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Material zum inspirierten Älterwerden und meinem Buch

Ich stelle hier Material zusammen, das mit meiner Arbeit zum Thema „Inspiriertes Älterwerden“ zusammenhängt. Diese Seite ist auch als Ergänzung  zu meinem Manuskript über dieses Thema angelegt. Die neuesten Posts sind meistens oben.

Das Treffen zum Jahreswechsel am 29. 12. 2018 hat inspiriert stattgefunden. Einen Rückblick findest du hier!


Weiter unten folgt ein Inhaltsverzeichnis :-)….

Aktuell am 19.12.: Neuestes pdf des Manuskripts, 89 Seiten. Feedbacks und Anregungen willkommen!

Insp Älterwerden 18.12.

Hier nun die Themen dieser Seite:

Exposé

Das Inhaltsverzeichnis

Text der Einleitung

Weitere Inspirationen

Zitate aus dem Buch „From Age-ing to Sage-ing“ von Zalman Schachter-Shalomi, übersetzt von Rolando

Audios

Ergänzungen zu einzelnen Kapiteln

Interview mit Ida

Institut für inspiriertes Älterwerden

Audio von Deepak Chopra

Unten geht’s los mit den erwähnten Punkten. Viel Spass beim Lesen und Navigieren!

Exposé

Inspiriertes Älterwerden – Das Jetzt kennt kein Alter

Mein Buch ist eine Inspiration und ein Arbeitsbuch.

Ich praktiziere seit dem Jahr 2015 die Kunst des inspirierten Älterwerdens. Ich habe Gesprächskreise gegründet, die auch heute noch zusammenkommen. Ich habe quicklebendige Ältere interviewt und bringe diese Gespräche in meinem Buch. Ich habe grundlegende Literatur studiert und fasse sie zusammen.
Mein Buch enthält zahlreiche Tipps, Übungen und Erfahrungsberichte.
Ich bringe mich auch persönlich ein, denn in einem Kreis von inspirierten Älteren wird die Kunst gepflegt, von sich selbst in der Ich-Form zu berichten.

Im Zentrum meiner Arbeit steht die Idee des „Ältesten“ – eines älteren Menschen, der eine gewisse Weisheit entwickelt hat und dadurch positiv und inspirierend auf seine Mitmenschen wirkt. Eines Menschen, der bewusst und freudig sein Leben geniesst und gestaltet.

Das Altwerden hat bei uns im Westen den Nimbus des Abgestandenen und Nutzlosen. Diesen Nimbus will ich umkehren und die positive Seite des Alterns betonen. Wir können die Welt inspirieren!

Wir haben als ältere Menschen mehr Zeit, müssen nicht mehr schreiende Kinder beruhigen, brauchen uns nicht dem Stress des Berufes aussetzen.
Vielmehr dürfen wir tun, was uns Spass macht: Reisen, Musizieren, Enkel verwöhnen, Bücher schreiben, Lachen, Singen, Tanzen, Gestalten, Malen, Gärten pflegen, Häuser umbauen, Zelte aufstellen.

Neuere Forschungen besagen, dass Altern umkehrbar ist. Sie weisen darauf hin, dass Altern zu einem grossen Teil ein mentaler Prozess ist, eine sich selbst erfüllende Prophezeiung mit der Botschaft: Sicher werde ich jetzt immer schwächer, ich verliere meinen Schwung, ich werde nicht mehr gebraucht, ich sollte mich zurückziehen.
Wenn wir diese Prophezeiung umkehren, dann werden wir jünger! Das erlebe ich an mir selbst, und das habe ich im Gespräch mit vielen inspirierten Älteren gehört.

Der Untertitel „Das Jetzt kennt kein Alter“ steht im Zusammenhang mit der jahrhundete-alten Weisheit, dass es am meisten Freude macht, im gegenwärtigen Moment zu leben. Es macht nicht nur Freude, sondern es ermöglicht grosse Lebens-Fülle. Als ältere Menschen haben wir mehr Möglichkeiten, diese Fülle zu verwirklichen.

Ich schreibe auch über folgende Themen:

Der Bewusstseinsprozess des Älterwerdens
Ältere Menschen als Botschafter des Glücks
Auseinandersetzung mit Sterben und Tod
Vermächtnis für die Nachwelt
Lebensrückblick und Projekte
Belebung der Sozialkontakte und der Familie

Wir können mit Gleichaltrigen einen vertrauensvollen Gesprächskreis gründen. In dem Buch gebe ich Tipps dazu, und in der Zukunft werde ich Kurse zu diesem Thema anbieten.

Das Buch ist auch für Jüngere geeignet, denn Inspiration tut allen gut.

Mach dich also auf ins Land der Inspiration, der Lebensfreude, der genussvollen Anwesenheit im Augenblick!
Erfinde dich neu; nimm dir Zeit! Geniesse die Stille, das Nichts-Tun, die Freundschaften und Beziehungen!
Entdecke neue oder alte Potenziale und experimentiere damit!
Liebe dich selbst so wie du bist!

Betagt sein wird vertagt!

Das Inhaltsverzeichnis des Buches am 23. 11. 2018:


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Einleitung zum Manuskript

Inspiriertes Älterwerden

Einleitung

Das Jetzt kennt kein Alter: Betagt sein wird vertagt!

Ich werde langsam älter, ich gebe es zu. Mit Jahrgang 1948 bewege ich mich in eine Region, die man als „etwas älter“ bezeichnen darf. „Betagt sein“ habe ich vertagt.
Meinen 70. Geburtstag im September 2018 habe ich mit einem grossen Fest gefeiert. Die Inspirationen blühen und ich zelebriere mein Leben.

Mit dem Thema des inspirierten Älterwerdens befasse ich mich seit einigen Jahren. Seither organisiere ich Zusammenkünfte, lese entsprechende Bücher und tausche mich mit Freunden und Freundinnen aus.

Was ich von inspirierten Altersgenossen höre, ist etwa Folgendes:

„Ich bin ein Glückskind, und ich bin dankbar“.

„Ich lebe viel intensiver, da meine Lebensspanne kürzer wird“.

„Ich geniesse meine neue Freiheit“.

Im Zentrum meiner Arbeit steht die Idee des „Ältesten“ – eines älteren Menschen, der Weisheit entwickelt hat und dadurch positiv und inspirierend auf seine Mitmenschen wirkt. Eines Menschen, der bewusst und freudig sein Leben geniesst und gestaltet.

Das Altwerden hat bei uns im Westen den Nimbus des Abgestandenen und Nutzlosen. Diesen Nimbus will ich umkehren und die positive Seite des Alterns betonen. Wir können die Welt inspirieren!

Wir haben als ältere Menschen mehr Zeit, müssen nicht mehr schreiende Kinder beruhigen, brauchen uns nicht dem Stress des Berufes aussetzen.
Vielmehr dürfen wir tun, was uns Spass macht: Reisen, Musizieren, Enkel verwöhnen, Bücher schreiben, Lachen, Singen, Tanzen, Gestalten, Malen, Garten pflegen, Häuser umbauen, Jurten aufstellen.

Neuere Forschungen besagen, dass Altern umkehrbar ist. Sie weisen darauf hin, dass Altern zu einem grossen Teil ein mentaler Prozess ist, eine sich selbst erfüllende Prophezeiung: Sicher werde ich jetzt immer schwächer, ich verliere meinen Schwung, ich werde nicht mehr gebraucht, ich sollte mich zurückziehen.
Wenn wir diese Prophezeiung umkehren, dann werden wir jünger! Das erlebe ich an mir selbst, und das habe ich im Gespräch mit vielen inspirierten Ältesten gehört.

In den USA schrieb Rabbi Zalman Schachter-Shalomi 1997 sein revolutionäres Buch „From Age-ing to Sage-ing“ (vom Alt-Werden zum Weise-Werden) und löste damit eine wahre Volksbewegung der älteren Generation aus. Es entstanden Institute für Weiterbildung in den verschiedenen Bereichen des Älterwerdens. Eine Autorin schrieb Bücher über die richtige Art, der Welt sein Vermächtnis zu hinterlassen, andere Autoren befassten sich mit der Gesundheit. Das steckte mich an. (www.sage-ing.org)

In den letzten Jahren interviewte ich befreundete ältere Menschen über ihre Erfahrungen mit dem Älterwerden. Was für ein Reichtum, was für eine Positivität kamen mir entgegen:

Eine 77-jährige Dame machte mit 75 noch eine neue Ausbildung und  praktiziert das Gelernte bereits.
Ein 75-jähriger Herr behält mit Jonglieren seine Leichtigkeit und stärkt seine Gesundheit.
Eine Frau ist nach dem Tod ihres Mannes zu ganz neuen Ufern aufgebrochen.
Viele meiner Gesprächspartner betonten, dass sie als alte Menschen noch nie so viel Freiheit hatten wie heute.

Sicher können wir auch im deutschen Sprachraum eine „Volksbewegung der inspirierten Ältesten“ auslösen!
Das wird wunderbar, und es wird heilend wirken.

Besser noch am Lebensabend aufwachen
als durchschlafen.
(Hinrich)

Ausgewählte Antworten auf die Frage: Was erlebst du mit steigendem Alter neu? Wie gehst du damit um?

„Je älter ich werde, desto frecher werde ich. Ich bin weniger scheu, ich ziehe mich nicht gleich zurück, ich habe nicht so Angst vor Ablehnung. Ich liebe mich mehr. Das ist schon sehr inspirierend. Ich habe gewisse Entscheidungen getroffen – z.B. vorwiegend das zu machen, wozu ich Lust habe. Ich habe wirklich mehr Raum unter den Flügeln, ich habe mehr Luft. Nach und nach sind alle diese Verpflichtungen weggefallen.

Die Lebensverpflichtungen haben mich sehr eingeengt und einen inneren Druck erzeugt, und sie fallen jetzt weg. Nun kann sich der Reichtum ausdrücken. Das ist sehr inspirierend.“

„Ich erlebe eine neue Lebensfreude im Alter – eine Erweiterung in jeder Hinsicht. Auch der Körper reagiert darauf: Er wird gesünder, beweglicher. Natürlich wird er auch älter, und da gibt’s auch Einschränkungen, die sich melden. Wenn ich mich aber viel geistig und körperlich bewege, dann wirkt sich das sehr günstig auf den Körper aus. Meine Gesundheit ist viel besser geworden. Ich fühle mich jünger und gesünder als in meiner Jugend und führe es darauf zurück dass ich 100 % Verantwortung übernommen habe für mein Leben. Für alle Themen, die in meinem Leben sind. Das ging nicht einfach nur so. Es steckt viel Arbeit, viel Disziplin, viel Weiterbildung dahinter, so dass sich das Ganze dann wandeln konnte.

Eigentlich kann es jeder selber schaffen. Man kann sich alle Hilfen holen. Heute gibt es so viele wunderbare Hilfen. Ich habe relativ jung schon mit Psychotherapie begonnen, weil ich eine schwierige Ausgangssituation aus der Jugend hatte. Ich habe mich dann weiter interessiert, denn alles hat sich ja sehr verändert. Es gibt so viele gute Therapiemöglichkeiten, da bin ich immer weiter gegangen.

Ich war verheiratet, ich habe zwei Söhne. Nach der Trennung habe ich begonnen, mich aktiv für spirituelle Themen zu interessieren. Philosophische Themen haben mich schon immer angezogen, z.B. auch C.G. Jung. Die Spiritualität war neu für mich. Den Durchbruch habe ich in den 90er-Jahren gemacht mit Jack Spezzano.“

Weitere Inspirationen:

Caressesrobot.org ist eine Organisation, die Roboter programmieren will als Unterstützung für ältere Menschen:

CARESSES is an international, multidisciplinary project whose goal is to design the first robots that can assist older people and adapt to the culture of the individual they are taking care of. The robots will help the users in many ways including reminding them to take their medication, encouraging them to keep active, helping them keep in touch with family and friends. Each action will be performed with attention to the older person’s customs, cultural practices and individual preferences.

CARESSES is funded by the European Commission and the Ministry of Internal Affairs and Communications of Japan. The project started on the 1st January 2017.

Zitate aus dem Buch von Zalman Schachter-Shalomi, übersetzt von Rolando

Ich hab das Buch mit Kindle auf Englisch gelesen, es hat mich fasziniert und inspiriert. Für mich wichtige Stellen hab ich gekennzeichnet und später übersetzt. Ich habe noch nicht alle Stellen übersetzt, die ich markiert hatte. Die folgende Auswahl ist aber schon beträchtlich!

Kindle Seiten 1-73

„Der Krebs ist seit Jahren nicht zurückgekehrt, aber ich möchte nie, dass er komplett verschwindet“, gibt Pam zu. „Ich möchte, dass es für den Rest meines Lebens auf meiner linken Schulter sitzt, weil die Begegnung mit dem Tod mir die Autorität gibt, meine eigene Stimme zu erheben und mein eigenes Lied zu singen. Auch das Älter-Sein befreit mich aufgrund seiner Nähe zum Tod und seiner Betonung größerer Individualität von der Angst, anderen zu gefallen, und gibt mir die Erlaubnis, mein authentisches Selbst zu sein. Die Begegnung mit dem Tod hat mich in Zustände innerer Freiheit versetzt, die ich mir kaum vorstellen konnte, als ich jünger war.”

Ein Ältester ist eine Person, die immer noch wächst, immer noch ein Lernender, immer noch mit Potenzial, und dessen Leben weiterhin Versprechen und Anschluss an die Zukunft enthält. Ein Ältester ist immer noch auf der Suche nach Glück, Freude und Vergnügen, und sein oder ihr Geburtsrecht bleibt intakt. Darüber hinaus ist ein Ältester eine Person, die Respekt und Ehre verdient und deren Aufgabe es ist, Weisheit aus langjähriger Erfahrung zu synthetisieren und dies zu einem Vermächtnis für zukünftige Generationen zu formulieren. „

Die Ältestenschaft bietet uns die wunderbare Gelegenheit, unser Leben triumphierend zu vollenden, aber wie viele von uns akzeptieren das Angebot?

Ich wurde von meinen Eltern gelebt; Ich wurde von meinen Lehrern gelebt; Ich wurde von der Gesellschaft gelebt. „Post-Individuen können jedoch zum ersten Mal in ihrem Leben sagen:“ Ich lebe in der aktiven Form und bestimme meine Zukunft. „Wir sind nicht immer Älteste; manchmal altern wir, werden zottige, etwas ältere Menschen. Aber in jedem Moment des Kampfes zwischen den Kräften des Alterns und des Weise-Werdens können wir uns bewusst werden, aus der hypnotischen Trance, die durch die Gesellschaft und unsere eigene Trägheit induziert wird, ausbrechen und die innere Arbeit des Ältesten tun.

Die Hauptthese dieses Buches ist, dass eine längere Lebenserwartung ein erweitertes Bewusstsein erfordert.

Wie Crewmitglieder des Raumschiffs Enterprise sind wir bereit dorthin zu gehen, wo noch niemand zuvor war!

Älteste haben eine wilde, fast scherzhafte Qualität, die es ihnen ermöglicht, den Humor in jeder Situation zu sehen.

Ich glaube, die Zeit wird kommen, wenn ältere Menschen Ältestenräte zusammenrufen werden, um ihre Träume, Meditationen und Visionen einer wiederbelebten Ältestenschaft zu teilen. Wenn das geschieht, werden wir kollektiv die Mythen träumen und Modelle schaffen, die den sozialen Wandel ankurbeln werden. Solche Mythen und Modelle werden uns nicht vorgefertigt geliefert. Sie entstehen aus den Herzen und Köpfen vieler Menschen, die zusammen suchen und träumen. In diesem Moment arbeiten Hebammen aus vielen Disziplinen unermüdlich daran, eine wiederbelebte Ältestenschaft zu gebären. Spirituelle Lehrer, soziale Aktivisten, Bewusstseinsforscher, Medienspezialisten und viele andere helfen beim Lieferprozess.

Wir sind Stammesälteste, mit einer andauernden Verantwortung dafür, das Überleben des Stammes zu sichern und die Gesundheit des Planeten zu schützen. Um dies zu tun, müssen wir zu Futuristen der Gesellschaft werden und neue Instrumente, Technologien, Ideen und Lebensstile ausprobieren. Wir haben die Freiheit dazu, und wir haben nichts zu verlieren. *

Sage-ing Korrigiert 224 – 305

Lassen Sie uns sehen, wie der Ältestenrat an Fragen von nationaler und globaler Bedeutung arbeiten könnte. Stellen Sie sich vor, dass die Ältesten im Jahr 2044 an globalen Städte-Treffen teilnehmen, die durch ein elektronisches Kommunikationsnetz verbunden sind.

Älteste sind die Juwelen der Menschheit…Wir spüren solche Strahlkraft in unserer Jugend, aber wir können sie nicht erhalten. Es bedarf des Einsatzes eines Lebens, um die facettenreiche Struktur herauszuarbeiten, die unseren verborgenen Glanz in seiner ganzen Pracht entfalten kann.

Spontan und ohne Anstrengung geniessen wir eine tiefe Lebendigkeit und eine innere Freude, die von unserer neu gefundenen Offenheit für das tägliche Leben stammen.

“By making activity paramount in later life, we are popularizing a new cultural image that I playfully call the ‘aerobic grandparent,’ ” says Goldman, who co-edited a book of interviews with admired elders called The Ageless Spirit. “Instead of feeling rested and whole in old age, aerobic grandparents feel compelled to be as busy, active, and involved as in middle age. Those elders who want to sit quietly, plant a garden, meditate, or walk on the beach can easily feel like failures if they aren’t exhausting themselves in a frenzy of activity.

„Indem wir die Aktivität im späteren Leben überbewerten, machen wir ein neues kulturelles Image populär, das ich spielerisch als ‚Aerobic-Großeltern’ bezeichne“, sagt Goldman, der das Buch „The Ageless Spirit“ (Interviews mit bewunderten Ältesten), mit herausgegeben hat. „Anstatt im Alter ausgeruht und ganz zu sein, fühlen sich aerobe Großeltern gezwungen, so beschäftigt, aktiv und involviert zu sein wie im mittleren Alter. Jene Ältesten, die still sitzen, einen Garten pflanzen, meditieren oder am Strand spazieren gehen wollen, können sich leicht als Misserfolg fühlen, wenn sie sich nicht in einem Feuerwerk von Aktivität ermüden.“

Das Älterwerden ist die einzige Zeit, in der wir wirklich frei werden. Und dem, was wir erreichen können, sind keine Grenzen gesetzt. Leute sagen, dass der Himmel die Grenze ist; aber im spirituellen Älterwerden kannst du über den Himmel hinausreichen! “

In der Tat ist spirituelles Älterwerden zunächst eine Suche nach Gefährten, Mitreisenden dieses unerforschten Territoriums, die eine kompatible Vision von menschlichem Wachstum und Lebensstil teilen. Man schließt sich einem Zentrum für spirituelles Älterwerden nicht so an, wie man einer politischen Partei mit ihrer vorgefertigten Organisationsstruktur und ihrer etablierten Litanei von Überzeugungen und Praktiken beitritt. Man muss nach spirituellen Gefährten suchen, eine Gemeinschaft um gemeinsame Interessen schaffen und dann ein Curriculum für fortgesetztes Wachstum auf der Grundlage des besten verfügbaren Wissens aus den spirituellen Traditionen, der Psychologie und anderen Disziplinen entwickeln. Wie Singh sagt: „Es ist keine leichte Aufgabe, weil nichts gegeben ist. In mancher Hinsicht muss man selbst zum Pionier werden. “

Sobald wir im ganzen Land Ausbildungszentren für Senioren eingerichtet haben, werden die Älteren sie auf der Suche nach spiritueller Erneuerung und einem ganzheitlichen Ansatz für das Altern suchen. Wenn das neue Paradigma des Alterns in unserer Kultur Wurzeln schlägt, werden die Menschen in diese Bildungszentren kommen, um zu lernen, wie sie den Privatismus und die Isolierung des alten Paradigmas überwinden können. Sie werden lernen, die Bedürfnisse des Einzelnen mit denen der größeren Gemeinschaft in Einklang zu bringen. Sie werden Lebensstile praktizieren, die eher auf Kooperation als auf Konkurrenz setzen, auf der Sorge für die Erde statt auf geistlosen Konsum, auf intuitiver Weisheit als Ergänzung zum einseitigen Rationalismus unserer Kultur. Als spirituelle Älteste in Ausbildung werden sie das Bewusstsein kultivieren, dass sie miteinander verbundene Mitglieder des größeren Netzes planetarischen Lebens sind, das wir Gaia nennen.

In der Vision von Barkan ist die Ältesten-Gilde ein organisatorisches Modell, das Selbsthilfe-Gemeinschaften schafft, die es Menschen ermöglichen, spirituelle Älteste zu werden, indem sie abgestufte Lernwege verfolgen, die in Meisterschaft und Weisheit münden.

Laut Deepak Chopra müssen wir die Überzeugungen umkehren, die die vorprogrammierte Verschlechterung des Körpers beschleunigen. „Der Rückgang der Vitalität im Alter“, schreibt er in ‚Jung bleiben – ein Leben lang‘, „ist größtenteils das Ergebnis von Menschen, die erwarten, dass es abwärts geht; sie haben unabsichtlich eine selbstzerstörerische Absicht in Form eines starken Glaubens eingepflanzt, und die Verbindung zwischen Geist und Körper führt diese Absicht automatisch aus. Unsere Intentionen erzeugen eine Programmierung, die die Kontrolle über uns zu haben scheint. In Wahrheit kann die Kraft der Absicht jederzeit wiedererweckt werden. Lange bevor du alt wirst, kannst du solche Verluste verhindern, indem du deinen Geist bewusst so programmierst, dass du jung bleibst und die Kraft deiner Absicht nutzt. “

Über Zalman:

„Zalman hat ein völlig anderes Verständnis von dem, was Altern sein kann …. Die Lust des Autors ist selbst der beste Beweis für seine These, dass ein Mensch bis zum Ende freudig, furchtlos und reich leben kann. Wer alt ist und wer hofft, eines Tages alt zu sein, kann viel von ihm lernen. “

Schreibe in dein Tagebuch Einsichten oder Fragen, die dir nach dem Lesen dieser Texte in den Sinn kommen. Bist du dabei, diese Art von Ältester zu werden? Welche persönlichen und sozialen Kräfte könnten dich daran hindern, deine volle Ältestenschaft zu beanspruchen?

When I practiced meditation in my earlier years, I used to have flights of consciousness that took me to more exalted places. Now, without any effort in directing or disciplining my mind, it just rests itself in a state of thoughtless, quiet contentment. If the weather is nice and I sit on the porch, I relax effortlessly without thinking of anything in particular. The birds are singing: how wonderful! My body is resting: how enjoyable! There is a kind of breathing out—aahh!—and the sense of ease and at-homeness deepens of its own accord. When I was younger, I would have had to exert great effort to attain this state, but because I have fulfilled many of my ambitions or they have simply dropped away, I find myself immersed in peace that’s not the result of concerted effort. Some have called this “the peace that passes all understanding.”

Zalman : Als ich in früheren Jahren Meditation praktizierte, hatte ich Bewusstseinsflüge, die mich zu höheren Orten führten. Heute geschieht das ohne Anstrengung. Ich brauche meinen Geist nicht zu lenken oder zu disziplinieren, er ruht einfach in einem Zustand gedankenloser, stiller Zufriedenheit. Wenn das Wetter schön ist und ich auf der Veranda sitze, entspanne ich mich mühelos, ohne an etwas Bestimmtes zu denken. Die Vögel singen: Wie schön! Mein Körper ruht sich aus: Wie schön! Es gibt eine Art Ausatmen – aahh! – und das Gefühl von Leichtigkeit und Heimat vertieft sich von selbst. Als ich jünger war, hätte ich mich sehr anstrengen müssen, um diesen Zustand zu erreichen, aber weil ich viele meiner Ambitionen erfüllt habe – oder sie einfach weggefallen sind – finde ich mich in den Frieden vertieft, der nicht das Ergebnis konzentierter Anstrengungen ist. Manche haben dies den Frieden genannt, der alles Verstehen übersteigt.

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Audios

Rolando über das Älterwerden- aus dem Jahr 2016. Ich spreche davon, dass ich vielleicht auch mal einen Malkurs mache, und ein Jahr später hab ich tatsächlich zu malen begonnen:-)


Ergänzungen zu einzelnen Kapiteln; wird jeweils upgedated:

Identitäts-Spiel

Angelika ÜRG

Die Plattform Sage-Ing: www.sage-ing.org – Botschaft: Wir ändern das Paradigma vom Älterwerden zum Weiser-Werden. Sehr reiches Material auf Englisch!

 

In ihrer Schrift „The Cirlce Way of Proactive Aging“ beschreibt Cynthia Trenshaw im einzelnen, wie man einen Gesprächskreis gründen kann und längere Zeit am Leben erhält. Das Buch ist als kindle Buch auf Englisch bei Amazon erhältlich.

Ich bringe hier einen kurzen Ausschnitt, von mir übersetzt:

Deine Absichten bei der Gründung eines solchen Kreises können folgende sein:

  • Eine Gemeinschaft zu schaffen, die sich durch Alterungs- und Sterbeprozesse emotional unterstützt,
  • Konversationen auszutauschen, die spirituelle, politische und emotionale Anliegen umfassen,
  • im Laufe der Zeit ein Verständnis für die Kernwerte und die Geschichte jedes Mitglieds zu entwickeln, das während des Alterungsprozesses gehalten und geehrt wird,
  • Bücher, Artikel und aktuelle Informationen zu den Themen Altern, Krankheit, Sterben und Gemeinschaft zu diskutieren,
  • eine Gemeinschaft zu schaffen, die die Fähigkeiten der Pflege erlernt, so dass einige Mitglieder dazu in der Lage sein werden,
  • einige tiefe Gedanken, herrliches Vergnügen, gutes Essen, leidenschaftliche Tränen und warme Berührung auszutauschen, und diese Bedürfnisse beim Anderen und bei uns selbst zu erkennen.

Arbeit mit künstlicher Intelligenz: Roboter

 

Interview mit Ida

Ich bin ein Glückskind

Rolando: Was erlebst du im Alter neu, und wie gehst du damit um?

Ida: Ich erlebe mehr Bewusstsein. Ich beschäftige mich intensiver mit Spiritualität und allem, das damit zu tun hat. Dadurch fokussiere ich stärker. Zum Beispiel auf die Begriffe Glück und Dankbarkeit. Diese Begriffe haben mich ein grosses Stück weiter gebracht. Die Freude begleitet mich schon mein ganzes Leben. Ich tue das, was mir Freude macht, und ich weiss dass das richtig ist. Das hat auch viel mit Glücks-Empfindung und Dankbarkeit zu tun.

Rolando: Auf welche persönliche Ressourcen greifst du zurück?

Ida: Das Bewusstsein, dass es mir in jeder Beziehung sehr, sehr gut geht. Dass ich sozial gut in einen vielfältigen Freundeskreis eingebettet bin. Ich werde in vielfältige Aktivitäten mit einbezogen, aber ich gebe auch selber Impulse.

Meine Impulse gehen meistens in Richtung Natur: Ausflüge, Wanderungen, Natur-Führungen. Ich will mehr über die Natur wissen, Pflanzen kennen, Vogelstimmen erkennen. Aber es gibt auch kulturelle Impulse wie Theater, Museen usw. Wir geben uns gegenseitig Impulse, das ist sehr ausgeglichen.

In diesem Freundeskreis gibt es viele Paar-Beziehungen. Ich will nicht als Rivalin betrachtet werden. Das entsteht aber nicht, und ich habe keine Tendenzen in dieser Richtung. Sie nehmen mich wie ich bin, und sie sagen, dass sie dankbar sind, wenn ich dabei bin. Ich bin wiederum dankbar, dass ich dabei sein darf (beide lachen).

Rolando: Du hast deinen Mann verloren. Wir haben ihn noch  gekannt und sehr schöne Stunden mit euch verlebt.

Ida: Mein Mann ist vor fünf Jahren gestorben. Er hatte nach einer sehr schweren Herzoperation viele Jahre Parkinson. Diese Krankheit war dann sehr fortgeschritten, und es war in seinem Sinne, sterben zu dürfen. Für uns alle war sein Tod eine grosse Befreiung. Es war eine Gnade, dass er gehen durfte. Für mich bedeutete dies viele Jahre der Freiheit, die ich vorher nicht hatte, die ich noch nie in meinem Leben hatte. Ich war immer eingebunden, ich war Versorgerin. Meine Mutter ist sehr früh gestorben –  ich hatte die Mutter-Rolle übernommen. Dann kamen mein Mann und unsere Kinder. Dann wurde mein Mann krank. Ich habe diese Rolle als Versorgerin eigentlich gerne übernommen. Aber ich hab gemerkt, dass ich irgendwo auf der Strecke bleibe. Umso mehr geniesse ich nun meine Freiheit.

Rolando: Ich habe die Krankheit deines Mannes z.T. miterlebt. Das war eine grosse Herausforderung.

Ida: Es wurde zunehmend anspruchsvoller, auch belastend für unsere Beziehung…Ich bin sehr dankbar für alles. Ich wohne zum ersten Mal alleine! Ich habe zwar eine junge Frau als Mitbewohnerin. Das geht wunderbar, eine Art Mutter-Tochter-Beziehung. Sie lebt jetzt drei Jahre bei mir, und wir haben viel aneinander. Mit meinen Kindern ist es auch gut; ich habe drei Enkel, da bin ich jeden Monat mehrere Tage. Sie wohnen bei Stuttgart, und ich in Frankfurt. Es ist so wunderbar, dass ich das erleben darf! Ich finde meine Enkel gut versorgt von meiner Schwiegertochter und meinem Sohn. Ich habe Freude daran!

Rolando: Du hast dich in unseren Älteren-Kreis kürzlich als Glückskind bezeichnet. Kannst du das noch ein bisschen ausführen? Wie hältst du deinen Glücks-Level auf dem Höchst-Stand?

Ida: Es kam durch die Bemerkung einer Freundin, die sagte, dass sie ein Glückskind ist. Da dachte ich: Ich bin eigentlich auch ein Glückskind. Wir sind doch beide Glückskinder. Eigentlich sind doch alle Glückskinder! Man muss nur genau hingucken! Ich habe dann sehr viel verändert in meinem Leben, in meiner Wohnung. Ich habe mich entschlossen, in der grossen Wohnung zu bleiben. Ich musste sehr viele Entscheidungen treffen, den ganzen Verwaltungskram organisieren. Es ist alles soooo gut gelaufen! Ich habe zur richtigen Zeit immer Hilfe gehabt! Ich habe auch das Glücksgefühl, dass ich ganz viel alleine kann, und dass ich dann weiss was das Richtige ist. Das ist doch eine wunderbare Sache!

Rolando: Das sind deine Ressourcen: Dass du richtig entscheiden kannst.

Ida: Ich kann mich auch mit Freunden darüber beraten. Das ist doch ein ganz grosses Glück! Ich bin nie alleine – innerlich nie alleine! Ich fühle mich immer getragen – von der geistigen Welt, aber auch von den Beziehungen die ich habe.

Rolando: Welche Glaubenssätze hast du hinter dir gelassen?

Ida: Daran arbeite ich immer wieder, und ich komme mir immer wieder auf die Schliche. Zum Beispiel: Nur wenn ich was tue, wenn ich arbeite, bin ich vollwertig. Ich gönne mir zu wenig Musse. Das ist mir eingeimpft worden, das ist uns eingeimpft worden, das hatte ich akzeptiert. Aber jetzt akzeptiere ich es nicht mehr. Besonders jetzt, da ich ja nicht mehr berufsmässig arbeite.

Es gibt keinen Grund mehr, keine Musse zu haben! Aber ich hab so viele Interessen, dass ich wirklich noch hundert Jahre leben müsste, um das alles wirklich auszukosten! Es ist auch eine Verführung, wenn man so viele Sachen gerne macht. Und ich mach eigentlich alles gerne, was ich tue!

Rolando: Das ist sehr gut!

Ida: Und wenn etwas nicht so erfreulich ist, dann gewinne ich dem trotzdem eine Freude ab! Das gelingt mir schon. Hausarbeit mach ich nicht so gerne. Und das Allerschlimmste ist die Steuer. Ich kann nicht wirklich sagen, dass ich das mit Freude mache – aber ich bin stolz, dass ich das geschafft habe. Das hätte ich mir früher nie zugetraut. Wir hatten auch noch eine Wohnung, die hab ich verkauft. Es ist mir gelungen! Da bin ich so stolz, denn der ganze Geld-Kram ist nicht meine Sache.

Gerade unsere Generation macht so viele Reisen, unternimmt so viel! Das hat es noch nie gegeben! Wir sind eine Generation ohne Krieg, das gab’s auch noch nie! Mit zunehmendem Wohlstand, mit Freiheit! Kein Hunger! Ich bin 1946 geboren, ich habe es nicht gemerkt, dass damals Hungerzeit war…Wir können zu neuen Ufern aufbrechen!

Rolando: Da bin ich dabei! Kannst du ein Motto formulieren?

Ida (schweigt)

Rolando: Du hast es vielleicht schon gesagt.

Ida: Ah ja, du meinst das Glückskind.

Rolando: Wunderbar, vielen Dank! Ich glaube, wir können das so stehen lassen.

Institut für Inspiriertes Älterwerden

Das Institut fördert die Bildung lokaler inspirierter Gruppen. Diese Gruppen, die von ModeratorInnen geleitet werden, bieten fortwährende Gemeinschaftsunterstützung für diejenigen, die den Weg der inspirierten Ältestenschaft gehen. Das Institut bietet auch ein Fortbildungsprogramm für Menschen an, die ihre Fähigkeiten als Moderatoren von Älteren-Gruppen verbessern möchten.

Die zukünftigen TeilnehmerInnen der Ausbildung schreiben einen Einführungsbrief von ca. 1 Seite mit folgenden Punkten:

  1. Warum interessiert mich diese Ausbildung?
  2. Was habe ich bisher schon in dieser Richtung unternommen?
  3. Meine Haupt-Inspiration

Ein sehr schönes Zitat aus einem Interview:

B: Ich finde das Wort Inspiration sehr animierend, weiterführend. Die gegenseitige Inspiration im Alter – und überhaupt im Leben – ist toll! Man macht Statements, und man muss nicht mit einem Aber reagieren. Ah, das ist subjektiv! Diese Person erlebt sich so, gibt sich so ins Leben. Wenn du das sammelst, dann ist das, wie unsere Gesprächsrunden, pure Inspiration! Es ist eine tolle Einladung! Wenn es solch persönliche Mitteilungen sind, dann hebt es sich raus aus dem normalen Bücher-Salat. Es gibt so vieles: Ratschläge für das Alter etc…viel Quark!

Aber wenn ich lese, wie Josef in seinem Leben steht…Aha! Das bewegt mich! Das gibt einen Impuls! So ein Buch sollte es geben!

Audio von Deepak Chopra aus dem Hörbuch „Your Ageless Body  – Länger leben und jung bleiben“. Dieses Hörbuch ist sehr empfehlenswert. Es ist eine Zusammenfassung aus Chopra’s Buch „Jung bleiben – ein Leben lang“. Wer nicht so gerne liest, sondern lieber hört, der ist hier richtig!

Das Buch von Chopra: Jung bleiben ein Leben lang –  kann man in jeder Buchhandlung kaufen. Das Audio habe ich online gefunden bei Orell und Füssli.