem Jahrhundert kennen, haben sich sämtliche Parameter der Wissenschaft verändert. Nichts ist mehr logisch, und wir erfahren, dass unsere Gefühle der eigentliche Gradmesser sind. So ein Spass!
Dürr wurde Wissenschaftler, weil er Objektivität wollte. Heute ist er ein Wissenschaftler der subjektiven Gefühle, der Spiritualität, der Visionen.

Ich habe viele solche Geschichten von Wissenschaftlern zur Kenntnis genommen. Meistens bleiben diese Gelehrten trotz allem Gelehrte. Sie sprechen zwar von Intuition, von Gefühl, von Verschmelzung – aber sie bleiben doch mental.

Bei den Indern ist es meist anders. Sie kommen aus einer Kultur der Hingabe und der Verschmelzung; für sie ist das Göttliche selbstverständlich.

Wir Westler aber haben generell den Glauben verloren, und das ist ein wenig tragisch. Wir können den Glauben u.a. lachend wieder gewinnen. Dann hat er allerdings eine Leichtigkeit, die er in den meisten traditionellen Kulturen nicht hatte. Dann sind wir nicht mehr „tief gläubig“, sondern „hoch inspiriert“, begeistert, be-geistet. Dann lösen wir uns vom Mentalen, lachen über das Mentale, tänzeln und geniessen die wunderbare Welt.

Gestern habe ich mich mit Evo Morales, dem Präsidenten von Bolivien, befasst. Morales ist der erste indigene Präsident in diesem Land. Er repräsentiert 70 % Indios und ist eine Integrationsfigur. Er das Land seit seiner Wahl 2006 zur Ruhe gebracht, und er versucht, die Völker des Südens „zu Protagonisten ihrer eigenen Entwicklung“ zu machen.
Unter anderem wurde er von der Vollversammlung der Vereinten Nationen als „Welt-Held von Mutter Erde“ geehrt (http://www.laht.com/article.asp?ArticleId=342574&CategoryId=14919).
In dem Zeitungsartikel heisst es, dass sich Morales u.a. dafür engagiert hat, dass die UNO den „Internationalen Tag von Mutter Erde“ eingerichtete.
Das Motiv der Mutter Erde hängt zusammen mit der indigenen Tradition von „Pachamama“, der Erdenmutter.

Morales hat den Einfluss der Amerikaner und anderer westlicher Mächte in Bolivien zurückgedrängt und die Gasvorkommen verstaatlicht. Er will, dass die Reichtümer des Landes den Bolivianern zugutekommen. Dies auf dem Hintergrund der Tatsache, dass die Spanier jahrhundertelang die Indios unter unwürdigen Bedingungen in die Bergwerke geschickt haben.

Morales ist also Repräsentant einer „dritten Kraft“ – einer Kraft, von der wir schon lange reden und die wir uns wünschen.
Die sogenannte dritte Welt emanzipiert sich, findet eine neue/alte Identität, macht sich unabhängig.

Brasilien ist im wirtschaftlichen Feld führend und heute ein gleichwertiger Partner der USA.  Europa strauchelt von einer Krise in die andere, während Indien und China wirtschaftlich aufwärts stürmen.

Es gibt einen faszinierenden Film auf Youtube von Peter Scholl-Latour: Das Ende der weissen Weltherrschaft: http://www.youtube.com/watch?v=g3grnq2rCfU
Dort wird im zweiten Kapitel auch Bolivien als Beispiel gezeigt. Scholl-Latour ist für seinen Film um die halbe bzw. ganze Welt gereist. Er zeigt die Zusammenhänge und belegt das Ende der weissen Weltherrschaft. Da ist es wirklich Zeit für eine Welt-Philosophie!  Eine Philosophie der Herzens fern von Ausbeutung, eine Philosophie der liebevollen Transzendenz und der lachenden Verbundenheit.

Ich werde diese Philosophie in Südamerika mit mir tragen. Ich will sie teilen mit den Menschen. Ich denke daran, einen Vortrag „Welt-Philosophie und die Zukunft von Bolivien“ der bolivianischen Regierung anzubieten.
Denn obwohl es als sinnvoll erscheint, dass die Bolivianer sich nun ernsthaft auf sich selbst stellen und den westlichen Einfluss ablehnen, so kann es doch in der weiteren Zukunft wiederum eine gute Idee sein, sich auch von dieser Parteinahme zu lösen und sich zu versöhnen mit den „Menschen, die guten Willens sind“, im Sinne einer neuen Weltkultur der Brüderlichkeit.

Und später gibt es dann einen Vortrag „Welt-Philosophie und die Zukunft der Schweiz“. Das wird lustig und sicher inspirierend!

Und natürlich auch einen Vortrag „Welt-Philosophie und die Zukunft des Geländes T.“. Das wird am Allerlustigsten!

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Was macht mein Buch-Projekt?

Vor einigen Monaten startete ich voller Enthusiasmus mein neues Buchprojekt „Die Lösung von fast allem“.
Ich schrieb und schrieb – vom lachenden Gott, von intuitiven Lösungen, von inspirierenden Erlebnissen in Findhorn, von der Fülle des Lebens, von fast allem.
Im Sommer kam mein Schreiben etwas ins Stocken, weil das Leben so lebendig und voll und reich war.
Es ist, wie ich dargelegt habe, kein wirklich ernsthaftes Projekt – obwohl ich es als mein Lebenswerk bezeichne.
Da aber mein Lebenswerk gerade in der Leichtigkeit liegt, werde ich mich logischerweise auch nirgends ernsthaft auf Ernsthaftigkeit einlassen.

Es ist also ein spielerisches Projekt, und daraus folgt, dass sich auch der Titel und die Ausrichtung ändern darf, dass überhaupt alles der Fall sein darf.

Der Titel lautet inzwischen „Welt-Philosophie“, und das macht ebenso viel Spass wie der Lösungs-Titel. Hoffentlich ist dieser Ansatz ein wenig philosophischer, aber die Grundhaltung ist doch gleich geblieben.

Jetzt, da unsere Reise nach Südamerika bevorsteht, beschäftigt mich die Reise. Möglicherweise werden Reiseblogs entstehen, da ich die Eindrücke in den Ländern nicht einfach beiseite schieben will. Südamerika ist etwas Neues, ein grosses Abenteuer, und dieses Abenteuer soll in die Welt-Philosophie einfliessen.

Trotz allem habe ich den roten Faden nicht verloren. Ich will die Reiseerlebnisse in den Zusammenhang der Welt-Philosophie stellen.

Ich habe kürzlich realisiert, dass meine Erlebnisse in Indien und Bali langfristig stärker auf mich gewirkt haben als ich ursprünglich gedacht hatte. Ich habe all diese Erlebnisse schon in Blogs oder in meinem Buch „The Age of Laughter“ beschrieben, aber sie sind noch nicht an einem Ort für den Leser – und auch für mich selbst – gesammelt.

Ich bringe ein paar kleine Beispiele:

  • Die Begegnung mit der armen Strassenverkäuferin Hanna am Strand in Goa, die von sich aus erzählte, wie glücklich sie sei, und dieses Glück auch ausstrahlte.
  • Die Gespräche mit Prana, dem wilden Musiker und Krishna-Anhänger. Er erklärte mir, dass Gott als Person existiere. Wir seien ein Strahl der Sonne, aber nicht die Sonne selbst.
  • Die Gespräche mit dem Ayurveda-Arzt und Philosophen Dr. Jolly, der mir von dem indischen Philosophen Shankara erzählte, und von der Glückseligkeit, die dadurch entsteht, dass wir wissen, dass wir ein Teil von Gott sind.
  • Die Begegnung mit der balinesischen Kultur, die fast nur aus hingebungsvollen und freudigen Opfern besteht, und deren Kunst mitreissend und leidenschaftlich ist.

Ich muss nun nicht wieder nach Indien fahren, um ähnliche Erlebnisse zu haben. Sie haben sich bei mir installiert, und mein Weltbild hat sich bereichert.

Allerdings habe ich Lust, wieder hinzureisen, weil der Aufenthalt so inspirierend und paradiesisch war, und das liebe ich natürlich.

Was es in Südamerika zu lernen gibt, weiss ich noch nicht. Vielleicht ziehe ich mich eine Weile zurück, um zu schreiben. Vielleicht werde ich tief berührt von den Menschen. Aber die Reise wird mich sicher der Welt-Philosophie näher bringen, denn ich werde mehr von der Welt gesehen und gespürt haben.

Insofern ist mein Buch-Projekt auf dem besten Weg. Die Form ist noch nicht klar, aber Inhalte gibt es in Fülle.

Es geht um eine Summa, eine Zusammenfassung der philosophischen Strömungen, die in die Richtung auf ein „neues Menschsein“ zeigen. Ich kann das nur tun, weil ich nicht ganz ernsthaft bin, und weil ich an keiner Stelle glaube, man könne irgend etwas verbindlich formulieren. „Wissenschaftliche Objektivität“ gibt es nicht. Sie ist eine Illusion, wie nun auf allen Ebenen nachgewiesen wurde. Dafür bin ich voller subjektiver Objektivität, wenn Sie wissen, was ich meine.
Meine Sichtweise ist relevant, weil sie aus einem reichen glücklichen narrosophischen erfahrenen inspirierten sich nicht so wichtig nehmenden Leben stammen – also aus einer göttlichen Quelle 🙂

An diesem schönen Abend in unserer Villa Kunterbunt in unserem Schweizer Paradies bin ich voll glücklich, zufrieden und friedlich, und ich habe alles erreicht – Buchprojekt hin oder her!
Dieser Text ist ein Teil des Manuskripts, s.o.